Gedanken zum Frauentag

Es ist für mich ganz selbstverständlich, dass viele Frauen heute mitten in der Gesellschaft stehen. Wenn ich mein Lebensumfeld, mit dem meiner 1911 geboren Oma vergleiche, haben wir Frauen doch einen deutlichen Satz nach vorn gemacht. Meine Oma hatte weder die Möglichkeit einem Verein anzugehören, noch ein politisches Amt auszuüben.

Sie war als Handwerkerfrau für Kind und Küche zuständig, während Opa seinen gesellschaftlichen Verpflichtungen nach ging.

Heute ist es möglich, dass ich als Frau Sportvereinsvorsitzende und Ortschaftsratsvorsitzende bin. Da mein Mann auch sehr aktiv ist, wird Hausarbeit und Familienfürsorge natürlich von uns gemeinsam erledigt.

Es ist etwas erreicht, aber noch viel mehr zu tun! Formal können Frauen heute alle Positionen und Funktionen besetzen. Aber gleichberechtigt angekommen sind sie dort nicht. Auch nach über einhundert Jahren Frauenbewegung gibt es in Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, beim Einkommen und im privaten Alltag keine umfassende Geschlechtergerechtigkeit. Nach Mondlandung, Internet und mobiler Kommunikation – nach 100 Jahren in denen alles schneller, vieles komfortabler und spektakulärer geworden ist – ist die gleiche Beteiligung von Mann und Frau nicht umgesetzt. Deshalb braucht es Eure Mitarbeit auch bei den GRÜNen! Deshalb lade ich gerade am 8. März Frauen und Mädchen ein aktiv zu werden.

Auf jeden Fall ist der Frauentag – ein guter Tag um allen zu danken, die sich in Sachsen für mehr Gleichberechtigung und demokratische Teilhabe aller einsetzen und die durch ihr persönliches Engagement Vorbild für andere Frauen sind!“

Barbara Scheller