Der Obstbau hat in Sachsen eine sehr alte Tradition, ob mit den Klöstergärten, dem Borsdorfer Apfel oder lokalen Zentren wie um Sornzig, Borthen oder Rötha. Daraus entwickelten sich die heute leistungsfähigen Obstbaubetriebe wie z. B. die Obstland Dürrweitzschen  AG mit vielen, verschiedenartig strukturierten GmbH´s, viel Anlagevermögen für die Produktion und Lagerung und einer zentralen Vermarktungsstruktur für ganz Sachsen unter der Marke ´Sachsenobst´.  Thomas Arnold, Geschäftsführer der Sornziger Klosterobst GmbH gab diese Einführung bei einem kleinen Spaziergang in die blühende Landschaft – hier stimmt die Redewendung tatsächlich.  Neben ihm waren M. Erlecke, Vorstand und  W. Scheefe Prokurist  der Obstland Dürrweitzschen AG, G. Kalbitz, Vorsitzender des sächsischen  und Sachsen – Anhaltinischen Obstbauverbandes, Jan Kalbitz, Geschäftsführer der Bio –Obst GmbH Baderitz  und Bürger gekommen, um den Obstbau  zu erläutern und aktuelle  Probleme zu besprechen.

Es gibt große Unterschiede zur Landwirtschaft. Die Kulturen stehen bis zu 20 Jahre auf einer Fläche, d.h. Anbauentscheidungen werden für eine Generation getroffen, Landpachtverträge günstigstenfalls auch für diesen Zeitraum abgeschlossen, Lagerhaltung in entsprechenden Dimensionen ausgebaut usw. Auf dem ha Fläche arbeiten viel mehr Leute als in einer Agrargenossenschaft.  Die Arbeiten an den Kulturen und vor allem die Ernte sind von starken saisonalen Spitzenzeiten geprägt, die Erntearbeit an sich erfordert Ausdauer und ist bei Wind und Wetter unter freiem Himmel. Jahre mit hervorragenden Ernteergebnissen wechseln sich wetterbedingt mit Jahren ohne große Erntemengen ab.  Doch an all das sind die Obstbauern gewöhnt und können damit umgehen.

Da die Preise für Lebensmittel in Deutschland mit am niedrigsten von ganz Europa sind, hat sich eine Geringschätzung gegenüber den produzierten Lebensmitteln eingeschlichen. Billig ist Trumpf, Qualität, Geschmack und  Nährstoffgehalt sind zweitrangig. Das bekommen auch die Obstbauern zu spüren.   Regionalität ist durch die Hofläden der einzelnen GmbH´s gegeben, die vielleicht noch stärker in den Ballungszentren bekannt gemacht werden könnten.

Das auf 200 ha und damit der größten Anbaufläche in Deutschland  produzierte Bio-Obst wird in der betrieblichen Mosterei  hauptsächlich verarbeitet. Das Problem hier sei zum einen das die Käufer beim Einkauf trotzdem die bekannten Sorten vom Weltmarkt wie Jonagold oder sogar Pink Lady  haben wollen, obwohl es die RE-undPi -Sorten  mit Resistenzeigenschaften von sächsischen Züchtern gibt. Auch hier könnte die Politik hilfreich unterstützen.

Zum Zweiten ist  eine Teilumstellung im ökologischen Landbau nicht möglich, da ein Obstbaubetrieb aufgrund der spezifischen Gegebenheiten den Betrieb gar nicht auf einmal mit seiner ganzen Flächen umstellen kann. Hier sieht man für die Politik unbedingt Handlungsbedarf, um den Anteil an ökologisch produziertem Obst zu erhöhen.

Reine Erdbeerproduktionsbetriebe haben Probleme beim Greening. Auch Erdbeeren stehen 3 Jahre auf einer Fläche. Es müssen teure Ackerflächen dazu gepachtet und bearbeitet werden, um die EU – Vorgaben erfüllen zu können. Hier ist die Politik gefordert.

