Am 20.09.2016 wird um 19.00 Uhr die 3-wöchige Sonderausstellung ´Wolf und Mensch´ mit einer Veranstaltung eröffnet, in der neben Informationen zum Wolf, zur aktuellen Situation des Wolfes in Deutschland und dem Für und Wieder diskutiert wird.

Der Abend wird von Wolfram Günther, MdL  Bündnis 90 / Die Grünen  moderiert. Ein umfassende bebilderte Darstellung zum Thema Wolf gibt ein Vertreter des ostsächsischen Wolfsbüros. Danach wird Giso Damer von der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Nordsachsen die Situation in Nordsachsen und die Aufgabenteilung rund um den Wolf erläutern. Ein Vertreter des Forstes bzw. der Jagd stellt deren Sicht auf die Wiederansiedlung des Wolfes dar.

Hier noch einmal Informationen zur Ausstellung selbst:

Wölfe sind in Deutschland seit gut zehn Jahren wieder heimisch. Gänzlich verschwunden waren sie wohl nie: Auch nach ihrer Ausrottung vor etwa 150 Jahren kehrten vereinzelt immer wieder Wölfe nach Deutschland zurück. Viele Menschen begrüßen die Rückkehr des Wolfes und sehen darin eine Aufwertung der heimischen Natur und Artenvielfalt. Gleichwohl trifft die Rückkehr des Wolfes aber auch auf Ablehnung und ruft Ängste bei den Menschen hervor. Vorurteile über den Wolf sind tief in unserer Kultur verwurzelt.

Die Ausstellung „Wolf und Mensch“ – Auf Spurensuche in Brandenburg“ widmet sich dem Verhältnis, das zwischen uns Menschen und dem Wildtier besteht. Biologie und Lebensweise werden dabei ebenso thematisiert wie die Spuren, die der Wolf in Mythologie und Volksglauben hinterlassen hat. Ein Blick in die Geschichte zeigt, wie erbarmungslos der Wolf über Jahrhunderte verfolgt wurde. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung sind aktuelle Erkenntnisse zur Verbreitung der Wölfe in Deutschland und Bedingungen für eine konfliktarme Wiederkehr des Wildtiers.

Die Sonderausstellung ist vom 20.09. bis 07.10. täglich zwischen 10 und 18 Uhr im Soziokulturellen Zentrum E-Werk Oschatz zu besichtigen. Schulklassen vereinbaren bitte Termine. Nähere Informationen unter Tel. 03435 / 666 97 12 oder info@ewerk-oschatz.de

Besuch Café am Markt & Galerie
Seit 1984 stellt Louise Glowka in den Räumen des gemeinsam mit ihrem Mann geführten Cafés Kunst aus. Geleitet wurde sie dabei immer von der Idee, Kunst einem breiten Publikum zugänglich zu machen und ein niedrigschwelliges Kulturangebot vor Ort, in Delitzsch, zu ermöglichen. Skulpturen, Gemälde und Exponate unterschiedlicher Ausstellungen und Künstlerinnen konnten die Delitzscher in den vergangenen 32 Jahren im Café am Markt besichtigen. Neben Galeriegesprächen finden im Café auch Ausstellungen von und mit Schulklassen aus Delitzsch statt.

Claudia Maicher besuchte die aktuelle Ausstellung mit Keramikarbeiten von Johanna Baraniak und Aquarellen des Leipziger Künstlers Rolf Zimmermann. Bei einer guten Tasse Kaffee und leckerem Kuchen aus der hauseigenen Konditorei tauschte sie sich mit Louise Glowka über Ausstellungen, Probleme und besondere Erfahrungen der Galeristin aus den vergangenen Jahrzehnten aus.

-Johanna-Baraniak  Foto 1: Keramik von Johanna Baraniak.

Cafe Glowka   Foto 2: Kaffee und Kuchen im Café am Markt bei Familie Glowka. (voll vintage 😉 )

Wenn Profession und Praxis aufeinandertreffen: Zu Besuch im BAFF Theater und Theaterakademie Sachsen im Oberen Bahnhof Delitzsch   TA im ob. Bahnhof

Im historischen Bahnhofsgebäude Oberer Bahnhof werden seit 2008 in der Berufsfachschule für Schauspiel, Musical und Theaterpädagogik an der Theaterakademie Sachsen Schülerinnen und Schüler zwischen 16 und 27 Jahren unterrichtet. Abends und am Nachmittag finden in den Räumen Aufführungen und Kurse des BAFF Theater statt.

