Trotzdem die Sonne lachte, fanden sich über 120 Besucher ein. Wenn Landwirte und andere Interessierte dieser Veranstaltung einen so hohen Stellenwert einräumen, dann hat das seine Gründe. Und noch diese Info vorab: der nächste Termin ist der 5.11.2020, u.a. zu dem Themen Mikroplastik im Boden und Auswirkungen von 5G auf den Boden.

Herr Einsiedel als Hauptorganisator nannte ein paar konkrete Zahlen zum Ökolandbau in Deutschland:   2019 wurde ein Umsatz von 11,2 Mrd. € im Biobereich erzielt, vor allem der Zuwachs über Discounter ist riesig. Wenn nun noch die Leistungen der Biobauern bzgl. der Gesunderhaltung unseres Ökosystems belohnt würden, wäre der Branche viel geholfen und noch mehr Landwirte würden einen Umstieg wagen. Auf jeden Fall ist es den Grünen gelungen, den Ökolandbau im Koalitionsvertrag Sachsens sehr stark zu verankern. Man darf auf die Effekte gespannt sein.

Wieder ließ Herr Einsiedel eine Vielzahl von renommierten Referenten zu verschiedensten Themen zu Wort kommen. Alle Präsentationen sind unter www.naturland.de  Reiter ´themenübergreifende Fachveranstaltungen´ in einigen Tagen einsehbar.

Am Anfang stand Herr Prof. Dr. Hülsbergen von der TU München, der zu den betrieblichen und überbetrieblichen Stoffkreisläufen referierte.
Um einen weiteren Verlust von Nährstoffen im Boden zu verhindern, müssen die Stoffkreisläufe unbedingt geschlossen werden.       Er untersuchte diese These anhand von Stickstoff und Phosphor und stellte mehrere Varianten von Stoffkreisläufen anhand von ganz konkreten Zahlen vor. Auch wurden neuere Tendenzen mit Gärresten aus Biogasanlagen untersucht.

Die ´ausgelagerten´ Nährstoffe aus den Großstädten müssen wieder zurück gewonnen werden, da sich dieser Trend immer mehr verstärkt. Im Moment ist das nur über Kompost und Klärwerke denkbar. Doch gerade hier liegt eine Quelle für Mikroplastik im Boden (Anmerkung d. Verf.)

Ebenso ist der Einfluss von bestimmten Pflanzen bzlg. ihrer Wurzelmasse und ihrer Fähigkeit zur  Nährstoffmobilisierung aus tieferen Bodenschichten mehr einzubeziehen.       Dazu wurden Klee-Grasgemische mit ganz bestimmten Pflanzenarten untersucht.

Prof. Dr. Hülsbergen benannte als wichtigste Grundlage eine entsprechende Betriebsstruktur, die die Rückführung von Nährstoffen sowie Bildung von Humus ermöglicht. Gerade im Ökolandbau ist eine ausgeglichene Nährstoffbilanz notwendig, was den Landwirten über Stalldunggaben bzw. entsprechende Fruchtfolgen gelingt.

Es gibt aber auch Entwicklungen web-basierter Nährstoffmanagementsysteme: das so genannte WebMan- System. Mit diesem Entscheidungsunterstützungssystem soll die Nährstoffbilanz dem Landwirt in seinem Betrieb tagaktuell zur Verfügung stehen. Herr Prof. Schmidtke vom Lehrstuhl für Ökologie an der HTWK in Dresden, ist hier federführend.

Es gibt dazu ein Netzwerk von Pilotbetrieben. Allerdings sind diese in den ostdeutschen Bundesländern sehr gering vertreten – in Sachsen 2 ökologisch und 2 konventionell wirtschaftende Betriebe, in Thüringen gar kein Betrieb, in ähnlich geringen Größenordnungen in allen anderen.

Geht man von einem fallenden Anteil von Humus und damit auch gebundenem Kohlenstoff im Boden aus, wird der Klimawandel noch verstärkt. Ökologisch wirtschaftende Betriebe haben hier auf jeden Fall eine ausgeglichenere Bilanz.

Zu Sachsen wusste Prof. Hülsenberger noch anzumerken, dass der Tierbesatz je ha sehr unterschiedlich verteilt ist und mitunter eine recht einseitige Fruchtfolge praktiziert wird.       Durch beides kann es zu Problemen mit der Phosphorversorgung kommen, was sich besonders bei der Umstellung auf Ökolandbau auswirken könnte.

Dr. habil. H. Spieß von der Landbauschule Dotterfeldhof stellte verschiedene Versuche seiner Einrichtung vor. Er zeigte z. B. Strategien des Biolandbaus zum Klimawandel auf. Allererstes Ziel muss es sein, klimaneutral zu wirtschaften. Dazu zählen einmal die Humusbildung im Boden einschließlich des Anbaus von Humusbildung begünstigenden Pflanzen. Er riet, das Naturgesetz der ´Vielfalt´ zu kopieren, welches zu einer Stabilität, zu Gesundheit und Resilienz insgesamt führt.