Gute Arbeit soll honoriert werden, so dass der Mindestlohn an sich gern gezahlt wird. Doch in Europa herrscht eine Überproduktion an Obst, Märkte aus Übersee drängen extra noch herein, z. B. Apfelsaftkonzentrat aus China. Um hier die heimische Stellung zu stärken, fehlt es an wissenschaftlicher Forschung  zur Entwicklung von  Vermarktungsstrategien ins Ausland, zu inhaltlichen Stoffen, von Sorten mit Lagerzeiten über den Sommer, um diese Lücke zu schließen.  Im Gegensatz dazu, so G. Kalbitz, , wird jede Schraube, die mit Fördermitteln vermitteln verwendet wurde, 3 mal kontrolliert. Er bezeichnet das als Vorverurteilung und alle Anwesenden nickten. Hier sollten Kapazitäten, z. B. für Forschung frei gesetzt werden. Damit war man auch bei der großen Politik – Tenor, nicht der Handel ist der Feind, sondern die Politik, die überall zu reglementierend eingreife.

Herr Franke, ein Obstbauer der alten Garde, warf die Problematik der Bodenfruchtbarkeit auf. Bei  den heutigen Produktionsstrukturen spiele die Erhaltung dieser gar keine Rolle und das ist eine Zeitbombe. Bodenbesitzer würden inzwischen lieber an Agrarunternehmen  verpachten, die bodenfruchtbarkeitserhaltende  Anbauweisen praktizieren. Das ist in ökologischen Betrieben gegeben.
Zum Abschluss empfahl sich die Obstlandregion noch touristisch mit einem kurzen Vortrag über die Geschichte des Kloster Sornzigs.  Es ist auch ein liebenswertes Stück  Sachsen!

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Am Samstag, dem 02.05.2015 wurden die Qualitäten der Stadt Oschatz bezüglich ihrer Radfreundlichkeit erkundet – vom Bahnhof in die Innenstadt und zu den Hauptverkehrsachsen nach Dresden, Leipzig und Wermsdorf.  Die Fachmänner Dr. Christoph Waack, Vorsitzender vom ADFC Leipzig und Stefan – Felix Winkler von der Rad AG Torgau konnten viele Hinweise geben, was gelungen und was verbesserungswürdig ist. Dazu hatten sich  der Landratskadidat für Linke/ Grüne Peter Hettlich, die OAZ mit Herrn Kunze, Herr Müller als radfahrender Bürger und Uta Schmidt als grüne Stadträtin gesellt.
Tenor – Höhen und Tiefen liegen oft eng beieinander ….. z. B.vom Bahnhof in die Innenstadt.

Der absolute Höhepunkt ist die verschließbare und trockene Unterstellmöglichkeit für Fahrräder am Bahnhof. So etwas sucht man sogar in Fahrrad´großstädten´.  Und sie könnte erweitert werden – es gibt ein Warteliste bei der Stadtverwaltung. Mit anderen Worten – auch in der Kleinstadt Oschatz ist der umweltfreundliche Trend zum Fahrrad angekommen.

Dann die Bahnhofstraße an sich: ein grundhafter Ausbau würde nicht nur Fahrradfahrer erfreuen. Es gibt zwar Alternativwege, aber Ortsfremde werden sie nicht finden. Auch jetzt schon wäre Platz für Fahrbahnmarkierungen, die Raum für Radfahrer schaffen. Und die Belegung der Straße als Kriterium für eine Genehmigung gibt es auf jeden Fall auch her.

Einbahnstraßen um das Zentrum könnten ab einer Fahrbahnbreite von 3,50 m für Fahrradfahrer in entgegengesetzer Richtung geöffnet werden. Laut Dr. Waack ist es ein Trugschluss, dass es zu mehr Unfällen kommt – der entgegenkommende Radfahrer wird gesehen und Paragraph 1 der StVO wirkt ….

Manchmal müssten nur kleine Schilder unter vorhandenen Verkehrsschildern angebracht werden, um eine Lücke für den Radverkehr zu schließen.

Doch genau dafür war man vor Ort unterwegs, um solche Kleinigkeiten in einer ersten Befahrung aufzudecken.  Und da sich der Oberbürgermeister, Herr Kretschmar  dankenswerterweise zwischen 2 Terminen die Zeit nahm, um Fragen zu diskutieren und Möglichkeiten einer weiteren Zusammenarbeit auszuloten, wird es sicher nächste Schritte geben. Aber dafür sind ja auch die Grünen im Stadtrat  – und ein Landratskadidat –  da.