Die Leiterin der Theaterakademie, Jana Bauke, inspiriert und steckt an, wenn sie durch das eindrucksvolle Gebäude führt und von aktuellen Projekten erzählt. Im Gespräch mit Claudia Maicher berichtet sie aber auch über die Schwierigkeiten und Probleme, wenn es beispielsweise um die Finanzierung von Inszenierungen und die Ausstattung des Hauses geht.

Am Ende des Besuchs bleibt der Wunsch wiederzukommen und das Jana Bauke nicht müde wird, das BAFF Theater und die Akademie in Delitzsch bekannt zu machen und Nordsachsen kulturell zu bereichern.

 

 

GRUSSWORT VON KATJA MEIER
ZUR RAD-INFORMATIONSTOUR TORGAU
13.06.16
(MdL Bündnis 90/Grüne)

Radverkehr als wichtiger Baustein im Umweltverbund erlebt in den letzten Jahren auch in Sachsen eine Renaissance. Überall steigen Menschen aufs Rad und bestimmen zunehmen das Stadtbild. Allein der dafür nötige Platz, die dafür nötige sichere Infrastruktur steht aktuell noch nicht ausreichend zur Verfügung. Beide Tendenzen sind auch in Torgau gut sichtbar.

Mindestens seit der Gründung der AG Radverkehr vor reichlich zwei Jahren ist Torgau als Stadt für ihr außergewöhnliches bürgerschaftliches Engagement für den Radverkehr sachsenweit bekannt.

Dafür gebührt Dir – lieber Stefan-Felix Winkler – und Deinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern heute ein großes Dankeschön. Ich bin stolz darauf, dass es eine Veranstaltung der GRÜNEN Landtagsfraktion zum Radverkehr in Torgau war, die den Auslöser für die AG-Gründung gegeben hat. Es ist selbstverständlich, dass Euer Engagement unsere volle Unterstützung hat.

Es tut mir sehr leid, dass ich heute nicht selbst durch Eure und Ihre schöne Stadt mitradeln kann, ich organisiere heute ein Fachgespräch zum Thema Verkehr im Erzgebirge, welches ich bereits vor langer Zeit terminlich abgestimmt hatte.

Wer regelmäßig Rad fährt, schlägt Stopp&Go ein Schnippchen, vermeidet Hektik und leistet einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz. Noch besser: Wer es sich einrichten kann zur Arbeit zu radeln, holt sich ein Stück Freizeit in den Arbeitstag.

Das bringt frische Gedanken, neue Ideen und Eindrücke, Zeit zur Reflexion und das alles zweimal täglich.

Diese Lebensqualität ist aber nur möglich, wenn Radfahren sicher, schnell und umwegfrei ist. Und hier gibt es in Torgau, aber auch in ganz Sachsen viel zu verbessern.

Die gute Nachricht: An mangelndem Geld zumindest auf Landesebene scheitert der Ausbau von Radwegen an Bundes- und Staatsstraßen, aber auch von kommunalen Radwegen in Sachsen gerade nicht.

Seit Anfang des Jahres fördert der Freistaat kommunale Radwege mit bis zu 90 Prozent. Auch an den Planungskosten beteiligt sich der Freistaat.

Sämtliche Fördermittel, egal ob für Radwege an Staatsstraßen oder für kommunale Radwege werden aber aktuell bei Weitem nicht vollständig abgerufen. Es fehlen ausreichende Planungskapazitäten im Sächsischen Verkehrsministerium und beim Landesamt für Straßen und Verkehr. Radverkehr ist in Sachsen schlicht nicht Chefsache.

Was das mit Torgau zu tun hat? Ich empfehle Kommunalverwaltungen, die mehr Radwege egal ob an Bundesstr., Staatsstraßen oder als kommunale Radwege bauen wollen, offensiv auf das Verkehrsministerium zuzugehen. Weisen Sie aktiv darauf hin, dass z.B. Torgau ein Interesse am Ausbau der Radinfrastruktur hat. Reichen Sie förderfähige Anträge für kommunale Radwege ein, denen fertige kommunale Planungen zugrunde liegen. Und ganz wichtig: machen Sie Druck für mehr Radwegbau an Staatsstraßen im Landkreis beim Verkehrsminister und beim Landesamt für Straßen und Verkehr.