Außerdem sprach er über den Einfluss von Kali und Kompost und verschiedenen Zuführungsvarianten. Immer wirkten sich Kompostgaben positiv auf den Humusgehalt im Boden und damit auch auf die Nährstoffverfügbarkeit insgesamt aus.

Weitere Versuche in dem Landgut drehen sich um spezielle Wiesensaatmischungen mit Kräutern für mehr Tiergesundheit. Die Kräuter werden in extra Reihen ausgesät, damit sie nicht im Gras-Kleegemisch untergehen.

In der Landbauschule werden Sorten gesammelt und als geeignete Liniensorten erhalten. Vor 150 Jahren waren Sorten maximal Populationen, heute versammelt man 300 verschiedene Genotypen von Winterweizen in der Einrichtung und kann diese gezielt zu bestimmten Aspekten untersuchen – allen voran im Moment zu Trockenheitsresistenz. Gentechnik kann das nicht mit dem Austausch eines Gens erreichen, da diese Eigenschaft auf viele Gene verteilt ist. Insofern sind diese Bestrebungen zielführender.

Eine hoffungsvolle Initiative von Bioherstellern und Biomärkten, das ´Bündnis für enkeltaugliche Landwirtschaft´ stellten Kati Partzsch und Malte Reupert, Geschäftsführer Biomare Leipzig, vor.
Es geht u.a. darum, Forschungslücken zu füllen, zu informieren und ins Gespräch mit anderen Landwirten sowie allen, die an der Landwirtschaft beteiligt sind, zu kommen und auch den Druck für eine pestizidfreie Landwirtschaft auf die Politik zu erhöhen, indem man diese über die Forschungsergebnisse gezielt informiert.

Verschiedene Studien konnten schon beweisen – die Ackergifte sind präsenter als wir wahr haben wollen.

Die Studie Urinale konnte stichprobenartig Glyphosat m Urin verschiedensten Alters-u. Bevölkerungsgruppen nachweisen. Die Baumrindenstudie 2019 wies ebenso Glyphosat nach, obwohl dies nach wiss. Meinung gar nicht über Luft verfrachtet werden könne. Insgesamt fanden die Forscher bei letzterer Studie 106 Substanzen in unterschiedlichen Kombinationen. Selbst DDT, dessen Einsatz in Deutschland seit Jahrzehnten verboten ist, wurde am zweithäufigsten nachgewiesen. Eine kontaminationsfreie Landwirtschaft wird nach diesen Ergebnissen immer unwahrscheinlicher und es muss unbedingt gehandelt werden. Eine toxikologische Bewertung von möglichen Mehrfachbelastungen ist noch gar nicht erfolgt. In der heutigen Zeit sollte in eine Betriebsbilanz die Klima- u. Umweltwirkung des Handelns mit einfließen.

Man will international werden, mit den Forschungsergebnissen an die breite Öffentlichkeit gehen. Auf jeden Fall gibt es Möglichkeit, Mitglied oder Verbündeter zu werden.

Nicht nur für Tierhalter war der Vortrag von Fr. Dr. Gabriele Arndt von der Salut Vet GmbH zur Antibiotikaminimierung oder warum man Heilpflanzen in modernen Tierkonzepte integrieren sollte.

Bakterien, die mit Antibiotika bekämpft werden, können Resistenzen bilden. Verschiedene Pflanzen haben verschiedene antibakterielle Wirkung. Thymian ist dabei ihr persönlicher Favorit, da er eine stark keimtötende Wirkung hat. Es gibt verschiedene Präparate die die Tiergesundheit z. B. durch Anreicherung in der Stallluft oder als Futterzugabe erhöhen. Als Effekt kann weniger Antibiotika gegeben werden. Außerdem können hier keine Resistenzen entwickelt werden, es gibt keine Karenzzeiten und es ist eine Selbstmedikation möglich.

Das Thema Glyphosat ist nach wie vor nicht abgeschlossen und so referierte Fr. Prof. em. Dr. Monika Krüger vom Thaer-Institut der Uni Leipzig darüber, dass weltweit 750 Präparate in 45 Anwendungsbereichen Glyphosatreinsubstanz verwenden. Im Mittel sind dann 36 – 48% enthalten.

Glyphosat ist hitzestabil, d.h. wird auch beim Backvorgang nicht zerstört, und ist wasserlöslich. Es beeinflusst u.a. auch Algen und Bakterien, auch Bodenlebewesen und wirkt bei langlebigen Organismen, z. B. dem Menschen, chronisch.

Auch über Futtersojaimporte kommt das Glyphosat in die hiesigen Nahrungsmittelkreisläufe. Das geschieht durch die gentechnisch veränderten Sojasorten in Südamerika, die mit Glyphosat behandelt werden können ohne selber Schaden zu nehmen. Im Jahr 2016 waren das 6,3 Mio t Importe für Deutschland. Glyphosat beeinflusst die Magen-Darmflora von Menschen und Tieren und steigert die Empfindlichkeit. Es könnte hier einen Zusammenhang zu chronischen Erkrankungen geben. Fr. Prof. Dr. Krüger wusste zu berichten, dass der Nachweis von Glyphosat im Urin bei Kindern zwischen 0-9 und 10-20 am höchsten ist.

