Rückblick 2010: Die Elterninitiative der Grundschule Hof hat Eltern, Bürger und Politiker aufgefordert die Montagsdemonstrationen gegen den Mitwirkungsentzug der ersten Klasse zu unterstützen. Die Regionalgruppe Oschatz von Bündnis 90/Die Grünen unterstützt diese Initiative. An den ersten vier Terminen waren jeweils Grüne vor Ort.  Der kleine grüne Drachen verteilte Süßigkeiten an die Jüngsten unter den Demonstranten.

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Auch an den folgenden Montagen waren die Grünen mit vor Ort, um für die Kinderrechte kämpfen.  Barbara Scheller weiß aus eigenen Erfahrungen in Mahlis zu berichten, wie nachteilig eine Grundschulschließung sich auf die Entwicklung eines Ortes auswirkt.

Die Grüne Kreissprecherin Barbara Scheller war mit weiteren Vertretern der Elternschaft und des Gemeinderates im Juli 2010 zur Übergabe von 4300 Unterschriften beim Kultusministerium in Dresden.

2010 hat man im Kultusministerium abgeblockt, das Verwaltungsgericht gegen die Kinder entschieden und die CDU des Landkreises gekuscht. Verlierer waren Kinder Es begann für die „Hofer Schulanfänger“ eine Grundschulzeit mit Taxischulweg, langen Schultagen und der täglichen Reise nach Oschatz. Die Wellen in Presse, Rundfunk und Fermsehen schlugen hoch. Viele Bürger brachten ihre Empörung über die Schulbehörde zum Ausdruck. Diese hatte die Kinder einer ganzen Klasse wegen eines nicht im Schulbezirk wohnenden, aber für die Schlossschule angemeldeten Kindes auf die tägliche reise nach Oschatz geschickt.

Letztlich hat der breite Protest hat vielleicht doch dazu beigetragen, dass Schlossschule Hof weiterhin die Grundschule der Gemeinde  Naundorf ist. Es bleibt festzustellen,  dass das Recht einer Gemeinde eine Grundschule zu betreiben im Sächsischen Schulgesetz verankert werden muss. Erst dann haben junge Familien, die sich im ländlichen Raum ansiedeln wollen eine planbare Grundschulzeit für ihre Kinder. Es wäre ein kleiner Baustein für die Zukunft der vom  demografischen Wandel betroffenen Landgemeinden.