Heute startet 18 Uhr eine Singaktion auf der Autobahnbrücke bei Mutzschen. Kreissprecherin Barbara Scheller in Mutzschen dabei sein. „Ich bin gespannt, ob wir es schaffen so laut zu singen“ dass man uns auf der Autobahn hören kann “ ,  sagt barbara Scheller schmunzelnd.  Es ist schon ärgerlich, dass nach der von der EU veranlassten Lärmkartierung, die Lärmquellen und deren Auswirkungen auf die Gesundheit zwar bekannt sind, aber nichts zur Lärmbekämpfung passiert.a14

Wir Grünen laden ein , diese Aktion anläßlich des Tages des Lärms, die von den Anwohnern der Autobahn ausgeht zu unterstützen.

Am Mittwoch, den 29.4. rufen europaweit viele lokale Iniativen zu Aktionen am „Tag gegen Lärm“ auf. So auch in der „Lärmhauptstadt Mitteldeutschland“ Schkeuditz. Nicht nur der Flughafen Leipzig/Halle mit seiner Nachtflugerlaubnis, sondern auch die Autobahnen A9 und A14, die Bundesstraßen B6/B181/B186 und die Eisenbahnlinie Leipzig-Halle machen das Leben der Anwohner in Schkeuditz immer unerträglicher. Die IG Nachtflugverbot, ein Zusammenschluß vieler Akteure gegen den Hauptlärmverursacher Flughafen, unterstützt durch die Bürgerinitiative GEGENlärm aus Schkeuditz und grüner Kommunalpolitiker rufen zur Demonstration um 17 Uhr, Marktplatz in Schkeuditz auf! Kommt zahlreich und zeigt den Landespolitikern, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Nach einigen kurzen Redebeiträgen, u.a. von unserem Landratskandidaten Peter Hettlich, werden wir gemeinsam zur DHL, an die B6 und Bahnlinie laufen.

Stammtisch zu den Erfahrungen mit der sächsischen Demokratie am Beispiel Flughafenlärm

Eine Dutzend Unbeugsamer hatte den Weg zum Stammtisch in die Alte Börse in Schkeuditz gefunden. Sie alle konnten vom jahrelangen Kampf gegen die Behörden, gegen Politik- und Konzerninteressen im Bezug auf Fluglärm in und um Schkeuditz berichten.
Die große Masse der betroffenen Menschen hat leider den Kampf dagegen schon aufgegeben. Zu aufwendig die Anträge, die auszufüllen sind, um z. B. passive Lärmschutzmaßnahmen wie Schallschutzfenster zu bekommen. Dazu kommt die Vorgabe der einzubauenden Firma, die nach einer europaweit erfolgten Ausschreibung oft keine sächsische ist – obwohl sie mit sächsischen Steuermitteln bezahlt wird. Die Qualität der Fenster wird vom Flughafen vorgegeben. Selbst das Zimmer, in dem es eingebaut wird, legt das beauftragte Planungsbüro fest, meist nur ein Fenster pro Wohnhaus.
Richtig wütend werden die Anwohner, wenn der Verantwortliche der Mitteldeutschen Flughafengesellschaft AG sagt: „ Fluglärm ist nicht gesundheitsschädigend.“ Neueste DIN – Vorschriften werden ignoriert.
Obwohl beim Lärm die Lärmempfindungskurve exponentiell verläuft, wird bei Messungen ein Mittelwert gebildet, welcher dann als Grundlage für Schallschutzmaßnahmen dient. Damit wird ganz klar die höhere Gesundheitsgefährdung bei zunehmendem Lärm heraus´gemittelt´.
Die Liste ist unendlich fortsetzbar.
Es gibt eine ´Machtzentrale Flughafen´, die sich nicht für die Gesundheit der dort ansässigen sächsischen Bürger interessiert. Von Lebensqualität und sinkenden Grundstückswerten ganz zu schweigen.
In manchen, sehr eng begrenzten Gebieten, kommt noch Gestank von Kerosin dazu. Die Messgeräte für eine Schadstoffmessung wurden auf der Ostseite der Wohnbebauung aufgestellt – also hinter den Häusern. Man weiß inzwischen, dass der Bleigehalt der Luft über den Flughafengebieten viel höher ist.
An diesen vielen, fortsetzbaren Beispielen wird klar, dass der mündige Bürger müde wird, wenn um die selbstverständlichsten Rechte gekämpft werden muss, oder die Demokratie an sich anzweifelt.
Claudia Maicher, MdL für die Grünen in Sachsen, konnte einige Beispiele aus der eigenen Praxis benennen, wo demokratischen Spielregeln ausgehebelt werden. Doch die Grünen werden nicht müde, für echte Demokratie einzutreten – so z. B. bei den erneuten Anträgen zur Absenkung der Stimmenzahl für Bürgerbegehren oder auch, dass der Landtag mit einfacher 1/3 – Mehrheit Bürgerentscheide zu Themen beschließen kann.
Themen wie die abgeschaffte Baumschutzsatzung oder die vom jetzigen Landtag geplante Rentenregelung für Abgeordnete sorgen ebenso für Unverständnis. In welchem Verhältnis zum Wählervolk steht es, wenn Abgeordnete, die 17 Jahre im Parlament sind, danach abschlagsfrei mit 60 Jahren in Rente gehen können? Die Grünen fordern z. B. eine absolute Transparenz bei den Nebeneinkünften. Doch davon sind die aktuell regierenden Parteien noch weit entfernt.