Für die Eindämmung von Beikräutern empfahl sie das System Ecorobotix aus der Schweiz, welches eine Reduzierung von Herbiciden um 95 % verspricht.

Österreich sollte unser Vorbild sein – dort ist Glyphosat verboten.

Günter Friedmann, Berufsimker mit einer Demeterimkerei in Steinheim-Küpfendorf, war schon öfter als Referent zu Gast. Leider musste er konstatieren, dass Imkerei noch schwieriger geworden ist. Die Mangelzeiten werden immer größer, vor allem ab dem Sommer.       Man kann von einer Einzugsfläche für Bienen von 10 x 10 km ausgehen. Hier muss genügend Nahrung zur Verfügung stehen.  Landwirte bekommen wenigstens noch Subventionen _ Imker nicht.

Da selbst im Honig Glyphosat nachgewiesen wird und die Aussterberate 1000x höher als normal ist, geben immer mehr Imker auf. Pollen von möglichst vielen Pflanzen ist existentiell für die Bienen, aber 50 verschiedene Wirkstoffe belasten auch den Pollen.       Nektar und Honig sind für die Flugenergie und den Wärmehaushalt im Winter wichtig. 2018 z. B. begann er im August mit dem Zufüttern im Stock. Aber im Spätherbst locken noch mal blühende Zwischenfrüchte – von den Landwirten gut gemeint aber zu spät gesät – aus dem Stock.  Früher wurden pro Volk 8 kg Zucker zugegeben, jetzt sind es teilweise 25 kg. Im Moment liegen die Verluste bei 35%. Außerdem muss man wöchentlich kontrollieren. Als Berufsimker wandert man ständig. Insgesamt ist dieser Lebenserwerb sehr anstrengend geworden.

Es sind die altbekannten Gründe – Herbizide lassen nicht mal kleinste Blühinseln übrig, weitere Insektizide und Herbizide schwächen die Insektenfauna, Anbau von blütenlosen Monokulturen vor allem für Silagefütterung und Biogasanlagen. Im Moment blühen die Christbaumplantagen am ertragreichsten. Auch Ökolandbau in Verbindung mit Silagewirtschaft ist für Imker nicht ideal.

Blühstreifen sind schön und ziehen die ausgehungerten Insekten in Scharen an, aber die Abdrift von unmittelbar daran angrenzenden Feldbehandlungen vernichtet noch intensiver die Lebewesen.

Landwirtschaft muss ganzheitlich gedacht werden! Wir haben die Grenzen der Nachhaltigkeit erreicht – ein Schlusswort., welches keines Kommentars weiter bedarf.

Collm-Region skeptisch zur 5 G-Technologie…

Diskussion dreht sich vor allem um gesundheitliche Beeinträchtigungen…

Von Hagen Rösner…

Oschatz. Mit gut 50 Besuchern im E-Werk war die Diskussionsrunde um die neue Funktechnik 5 G zu Wochenbeginn die am besten besuchte Infoveranstaltung, welche die Grünen in letzter Zeit veranstaltet haben. Der Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen Daniel Gerber, Katja Henschler, Referentin für Digitales bei der Landesverbraucherzentrale und Holger Schilke, Geschäftsführer vom Planungsbüro PlaNET versuchten Aufklärung zu schaffen. Ob dies gelang, bleibt letztlich fraglich. In einem Vortrag fasste Daniel Gerber die technischen Fakten um 5 G zusammen. Doch die technischen Fakten waren weniger der Grund, warum sich so viele Gäste im E-Werk eingefunden hatten.

Viel mehr ging es darum, über die gesundheitlichen Auswirkungen zu streiten. Und so musste sich das Podiumsgespann Gerber/Henschler/Schilke so manche Anfeindung gefallen lassen. Bis es dem Oschatzer Grünen-Stadtrat David Pfennig reichte. „Wir sind heute hier, um wenigstens etwas Transparenz zu schaffen. Und wenn wir es richtig betrachten, dann sitzen dort vorn nicht die richtigen Leute. Hier müssten Vertreter der Telekom oder sachverständige Mediziner sitzen“, so Pfennig.

Wie gefährlich die hochfrequente Funkstrahlung der 5 G-Technologie ist, konnte in der Runde nur vermutet werden. Aber dass die einzige gesundheitliche Auswirkung eine Temperaturerhöhung ist, wollten die meisten nicht glauben. Vielmehr gibt es begründete Befürchtungen, dass die Strahlung zu mutagenen Folgen führt, also Gene und Zellen verändern kann. Befriedigende Informationen dazu zu finden, scheint schwierig zu sein, es gibt Studien und Gegenstudien. „Da lohnt sich auch mal ein Blick in die militärische Forschung“, empfiehlt Christian Mehner. Diese hochfrequente Strahlung scheint in Militärkreisen gerade wegen seiner gesundheitlichen Auswirkung interessant zu sein. Warum David Pfennig beim Thema 5 G hellhörig wurde, begründet er so: „Ich nutze Handy-Technik und finde es auch soweit gut, aber als es uns nicht gelungen ist, in Vorbereitung auf diese Veranstaltungen jemanden von der Telekom zu gewinnen. Da bin ich stutzig geworden.“

Einen Konsens gab es bei der Runde im Oschatzer E-Werk nicht, konnte es unter diesen Umständen nicht geben, da die Fachleute von den Funknetzbetreibern fehlten.

