– mit Landratskandidat Peter Hettlich und der Wolfs-u. und Biberbeauftragten Janine Meißner

Dazu Petra Würdig, Tierschützerin und Mitglied bei Bündnis 90 / Die Grünen:

Zum Artikel vom 18.05.2015 in der LVZ

Naturschützer heulen auf: EU stellt besonderen Schutz für Wölfe in Frage

Mit welcher Berechtigung entscheidet der Mensch bei den Tieren über Leben und Tod? Der Wolf kam nicht aus dem Nichts, Wölfe sind in stetiger Bewegung. Hier in Sachsen sprechen wir von 12 Rudeln, ca. 120 Tieren, da ein Rudel aus zwei Elternteilen und dem Nachwuchs besteht.

Es wird und wurde vom Wolfs-Management sehr viel Aufklärungsarbeit bei den Landwirten geleistet.

Natürlich ist jeder, der Haustiere und sogenannte Nutztiere hat, für deren Schutz verantwortlich. Schafe, Ziegen und auch Rinder einfach anpflocken geht natürlich nicht und ist auch nur stundenweise erlaubt.

Eine Farce ist die Äußerung der Jägerstiftung Natur + Mensch, Geschäftsführer Marc Heinrichmann, unsere eng besiedelte Kulturlandschaft wäre schlichtweg nicht für das Nebeneinander von Mensch und Wolf geeignet. Dieses Zitat aus dem Mund eines Geschäftsführers, der Natur und Mensch vertritt, ist traurig.

Da wo der Wolf zu Hause ist, ist der Wald gesund, dass heißt der Jäger ist dort überflüssig. Ich will auf keinen Fall die Jäger angreifen oder schlecht reden. Es gibt unter den Jägern Menschen, die die Hege und Pflege so betreiben wie es das Jagdgesetz vorschreibt. Aber für einige ist der Wolf ein Konkurrent. Man sollte sich mit der Geschichte des Wolfes auseinandersetzen. Durch den Menschen wurde der Wolf fast ausgerottet. Er hat aber genauso seine Daseinsberechtigung in der Natur und für die Umwelt, wie alle anderen Lebewesen und der Mensch.

Der Artikel stellt den Wolf wieder als böses Lebewesen dar, vor allem der QR Code ist nicht im Sinn der Natur. Gegenbeispiele, Szenen aus den Schlachthäusern, was täglich geschieht und noch viel grausamer ist, zeigt man ja auch nicht.

Die Mär vom bösen Wolf wird dadurch wieder angeheizt.

Noch eine Bemerkung zum Schluss. Für den Wolf sind als dauerhafter Aufenthaltsort die Dübener Heide, die Dahlener Heide und der Wermsdorfer Forst zu laut, da herrscht einfach zu viel Betrieb.

Eine Veranstaltung ist zu diesem Thema am Donnerstag, den 4.06.2015 19.00 Uhr im Hotel National (im Spricher) Bad Düben.

Redner: Janina Meißner vom Naturparkhaus Biber – und Wolfsmanagment.

Petra Würdig Bündnis 90/ Die Grünen Nordsachsen in Zusammenarbeit mit Ursula Hackl