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Aufmerksame Bürger von Mügeln haben entdeckt, dass der Bauschutt eines gesprengten Schornsteins, der bisher auf einem Firmengrundstück gelagert war, am vergangenen Wochenende in dem Bereich der Döllnitzaue westlich von Mügeln verkippt wurde.

Mit der Frage, „Gehört Bauschutt in die Landschaft? „ wanden Mügelner Bürger sich an die Grünen. Die bündnisgrüne Kreissprecherin Barbara Scheller, fragte für die Bürger beim Landratsamt telefonisch nach. Im Landratsamt ist der Sachverhalt bekannt und die Behörde befasst sich damit. Bleibt für die Bürger zu hoffen, dass die Landkreisverwaltung die Mügelner über das Ergebnis seiner Bemühungen informiert und der Bauschutt nicht in der Döllnitzaue liegen bleibt.

Barbara Scheller ist optimistisch, dass das Landratsamt in diesem Fall für Ordnung sorgt.

Es gibt keinen Grund Bauschutt in der Landschaft zu verkippen, denn Bauschutt kann erstens recycelt werden oder zweitens ordnungsgemäß auf einer Deponie entsorgt werden.

„Zum Glück gibt es immer Bürger, die genau hinschauen und nachfragen“ betont Barbara Scheller.

 

 

Naxchtrag: Die Oschatzer Allgemeine  OAZ  veröffentlicht  am 21.3. 2015 .zum Thema:

Bauschutt in der Döllnitzaue: Behörde aktiv

Vier Fachämter am Verfahren beteiligt

Von Heinz Großnick
Mügeln. Der Bauschutt eines gesprengten Schornsteines der Firma Tenhagen ist in Mügeln in die Döllnitzaue westlich von Mügeln gekippt worden. Anwohner hatten deshalb Alarm geschlagen und Mügelns Bürgermeister Johannes Ecke informiert. Das Stadtoberhaupt schaltete daraufhin das Landratsamt Nordsachsen ein (wir berichteten). Mittlerweile ist die Kreisbehörde tätig geworden. „In Bezug auf die Ablagerung von Bauschutt in die Döllnitzaue in Mügeln hat das Umweltamt des Landkreises Nordsachsen ein entsprechendes Verwaltungsverfahren eingeleitet“, erläutert Antje Brumm, Amtsleiterin des Umweltamtes im Landratsamt Nordsachsen. „Mitarbeiter aus den Fachämtern Wasser, Naturschutz, Boden und Abfall haben den Sachverhalt vor Ort aufgenommen und dokumentiert. Das weitere Vorgehen zur Beräumung der Ablagerung wird derzeit abgestimmt“, informierte die Amtsleiterin weiter. Bei dem Gelände handelt es sich um ein Naturschutzgebiet, in dem unter anderem die Zauneidechse, eine geschützte Tierart, ihren Lebensraum hat.
Das Unternehmen handelte illegal, denn der Stadtverwaltung Mügeln liegt weder ein Antrag noch eine Genehmigung zum Verkippen des Bauschuttes vor.
Barbara Scheller, Kreissprecherin von Bündnis 90/Die Grünen, hofft indes, dass die Bürger weiter über den aktuellen Stand informiert werden und der Schutt so schnell wie möglich verschwindet.