 

Mit einer ergreifenden Rede von Robert Habeck wurde am Freitag in Bielefeld die 44. Bundesdelegiertenkonferenz eröffnet. Unser Kreisverband hatte mich als Delegierter gewählt und stolz darauf, fuhr ich nach Bielefeld, so wie 800 Andere aus allen Landesverbänden.

Neben den Bundesvorstandswahlen, standen die Themen Wohnen, Klima und Wirtschaft auf der langen Tagesordnung über insgesamt 22 Stunden Debatte in der Kongresshalle Bielefeld.

Mit dem Antrag Wohnen haben wir nun eine progressive Antwort auf die steigenden Probleme aller Mieter, insbesondere in den Ballungszentren. Hier einige Beispiele aus dem Beschlusstext:

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…..zukunftsfähige Agrarpolitik ist Politik für Bäuerinnen,Bauern, Boden, Wasser und Vielfalt

…Programm
8:45 Uhr Einlass + Musik
9:00 Uhr Begrüßung durch die AbL-Mitteldeutschland
9:10 Uhr allgemeine Vorstellungsrunde
9:30 Uhr Dietmar Näser, Grüne Brücke Neustadt/Sachsen Bodenfruchtbarkeit – der Schlüssel für eine regenerative und zukunftsfähige Landwirtschaft
10:15 Uhr Prof. Alois Heißenhuber, Agrarökonom, TU München Gemeinwohlleistungen der Landwirtschaft, Aspekte für eine neue Agrarpolitik
11:15 Uhr Sächsisches Bauernfrühstück
11:30 Uhr Fish-Bowl-Diskussion: Agrarpolitik in Sachsen – Quo vadis? Prof. Dr. Alois Heißenhuber, Dietmar Näser, Dr. Anna Kosubek, zwei Landwirt*innen der ABL,
Minister SMUL (eingeladen) + ein freier Platz

13:00 Uhr Mittagessen – frisch gekocht mit Zutaten aus bäuerlicher Landwirtschaft   14:00 Uhr Dr. Anna Kosubek, Biologin, Pflanzenschutz mit Nützlingsförderung – ein Gewinn für Bauern und Imker   14:45 Uhr Vorstellung regionaler Initiativen

anschließend Sächsischer Bauernkaffee und Ende der Veranstaltung

Dies ist eine öffentliche Veranstaltung – alle Gäste und Interessierten sind herzlich willkommen! Teilnahmegebühr: 15-25 € für Vorträge und Verpflegung nach Selbsteinschätzung (fast alle Zutaten aus regionalen Köstlichkeiten von AbL-Höfen).

Zur besseren Planung bitten wir um Anmeldung unter: landbau.braun@gmx.de Weitere Informationen zur Veranstaltung finden sie unter abl-mitteldeutschland.de

Veranstaltungsort: Klostergut Sornzig Klosterstraße 16, 04769 Mügeln

Der 60. Fortbildungskurs, seit 30 Jahren von Roland Einsiedel organisiert und dieses mal von rekordverdächtigen 230 Gästen angenommen, drehte sich um die Themen Klima, Veränderungen in der natürlichen Umwelt und ökologische Landwirtschaft.

Neben den Grußworten, u.a. von Wolfram Günther, und Danksagungen an den unermüdlichen Herrn Einsiedel, der auch schon wieder zu den nächsten Terminen am 5.03.2020 und 5.11.2020 einlud, waren es vor allem die Referenten, die dieses Thema von allen Seiten beleuchteten.

Herr Prof. Dr. Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND Deutschland, hielt seine letzte öffentliche Rede. Er zeigte anschaulich, dass der Planet in mehreren Bereichen, z. B. genetische Vielfalt, Biogeochemie der Flüsse und Klimawandel an seiner Belastungsgrenze ist und fragte, warum nicht gehandelt wird.

Wir haben neben dem Klimawandel auch in der Biodiversität eine menschengemachte Krise. Besonders wirksam werden diese in der Land – und Forstwirtschaft. Er betrachtet den ökologischen Landbau als die zentrale Antwort auf die Klimakrise. Denn hier erfolgt eine effektive Bindung von CO ² im Boden.

Aber warum wird das nicht erkannt und umgesetzt?
Es fehlt an einem entsprechenden Leitbild. Nach wie vor stehen Konzentration und Leistungserhöhung mit industrieller Produktion als Grundprinzipien vorn an. Diese führen uns über die Auslagerung von Prozessen immer weiter von der Kreislaufwirtschaft weg und die Landwirte immer tiefer in Abhängigkeiten hinein.

Vor allem die Futtermittelindustrie ist eine globalisierte Erscheinung, die den Landwirten zusammen mit Hochleistungszüchtungen, z. B. bei der Milchkuh, und mit immer größeren Mengen an importiertem Kraftfutter für die versprochenen Leistungen abhängig macht. In der Gesellschaft wird diese Entwicklung kaum diskutiert.

