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Arbeitsgruppe gegründet/Bürgerbeteiligung gefordert/Kritik zu Stop-Schildern an neuem Radweg/Leser gefragt

Oschatz. Der Alltag für Radfahrer in Oschatz soll verbessert werden. Um das neben touristischen Touren auch den herkömmlichen Radlern im Stadtgebiet zu garantieren, hat die Stadt eine Arbeitsgruppe „Fahrradfreundliches Oschatz“ gegründet. Zur jüngsten Sitzung votierte der Stadtrat einstimmig dafür.

In der Gruppe sollen neben Verwaltungs- und Behördenmitarbeitern und später einem Vertreter der Oschatzer Freizeitstätten GmbH (zur Vermarktung) auch Stadträte – aus jeder Fraktion einer – mitwirken. Oberbürgermeister Andreas Kretschmar bat die Vorsitzenden, jeweils einen aus ihren Reihen zu benennen. Stadtrat David Pfennig (Grüne) ging das nicht weit genug. Er regte an, auch weitere Vertreter aus den Reihen der radfahrenden Einwohner zu involvieren – in welcher Form das geschehe, darüber müsse man sich noch abstimmen. „Wir haben Bürgerbeteiligung bei diesem Thema eingefordert, jetzt sollte diese auch mit umgesetzt werden“, sagte er.

Die Grünen und die Freien Wähler hatten bereits im Frühjahr angeregt, das Radwegekonzept zu überarbeiten. Hilfe erhofften sie sich dabei, wie auch die Verwaltung, von der Technischen Universität Dresden. Im Rahmen einer Studienarbeit hatte einer der Studenten Verbesserungen für Oschatz vorgeschlagen. Diese wurden für gut befunden, aber nicht umgesetzt. Weil sich an den Rahmenbedingungen seit der letzten Untersuchung im Jahr 2017 in Oschatz nichts verändert habe, lehnte die Universität eine weitere Unterstützung in dieser Form ab. Deshalb wurde auf die Gründung einer Arbeitsgruppe als Alternative zurückgegriffen.

Für David Pfennig ist es wichtig, den Blick bei diesem Thema zu weiten. „Wir hatten bisher vor allem touristische Nutzung auf dem Schirm. Der Alltagsradler ist aber genau so wichtig. Selbst jene, die oft und gern mit dem Rad in der Stadt unterwegs sind, kennen nur die Strecken, die sie selbst regelmäßig fahren. Es ist also gut möglich, dass wir manchen problematischen Bereich gar nicht selbst auf dem Schirm haben“, meinte er. Für ihn gelte es, als Grundlage für die Arbeit der neuen Gruppe, die Stellen zu sammeln, an denen Nachholbedarf herrscht.

Beim Sammeln von verbesserungswürdigen Bereichen in Oschatz und Umgebung gehe es ihm vor allem darum, zu schauen, wo man schon mit geringem Aufwand und ohne große Planungen, die sich zeitlich hinziehen, etwas bewirken kann, etwa im Bereich Beschilderung. Er selbst legte bereits Beispiele vor, etwa die Öffnung von Einbahnstraßen für Radfahrer entgegen der Autofahrtrichtung in der Innenstadt an der ein oder anderen Stelle. Ferner liege ihm eine Verbesserung für Radler entlang der Bahnhofstraße nach wie vor sehr stark am Herzen. Weiterhin führte er den Dresdener Berg und die Friedensstraße an, für die es jeweils nur in eine Richtung Radwege gebe. Verbesserungswürdig sei auch die Situation rund um den Kirchplatz, sowie an Promenade, hier besonders den Abzweig an der Klosterkirche in Richtung Altmarkt und Brüderstraße, wo es keine Anbindung gibt.

Ein negatives Beispiel, das erst jüngst zu Tage getreten ist, trugen Einwohner bereits an die Verwaltung heran. „In meiner Bürgersprechstunde gab es jetzt jede Menge Nutzer des fertiggestellten und frei gegebenen Mulde-Elbe-Radweges, die angesichts der neu aufgestellten Stopp-Schilder mit dem Kopf schütteln. Hier ist uns ein Fehler unterlaufen, die Schilder werden in den kommenden Tagen entfernt“, räumte das Stadtoberhaupt ein.

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