Gute Atmosphäre, gute Stimmung, im voll besetzten  Delitzscher“Café am Markt“.
Rechtsanwalt Jürgen Kasek,der Landesvorstandssprecher bei den Grünen in Sachsen ist, überzeugte mit seinem Auftretendie Delitzscher. Mit seinen Erfahrungen aus der aktiven Mitarbeit in Bürgerinitiativen und BUND kamen seine Hinweise und Tipps gut an. Er stärkte die BI GRÜNES DELITZSCH in Ihren
Bemühungen um die Nachpflanzung von Bäumen aber auch der Forderung nach einer klaren
Abgrenzung zum Schutz für Radfahrer mit durchgängiger Begrenzungslinie in der Bitterfelder
Straße. Es ist wichtig für einen sicheren Radweg. Auch betreffs der Rechte aus dem Sächsischem
Umweltinformationsgesetz, möglicher Demos oder Flugblattaktionen gab er viele praktische
Hinweise. Nach zwei Stunden endete ein rundum gelungenes Bürgergespräch.

Delitzsch im Februar 2015

Quelle: PM Bürgerinitiative Grünes Delitzsch

Hier der Bericht vom Besuch vom niedersächsischen Landwirtschaftsminister Christian Meyer:
Niedersachsens Landwirtschaftsminister sagt wie´s geht (gehen könnte)

Rund 40 Gäste hörten von Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer, was man auf Landesebene für mehr artgerechte Tierhaltung tun kann.
Angefangen bei der „Ringelschwanzprämie“ für Schweinehalter, die ihren Tieren nicht die Schwänze abschneiden bis hin zu Prämien für Blühstreifen, die u.a. den Bienen Nahrung bieten. Meyer zahlt den Landwirten Prämien für Leistungen, die von der Gesellschaft gewünscht werden – getreu dem grünen Motto: „Öffentliches Geld für öffentliche Leistungen“.
Gleichzeitig verstärkt der grüne Landwirtschaftsminister die Kontrollen großer Massentierhaltungsanlagen.

Landwirtschaftsminister Christian Meyer und Wolframm Günther, Anwalt für Umweltrecht und Listenkandidat für die Landtagswahl 2014

Landwirtschaftsminister Christian Meyer und Wolframm Günther, Anwalt für Umweltrecht und Listenkandidat für die Landtagswahl 2014

Auch Antibiotikaeinsatz und die Ausbringung der Gülle wird künftig besser erfaßt. Allein dafür wird es in Niedersachsen künftig mehr als 20 zusätzliche Kontrolleure geben, die den Steuerzahler jedoch nicht auf der Tasche liegen. Bezahlt werden sie von den Inhabern der landwirtschaftlichen Betriebe. Je größer der Betrieb, desto höher die Gebühr.
In Zusammenarbeit mit den sechs anderen GRÜNEN Agrarministern wird versucht, die Landwirtschaftpolitik im Bund Stück für Stück neu auszurichten. So erreichten sie bereits, dass mehr Geld für die Förderung der ländlichen Räume verwendet werden kann. Dieses Geld haben die Landwirtschaftsminister relativ frei zur Verfügung, um eigene Schwerpunkte zu setzen. In Sachsen sind es leider noch zu oft die falschen…

(Markus Horn)

Natürlich waren auch wir Bündnisgrüne unter den Gratulanten für David Pfennig, der anlässlich des 10 jährigen Geschäftsjubiläums seiner Firma Pfennig-Bau einlud. Wir Grünen können es nicht hoch genug schätzen, dass David neben seiner Hohen Verantwortung, die er in seinem Bauunternehmen trägt, noch viel Zeit Kraft für die Stadt Oschatz aufbringt.

Mit vielen Ideen und grünem, sozialen und wirtschaftlichem Engagement ist er ein Stadtrat, der seit vielen Jahren in Oschatz schon Einiges bewegt und viele Mitstreiter, auch parteiübergreifend begeistert hat. Zum Beispiel für Projekte wie: die Unterstützung des Jugend – und Umweltzentums E-Werk Oschatz, die Belebung der Industriebrache Filzfabrik, die Gründung der Oschatzer Gilde, den Rückkauf des Oschatzer Stromversorgungsnetzes durch die Stadt.