Die Bauern sehen aufgrund der jahrzehntelang propagierten, aber falschen Weichenstellungen keinen Ausweg mehr. Am Ende dieser Entwicklung wird mehr an der Landwirtschaft als mit der Landwirtschaft verdient – mit gravierenden Folgen für die Bauern.

Ein Anfang ist die Verpflichtung, in öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäuser, Schulen, Kindereinrichtungen, Kantinen, gesunde, schmackhafte Lebensmittel aus biologischer Produktion anzubieten.

Er appelierte an die Politik, Ziele, die angekündigt werden, einzuhalten, auch nicht zu verwässern – sonst nimmt die Demokratie Schaden. Und eine sozialere Ausrichtung, so dass gesunde Lebensmittel für alle bezahlbar sind. In diesem Sinne sollten Umwelt – u. Sozialbewegungen zusammen arbeiten.

B. Geier, Bioaktivist und Journalist, zeigte, dass es weltweit eine Bewegung hin zu Klima – und Artenschutz mit einer umweltverträglichen Landwirtschaft gibt. Als Beispiel nannte er den indischen Bundestaat Sikkim, dessen Regierung biologische Landwirtschaft per Gesetz für ihr Land beschlossen hat.

Die Akzeptanz für Pestizide schwindet weltweit rapide. Doch für ein Umschwenken, bei dem die Landwirte mitgenommen werden, brauchen wir eine Initiative ´Rettet die Bienen und die Bauern´. Fördern statt fordern kann ein Weg sein. Am Ende wird jedoch immer der Käufer entscheiden, wo die Entwicklung hingeht.

Prof. i.R. Dr. A. Haiger machte noch einmal bewusst, wie gefährlich in einer labilen Welt die Abhängikeit der Landwirtschaft und damit der Ernährungsgrundlage der einheimischen Bevölkerung von globalen Warenströmen, z. B. bei Futtermitteln, Benzin usw. ist. Eine krisenfeste Landwirtschaft ist nur aufbaubar, wenn wir wie in der ökologischen Landwirtschaft auf Dünger, Futtermittelimporte, Pflanzenschutzmittel verzichten und zu hohen Fleischkonsum reduzieren. Doch im Moment ist der Focus nach wie vor auf Spezialisierung, Intensivierung und Massentierhaltung gelegt.

Schon 10 – 15 % geändertes Kaufverhalten reicht, um neue Tendenzen am Markt zu setzen. Langfristig ist nur ökonomisch, was ökologsich ist. In der Natur ist alles mit allem verbunden und nichts überlebt in dem System, was nicht einen Nutzen hat – so einige kluge Sätze von ihm. 1 Tankfüllung bei einem SUV verbraucht 350 kg Mais – welcher Brot für 1 Jahr und 1 Person wäre.

Er plädierte vor allem für eine Grünlandhaltung, denn das Grünlandsystem ist völlig autochton und ergibt eine Vielzahl von Lebensmitteln. Für ihn haben Kuh und Gras Zukunft. Grünland speichert CO² und verhindert Erosion.

Prof. Dr. U. Niggli wies noch einmal darauf hin, dass die Ertragsunterschiede zwischen konventioneller und ökologischer Landwirtschaft schon signifikant sind. Sein Institut forscht an Mitteln und Wegen, diese Unterschiede zu verringern. Und wenn wir den Fleischkonsum und das Wegwerfen von Lebensmitteln verringern, wird die Versorgungssicherheit für die Zukunft noch steigen.

Sollte sich das Klimaerwärmungsszenario jedoch einstellen, wird es auch für die Ernährungssicherheit eng.

Einige Innovationen, die hier wirken würden, wären unter anderem neue Vermarktungswege, die Nutzung von traditionellem Wissen, Bildung einer hohen Bodenfruchtbarkeit und eine steigende Biodiversität.

Er fordert eine verbindliche Methode zur Nachhaltigkeitsbewertung der Produktion in landwirtschaftlichen Betrieben, da Nachhaltigkeit von vielen Faktoren abhängt. Dieses Bewertungsschema als Grundlage für die Förderung der Landwirtschaft mit Mitteln aus dem EU-Haushalt zu nutzen, hätte eine große Wrikung. Leider wurde sein Vorschlag, basierend auf den vom Insitut FIBL entwickelten SAFA-Richtlinien FAO  bei den entsprechenden Einrichtungen sofort abgelehnt.
Quelle:  www.fibl.org/de

Prof. Dr. em. Ulrich Köpke verortete die Landwirtschaft mittlerweile in einem sehr komplexen Gefelcht von variablen natürlichen und gesellschaftlichen Faktoren. Die natürlichen, z.T. wenig beeinflussbaren Faktoren und die Abhängigkeit von Jahreszeiten und Witterung unterscheidet sie gravierend von anderen Produktionszweigen.

Schon Alexander von Humboldt, so erwähnte er, hatte vor 250 Jahren einige Prämissen erkannt, die heute aktueller denn je sind.

Dazu zähen die Schöpfungsverantwortung, die Gefährdung der Natur in ihrer Komplexität durch den Menschen, eine breite Bodeneigentumsstreuung und gemeinwohlorientierte Bodennutzung.

