David Pfennig ist Unternehmer. Seine inzwischen ca. 30-köpfige Baufirma und der Versandhandel für ökologische Dämmmaterialien sind kontinuierlich gewachsen. Als Jungunternehmer hat er sich im heiß umkämpften Baugewerbe behauptet. Nicht nur deshalb bekam er schon den Preis  ´Unternehmer des Jahres´ der Stadt Oschatz.

Wenn er etwas macht, dann richtig. Deshalb mündet sein ehrenamtliches Engagement als Stadtrat und im Bündnis für Demokratie, Menschenrechte und Toleranz auch in ganz konkreten Aktivitäten. Er hatte sich das Ziel gesetzt, Flüchtlinge in Arbeit zu bringen.  Allerdings hatte er wohl nicht im geringsten geahnt – wie bei vielen anderen Dingen – wie beschwerlich das sein würde. Deshalb wurde es auch ein Kampf – nicht gegen Windmühlen, denn er hat es ja geschafft. Aber gegen Behördenstrukturen, gegen Vorurteile, gegen die Zeit.

Adris Hasan, ein syrischer Jeside, arbeite jetzt seit 1/4 jahr bei ihm. Er ist ungeheuer dankbar, nicht mehr als Bittsteller dazustehen, sondern seine Familie allein versorgen zu können. Und auch die Kollegen können bestätigen, das er sehr willig und lernfähig ist und arbeiten kann.

David wird seine Erfahrungen weiter geben. Er bespricht mit dem Landratsamt, der IHK, dem Jobcenter, der Arbeitsagentur, was aus seiner Sicht notwendig ist, um auch andere Flüchtlinge aus der demütigenden Untätigkeit zu holen. Und er fordert von Unternehmern, das sie alle ihren Beitrag zur Integration leisten, d.h.  hoch motivierte, z.T. gut ausgebildete Flüchtlinge einstellen oder ihnen eine Chance zur Berufsentwicklung geben. Denn sie kommen nicht hier her, um Almosen zu empfangen, dazu haben sie nicht den weiten Weg auf sich genommen. Sie wollten einem Elend entrinnen und nicht in ein neues Elend der Untätigkeit und Sinnlosigkeit rutschen.