Europakandidatin Maria Heubuch gratuliert David Pfennig

Europakandidatin Maria Heubuch gratuliert David Pfennig

Fleisch oder kein Fleisch  –   Fleisch oder Industrieprodukt

Schmannewitz am 1.Mai 2014: Die Grünen zeigen den Film „Nie wieder Fleisch“ . gekommen sind Bürger, die von einer geplanten Sauenzuchtanlage betroffen sind. Bürger, die der Massentierhaltung kritisch gegenüber stehen und die Grünen vom Kreisverband Nordsachsen. Unter ihnen auch Maria Heubuch, konventionelle Bäuerin aus dem Allgäu und Europakandidatin der Grünen.

Der Film läuft. Es ist sehr still im Raum, eine junge Frau kämpft mit den Tränen. Im Film wird nicht nur über das Tierleid berichtet, dass von Industrieller Tierhaltung ausgeht, sondern es werden auch die Konsequenzen in Nordamerika und Afrika beleuchtet. Neben der Futterproduktion in Südamerika, die dort Landschaft zerstört und die Armut verstärkt, wird im Film über die Zerstörung der traditionellen Landwirtschaft in Afrika durch die Einführung billiger „Fleischreste“ aus Europa berichtet.

Scheinbar „profitieren“ wir davon. Wir können preiswertes Fleisch im Supermarkt kaufen. Der wirkliche Preis ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Allein die 15 000 Menschen die jährlich in Deutschland an multiresistenten Keimen sterben müssen, lassen den Wirklichen Preis erahnen … Jeder sollte aus dem Geschehen seine persönliche Konsequenz ziehen. Kein Fleisch mehr essen, das schaffen wohl die Wenigsten. Aber Jeder sollte genau schauen, was er isst.

Nach dem Film kommen die Anwesenden ins Gespräch. Was sie tun können, wenn wieder und wieder neue Tierfabriken hier in der Nähe errichtet werden?

Maria Heubuch berichtet über Ihre Erfahrungen und von dem Druck der über Lobbyisten auf

allen politischen Ebenen ausgeübt wird. „Wachsen oder Weichen“ diesem Druck sind die Landwirte seit vielen Jahren ausgesetzt. Der Bauernverband ist aus ihrer Sicht schon viele Jahre von Lobbyisten gesteuert und vertritt die Bauerninteressen schon lange nicht mehr.

In der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) versuchen Bauern gegen die industrielle Tierproduktion anzukämpfen. Es geht dabei nicht um den Fortbestand des Bauernstandes sondern um den Erhalt der Lebensgrundlagen aller Menschen. Luft, Wasser und Boden dürfen nicht zerstört werden. Das hat sich auch die AbL auf die Fahnen geschrieben.

Bürger sollten alle Möglichkeiten nutzen ihren Protest zum Ausdruck zu bringen. Wer oft und laut genug ruft, kann von den Politikern der regierenden Parteien nicht überhört werden.

Landwirtschaftsfragen sind immer Fragen des gesunden Lebens. Mit diesem Thema kann man in der Öffentlichkeit viel erreichen.

Vor Ort scheint es oft aussichtslos sich gegen die Genehmigung neuer Tierfabriken zu wehren. Der gesetzlich vorgeschriebene Tierschutz wird eingehalten, die behördlichen Auflagen erfüllt. … Trotzdem ist es gut, wenn an die Öffentlichkeit kommt, was passiert.

Europa und auch Sachsen haben eine Überproduktion an Fleisch. Wir brauchen die Tierindustrieanlagen nicht, um die Ernährung zu sichern. In Sachsen wird die Errichtung von Tierfabriken weiterhin gefördert. Diese Politik, die auch vom Umweltminister Frank Kupfer getragen wird, ist zum Schaden des Landes.

Es ist an der Zeit, dass die Verantwortlichen dafür abgewählt werden.

Für Europa und für den Landkreis Nordsachsen kann man am 25.Mai GRÜN wählen. Die Grünen haben sich ganz klar für eine Landwirtschaft als Kreislaufwirtschaft ohne industrielle Tierhaltung ausgesprochen.