Von alle dem sind wir meilenweit entfernt. Und deshalb brauchen wir das parteienübergreifende Umdenken, welches Wolfram Günther zu Beginn forderte. Doch auch davon scheinen wir meilenweit entfernt.

Kommentar :  Jeder ist seines Klimas Schmied
Klimawandel oder Klimaschwindel?
…Physiker und Skeptiker debattieren / Plädoyers für nachhaltigere Lebensweise / Kritik an „politischer Konzeptlosigkeit“

…Oschatz/Potsdam. Alle Welt diskutiert zur Zeit, vor allem im Netz, die Frage, ob der Klimawandel menschengemacht ist. Die Oschatzer Dialoge im soziokulturellen Zentrum E-Werk holten die Frage am Dienstagabend in die analoge Welt. Es diskutierten ein Physiker, ein Skeptiker und eine Hand voll Interessierter.

Anton Plietzsch (29) promoviert am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung. Er traf auf den Oschatzer Thomas Göcke, der sich selbst als „Naturmensch“ bezeichnet. Der passionierte Wanderer war lange Lokführer, vertrat deren Interessen als Gewerkschafter, ist derzeit arbeitssuchend. Während Plietzsch den messbaren Einfluss des Menschen auf das Klima untersucht, vertritt Göcke die Ansicht, dass die Veränderungen naturgegeben sind und der Einfluss des Menschen verschwindend gering.

Für ihn sei dagegen beängstigend, wie sich Menschen in der Klimadebatte gegenseitig beeinflussen und beeinflussen lassen. Er sprach von gezielter Manipulation durch Medien und Wissenschaftler und warb dafür, selbstbewusster zu leben, um die Auswirkungen des eigenen Tuns auf Umwelt und Klima zu mindern.

Anton Plietzsch hielt dem entgegen, dass die Temperaturen und der Anteil an Kohlenstoffdioxid in der Erdatmosphäre in den zurückliegenden 150 Jahren so stark angestiegen seien wie in den zurückliegenden Jahrhunderten nicht. Göcke sieht darin die Vorboten einer neuen Warmzeit, die es, genau wie Eiszeiten, auf dem Planeten schon gegeben habe, ehe der Mensch Einfluss nahm. „Wissenschaftler, die dahingehend forschen und andere Vertreter ihres Berufsstandes widerlegen, finden im öffentlichen Diskurs kaum statt. Kritiker werden ausgespart und klein gehalten“, so Göcke.

Plietzsch hielt dem entgegen, dass ein Blick in die Biografien besagter Skeptiker offenbare, dass es sich meist um fachfremde Menschen handle, oder jene, die nur auf einem Teilgebiet forschen, die das Klima behandeln. Er nehme sich da selbst auch nicht aus. Dass jeder nur durch die Brille „seines“ Fachgebiets auf die Details der Klimaveränderungen schaue, sei ein Grund für die kontroverse Debatte.

Einigkeit herrschte zwischen Göcke und Plietzsch beim Blick auf die Maßnahmen gegen klimatische Veränderungen. Das beschlossene Klimapaket des Bundes sei unzureichend, bekräftigte Plietzsch, beispielhaft sei die geringe Bepreisung des CO2-Ausstoßes: „Zehn Euro pro Tonne ergeben, auf den Spritverbrauch umgerechnet, drei Cent mehr pro Liter. Das liegt innerhalb der regulären Preisschwankungen und erzielt keinesfalls den gewünschten Lenkungseffekt hin zu den öffentlichen Verkehrsmitteln“.

Thomas Göcke attestierte den Beschlüssen soziale Ungerechtigkeit. Es bestrafe Geringverdiener und Menschen im ländlichen Raum, bevorteile durch die erhöhte Pendlerpauschale aber Autofahrer. „Ich habe keinen Führerschein und bin dadurch Mensch zweiter Klasse auf dem Arbeitsmarkt. Drei von vier Stellen, auf die ich mich bewerbe, verlangen Fahrerlaubnis und eigenes Auto.“

Gäste, die sich an der Diskussion beteiligten, waren der Lampertswalder Markus Gnaudschun, seines Zeichens Pfarrer, sowie der Oschatzer Unternehmer und Grünen-Stadtrat David Pfennig. Gnaudschun kritisierte, dass die Debatte nicht immer offen geführt werde und gab damit indirekt Göcke recht. „Kann ich alles glauben, was ich lese oder haben jene Recht, die das Gegenteil belegen?“. Hinzu käme, das statt Sachlichkeit zunehmend Angst und Hysterie den Diskurs lenkten.

David Pfennig klagte die Konzeptlosigkeit der Politik an. „Es werden überwiegend Hau-Ruck-Aktionen beschlossen, langfristig angelegte Entscheidungen sind rar. Es gibt visionäre Ideen, für die wir das Know-How haben, aber umgesetzt wird es nicht“. Anton Plietzsch führte als Gründe dafür rechtliche Schranken, fehlende Lobby und mangelnde Wirtschaftlichkeit der Umsetzung an.

