… MdL Wolfram Günther: Ich unterstütze die Initiativgruppe „Radweg S 31“ und radele am 20.10. von Naundorf nach Schweta entlang der S 31 mit…

GRÜNE: wenn die Behörden die Notwendigkeit einer sicheren Fußweg- und Radverbindung zwischen Leisnig und Mügeln nicht selbst erkennen, hilft nur öffentlicher Bürgerdruck…

Wolfram Günther, umweltpolitischer Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag erklärt zum Thema des fehlenden Fuß- und Radweges entlang der S 31:

„Um die Initiativgruppe „Radweg S 31“ zu unterstützen, werde ich am Freitag, dem 20.10. ab 14.30 Uhr an der durch diese organisierten Fahrradtour von Naundorf nach Schweta teilnehmen.

Im Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der S 31 haben die Bürgerinnen und Bürger der Region vielfach auf die Erforderlichkeit eines Rad- und Fußweges auf der S 31 außerorts hingewiesen. Dennoch wurde in der Radverkehrsplanung des Freistaates Sachsen der Bedarf an dieser Stelle weder erkannt, noch berücksichtigt.“ so der Abgeordnete.

„Ich bin sehr gespannt, ob die Verwaltung immer noch davon ausgeht, dass es ungefährlich sei für Radfahrer und Radfahrerinnen auf der S 31. So lauten ja die offiziellen Verlautbarungen des Verkehrsministeriums und den Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (LASuV).

Interessanterweise bestand bei der letzten Radaktion in Mügeln die Versammlungsbehörde aber darauf, dass Ordner benannt werden sollten und Warnwesten zum Einsatz kamen.

Ja wie denn nun? Entweder ist Radfahren auf der S 31 sicher und entspannt oder es ist aufgrund höherer Geschwindigkeiten, eines erheblich höheren Verkehrsaufkommens sowie deutlich mehr Schwerlastern mit hohen Unfallrisiken verbunden.“

„Dann besteht aber auch für die Staatsregierung Handlungsbedarf. Da die Bedürfnisse von Radfahrenden, Schülern und Fußgängern bei der Planung und beim Bau der S 31 nicht beachtet wurden, muss nachgesteuert werden. Mir ist es schleierhaft, wieso der Bedarf einer straßenbegleitenden Radverkehrsanlage zwischen Leisnig und Mügeln bisher nicht in die Radverkehrskonzeption für den Freistaat Sachsen aufgenommen worden ist.“

„Am Geld sollte es eigentlich nicht scheitern. Die Staatsregierung hat in den letzten 3 Jahren die vom Landtag beschlossenen Fördermittel für den Bau von Radwegen an Staatsstraßen in Größenordnungen nicht ausgegeben. 2014 verfielen zum Beispiel 61 Prozent, 2015 sogar 69 Prozent und 2016 schon wieder 64 Prozent der Mittel für den Radwegbau an Staatsstraßen,“ so der im mittelsächsischen Königsfeld lebende Abgeordnete.