Im Koalitionsvertrag haben CDU und SPD versprochen, eine sächsische kommunale Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher und fußfreundlicher Städte (AGFS) zu gründen und zu unterstützen, damit die Kommunen besser miteinander vernetzt sind. Nicht jede Kommune muss das Rad neu erfinden. Wir als GRÜNE im Landtag werden dafür Druck machen, dass die versprochene AG schleunigst gegründet und durch den Freistaat auch strukturell und finanziell unterstützt wird. Der Stadtverwaltung und den Stadträten von Torgau empfehlen wir – falls noch nicht geschehen – schleunigst Ihr Interesse an der Teilnahme an dieser AG dem Verkehrsministerium bzw. dem Sächsischen Städte- und Gemeindetag zurückzumelden.

Die GRÜNE Landtagsfraktion steht der AG Radverkehr als solidarische Partnerin auch zukünftig zur Verfügung.

Viel Freude beim heutigen Radeln wünscht heute aus dem erzgebirgischen Stollberg

Katja Meier,

verkehrspolitische Sprecherin der GRÜNEN Landtagsfraktion.

Dresden. Claudia Maicher, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag, besucht auch in diesem Jahr auf ihrer #KulTour2016 zahlreiche Standorte in den sächsischen Kulturräumen. Am Montag, 13. Juni, macht sie Halt in Delitzsch.

“Als Bestandteil von Lebensqualität muss auch in ländlichen Räumen ein vielfältiges Kulturangebot erhalten bleiben. Um dies zu ermöglichen braucht es eine breite Diskussion über Sachsens Kulturentwicklung.”

Ab 17 Uhr lädt Claudia Maicher in die Altstadtneipe No. 2 zur offenen Diskussion über die Zukunft der Kulturförderung im ländlichen Kulturraum.

Programm in Delitzsch
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14 Uhr: Besuch der aktuellen Ausstellung im Eiscafé am Markt / Gespräch mit Betreiberin Louise Glowka
>> Eiscafé am Markt, Markt 14, 04509 Delitzsch

15 Uhr: Besuch Theaterakademie Sachsen / Gespräch mit Leiterin Jana Bauke
>> Theaterakademie Sachsen, Anna-Zammert-Straße 1, 04509 Delitzsch

17 Uhr: Offenes Kulturgespräch mit Kulturvereinen und Kulturschaffenden
>> Altstadtkneipe No. 2, Mühlenstraße 2, 04509 Delitzsch

 

 

Am 14. April sprach Claudia Maicher, Kulturpolitische Sprecherin der GRÜNEN-Landtagsfraktion, in Torgau mit dem Vorsitzenden des Kunst- und Kulturvereins “Johann Kentmann”, Jens Redmann, mit Uwe Narkunat, dem Vorstand des soziokulturellen Vereins Kulturelles Aktionsprojekt Torgau, kurz KAP und anderen.

Beide Vereine engagieren sich vor Ort seit mehr als 20 Jahren, können auf eine Vielzahl von kulturellen Angeboten und soziokulturellen Aktivitäten in und um Torgau verweisen und wirken mit ihrer Arbeit weit über die Stadtgrenzen hinaus.

Den Erfolgen gegenüber stehen nicht nur das jährliche Ringen um finanzielle Mittel, um Möglichkeiten zur Erwirtschaftung eigener Mittel und um die Unterstützung durch Sponsoren.

Beide Vereine werben auch kontinuierlich um neue Mitglieder und ehrenamtliche HelferInnen. Die Herausforderung, neue UnterstützerInnen zu gewinnen, ist in den vergangenen beiden Jahrzehnten mit dem Maß der Mobilität Jugendlicher und junger Erwachsener gestiegen.

So wird die Vielfältigkeit der Kulturarbeit im ländlichen Raum nur durch die sinnvolle Förderung kleiner Projekte und Träger gestärkt werden können. Dies ist eine der wesentlichen Herausforderungen der laufenden Novellierung des Kulturraumgesetzes.

Zur gemeinsamen Evaluierung möchte Claudia Maicher mit Vereinen, wie in Torgau in Kontakt bleiben. Die GRÜNE Landtagsfraktion schlägt zum Beispiel eine Dynamisierung der Landeszuweisungen vor und will u. a., dass die sächsischen Landesbühnen wieder aus der Finanzierung über den Kulturraum genommen werden.