Als letzter berichtete Schüler Aaron (13) von Gleichaltrigen, die stets das neueste Handy haben, Essen in den Müll werfen und Lehrern, die am helllichten Tag im Klassenraum das Licht anlassen. „Sowas müssen wir zuerst ändern“, griff er Göckes Anregung auf. Weiter auf Kommentar

Trotz glühender Hitze versammelten sich am 26. August 2019, 6 Tage vor der Landtagswahl in Sachsen, interessierte Menschen, vor allem junge, auf dem Marktplatz in Schkeuditz, um sich über das Thema Energiewende in Sachsen zu informieren.

Anna Kaleri, grüne Direktkandidatin in Nordsachsen 1, organisierte eine „Straßen-Uni“ und sorgte mit der Einladung verschiedener Experten in den Bereichen der Energiebranche und Energiepolitik für die notwendige fachliche Expertise.

Zu ihren Gästen zählten Dr. Gerd Lippold, Diplomphysiker und energiepolitischer Sprecher für Bündnis 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag, Prof. Dr.-Ing. Uwe Jung, der in der Kraftwerkstechnik und Energiewirtschaft tätig ist sowie Dr. Christoph Gerhards, der als Diplomphysiker in der Entwicklung von Energiekonzepten arbeitet.

Trotz der Komplexität der Frage einer funktionierenden, sozial verträglichen Energiewende, wurden detaillierte Fragen zur technischen Realisierbarkeit sowie der ökonomischen Gestaltungsmöglichkeiten gestellt und diskutiert.

Den Einstieg in die Veranstaltung bildete die Frage über die Zukunft des sächsischen Kohlekraftwerks Lippendorf und die damit verbundene, übergreifende Frage nach der Effizienz von Kohleverstromung.

Da klimaschädliche Emissionen in Deutschland aktuell nicht nach realen Kosten bepreist sind, war auch die Befürwortung einer Bepreisung beziehungsweise Besteuerung des klimaschädlichen Gases CO2 Gegenstand der Diskussion. Hierbei wurde ein Einstiegs-Preis von 40 Euro für jede ausgestoßene Tonne CO2 diskutiert, wie er etwa in einem Sofortprogramm von Bündnis 90/Die Grünen auf Bundesebene vorgeschlagen wird.

Trotz aller Ideen, die auf nationaler Ebene zu realisieren wären, wurde die europäische Dimension nicht ausgespart und die Möglichkeit eines funktionierenden, branchenübergreifenden europäischen Emissionshandels diskutiert.

Die Gäste erklärten, welche vergangenen industrie- und energiepolitischen Entscheidungen der Bundes-, aber auch Landespolitik eine schnelle und vor allem funktionierende Energiewende hemmten. Hierbei wurden klare Versäumnisse der Politik der Bundesrepublik hervorgehoben, wie etwa die fatale Benachteiligung von Pumpspeicherkraftwerken und anderen Speicherlösungen durch die heutigen Regelungen zu Umlagen und Entgelten.

Gleichzeitig wurde aber auch die Notwendigkeit von Investitionen in den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs betont, die in der Vergangenheit zugunsten des Straßenverkehrs vernachlässigt wurden.

Eine interessierte Frage aus dem Publikum hinsichtlich der Zukunft von Gaskraftwerken wurde dahingehend beantwortet, dass Gaskraftwerke sicher keine Zukunftstechnologie sind, jedoch eine emissionsarme Brücke in das System mit 100% Erneuerbaren Energien bilden können. Das heute fossile Gas kann Schritt für Schritt dekarbonisiert werden, indem es durch Wasserstoff und andere Gase auf Basis erneuerbarer Energien ersetzt wird. Die heutige Gasinfrastruktur lässt sich auch dann noch in großen Teilen nutzen.

Auch das Thema der Elektromobilität war, trotz voranschreitender Zeit und hoher Außentemperaturen, Gegenstand des Interesses der Menschen.

Aufgrund des Verbrauchs an konflikträchtigen Ressourcen ist hier noch viel Innovation und transparente, faire Beschaffung notwendig sowie eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie für Rohstoffkreisläufe.

Während die industriepolitische Dimension der E-Mobilität in Sachsen von großer Bedeutung ist, macht die entschlossene Unterstützung der Markteinführung in Sachsen aus klimapolitischen Erwägungen erst Sinn, wenn auch der Strommix in Sachsen auf einem verbindlichen Kohleausstiegspfad dekarbonisiert wird.

Am Dienstag trafen sich in Schenkenberg bei Delitzsch Menschen, die sich für Dorfentwicklung von unten interessieren.
Die grüne Direktkandidatin für Nordsachsen 1, Anna Kaleri, lud ein zu einem Abend unter dem Motto „Unser Dorf ganz lebenswert“.
Gesprächspartner*innen waren der um Dorfentwicklung verdiente Pfarrer Matthias Taatz und die anwesenden Bürgerinnen und Bürger.
Es gab angeregten Austausch zu den Fragen, was einen Ort lebenswert macht und hält (sehr oft wurde Ruhe genaant und nachbarschaftliche Verbindung) und was wir selbst dazu beitragen können. Einen Ansatz bietet der Online Kurs „Unser Dorf – wir bleiben hier“. Der kostenlose, auf 6 Wochen ausgerichtete Onlinekurs (DorfMOOC) wurde von der Fachstelle Zweite Lebenshälte der evangelischen Landeskirche Kurhessen erstellt. Ein verglichbares Angebot ist an der Volkshochschule Bautzen in Entwicklung.
Sind für Seniorinnen und Senioren z.B. Einkaufsmöglichkeiten vor Ort wichtig, so wurde im Gespräch auch betont, dass Zuzug junger Familien durch ortsnahe Kindergärten und Arbeit in regionaler Wertschöpfung unterstützt wird.
Es wurden Projekte vorgestellt wie die Baumelbank in Eifa, die Dorfschmiede Freienseen und das nachhaltig entwickelte Dorf Nebelschütz.
Als Schenkenberger Projekte wurde die Pfarrscheune als Ort der Kultur und Kristallisationspunkt für Regionalentwicklung sowie der geplante Dorfladen eingebracht.
Aus grüner Perspektive freut sich Anna Kaleri besonders über die Idee, einen Wald anzulegen und möchte gerne den ersten gepflanzten Baum begießen.

15.8. 2019 19 Uhr im Kulturhaus Torgau

 

Natürlich werden die Bündnisgrünen beim Wahltalk der Torgauer Zeitung im Kulturhaus teilnehmen. Vorab möchte ich all denen einige Zeilen schreiben, die am 15.8. nicht am Forum teilnehmen können.

Als Direktkandidatin der Grünen bin ich, wie die Torgauer Zeitung bereits feststellte: „Eine Frau aus dem Volk“.

Außerdem lege ich als gebürtige Oschatzerin mit Wurzeln im Handwerk, ein Augenmerk darauf, dass jeder Euro, den die öffentlich Hand ausgibt, erst erarbeitet werden muss.

Hier in der Region sind es vorwiegend die kleineren Betriebe, die diese Aufgabe der Gesellschaft tragen.

Mit dem Wahlslogan: EIN GUTES KLIMA FÜR ALLE möchte ich alle ansprechen, die an Zusammenarbeit interessiert sind.

Es bringt uns wenig voran, wenn der Landrat a.D. über „Gutmenschen und Mutmenschen“ fabuliert, ihnen damit gewisse Fähigkeiten abspricht und sie in Schubladen presst.

Ich bin dafür bekannt, Ziele kontinuierlich und zielführend zu verfolgen und Menschen zu begeistern. Bisher habe ich auf der politischen Bühne vorwiegend ehrenamtlich gearbeitet. Mit Freunden habe ich eine Schule gegründet, als die CDU hier vor Ort Schulen abschaffte. Mit einer BI habe ich illegale Müllablagerungen beseitigen lassen und mit einer weiteren BI eine Hühnerfabrik verhindert. Seit drei Jahren sorge ich dafür, dass Flüchtlinge einen Ausbildungsplatz, eine Arbeit und eine Wohnung in der Region bekommen.

Die vor meiner Haustür in Liptitz mit Blaualgen versauerte Seenlandschaft, die vielen entwurzelten und vertrockneten Bäume in der Landschaft sind eine Mahnung an uns, aber auch eine Herausforderung für die Zukunft zugleich.

Sorgen Sie mit mir gemeinsam für die Zukunft unserer Enkel und ein friedliches Miteinander.

Wählen Sie GRÜN!

Barbara Scheller

Rückschau der Grünen auf ca. 50 Gesprächsangebote in Nordsachsen

Die 6. Legislaturperiode liegt fast hinter den Landtagskandidaten Claudia Maicher und Wolfram Günther, die gemeinsam mit der Grünen Bundestagsabgeordneten Monika Lazar in Nordsachsen ein Büro in Oschatz unterhalten.

Fasst man alle offenen Gesprächsangebote zu verschiedenen Themen zusammen, kommt man auf ca. 50 Veranstaltungen.

Im ländlichen geprägten Nordsachsen wurde dabei natürlich oft rund um Naturschutz und die Landwirtschaft debattiert. Weitere Diskussionen drehten sich um Drogen, Denkmalschutz, Kultur, Pflege, Nahverkehr, Migration. Es gab aber auch Ausstellungen zu verschiedenen Themen im Büro, Fachgespräche mit verschiedenen Partnern im Landkreis zur Digitalisierung, LEADER-Umsetzungen, Kinderbetreuung oder zu erneuerbaren Energien.

Weitere Veranstaltungen hat der Kreisverband organisiert, so dass über diese Angebote fast jeden Monat im Landkreis Bürger mit den Grünen  ins Gespräch kommen konnten.

Monika Lazar gibt weiterhin regelmäßig über den Lazar-Fonds aus ihren persönlichen Einkünften Mittel an demokratiefördernde Projekte weiter.

Im Landtag sind acht und im Bundestag zwei Abgeordnete der Grünen für alle Themen und Gebiete in ganz Sachsen zuständig. Wir freuen uns, das wir diese Vielfalt der Angebote ermöglicht haben.

Im neuen Landtag werden wir, hoffentlich gestärkt, noch mehr Bürgeranliegen von vor Ort aufnehmen und in die Landespolitik hinein tragen können.