Im Zusammenhang mit der Finanzierung durch das Land sprach Claudia Maicher mit Uwe Narkunat und Jens Redmann auch über vorliegende bürokratische Hürden. Antrags- und Abrechnungsverfahren für Mittel aus dem Kulturraum sind immer noch ausgesprochen aufwändig. Außerdem erfolgt die Bewilligung häufig nicht vor März des bereits laufenden Jahres. Wie in ihren Fällen sind Vereine häufig Kulturträger, für die es ein jährlicher Kraftakt ist, zuverlässig finanziell vorauszuplanen.

Hier ist eine gezielte Projekteinstiegsförderung denkbar, um eine vielfältige und innovative Kulturlandschaft mit einer breiten Bürgerbeteiligung zusätzlich zur etablierten Kultur zu ermöglichen.

Außerdem sollte die Möglichkeit zum kulturraumübergreifenden Austausch ermöglicht werden. In diesem Rahmen wären gemeinsame Qualitätsstandards und Leitlinien auf der Basis einer fortlaufenden Datengrundlage zu erheben. Für einheitliche Rahmenbedingungen in der  Kulturentwicklung ist nach wie vor das Land gefordert.

In den kommenden Wochen wird die Kulturpolitische Sprecherin der GRÜNEN-Fraktion die Kulturraumförderung weiter mit Kulturträgern auswerten. Ein sehr guter Anfang dazu wurde in Torgau gemacht.

Pressemitteilung  Anhörung Kulturraumgesetz – GRÜNE: Nahezu alle Sachverständige bestätigen die Forderungen der GRÜNEN-Fraktion vom Januar 2016

Positionspapier der Grünen mit der Forederung der Anpassung des Kulturraumgesetzes vom August 2015

GRÜNE: Bildungschancen in Sachsen höchst ungleich verteilt

Im Landkreis Nordsachsen gibt es deutlich weniger Bildungsempfehlungen fürs Gymnasium als im sächsischen Durchschnitt – Kaum Ausgleich durch tatsächliches Anmeldeverhalten und zweite Bildungsempfehlung in Klasse 6 – Große Unterschiede zwischen den Geschlechtern

Dresden. “Die Bildungschancen sind in Sachsen höchst ungleich verteilt. Es macht einen enormen Unterschied, in welchem Landkreis oder Stadtteil man zur Schule geht und welches Geschlecht man hat. Es gelingt bisher nur unzureichend, unterschiedliche Startchancen bis zum Erwerb eines schulischen Abschlusses weitgehend auszugleichen“, resümiert Petra Zais, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag, die Antwort von Kultusminsiterin Brunhild Kurth (CDU) auf ihre Kleine Anfrage zur Verteilung der Bildungsempfehlungen sowie zum Anmelde- und Wechselverhalten an weiterführenden Schulen in Sachsen.

Für das Schuljahr 2016/17 erhielten 47,2 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Klasse 4 der Grundschulen eine Bildungsempfehlung (BE) für das Gymnasium und 52,8 Prozent eine Empfehlung für die Oberschule. In der Regionalstelle der Sächsischen Bildungsagentur (SBA) Leipzig lag das Verhältnis bei 49,3 zu 50,7 Prozent. Im Landkreis Nordsachsen wurde 42,7 Prozent der Viertklässler der Besuch eines Gymnasiums empfohlen, 57,3 Prozent der Besuch einer Oberschule. Zum Vergleich: In der Landeshauptstadt Dresden lag das Verhältnis bei 56,8 zu 43,2 Prozent, in Chemnitz bei 40,9 zu 59,1 Prozent.

Auch die 2. Bildungsempfehlung für das Gymnasium in Klasse 6 wird seltener als im sächsischen Durchschnitt erteilt. So erhielten für das Schuljahr 2016/17 sachsenweit 9,9 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Klasse 6 an Oberschulen eine Bildungsempfehlung für das Gymnasium. In der SBA-Regionalstelle Leipzig waren es 7,4 Prozent, im Landkreis Nordsachsen 8,8 Prozent.

Tatsächlich an einem Gymnasium angemeldet wurden für das Schuljahr 2016/17 in der SBA-Regionalstelle Leipzig 44,4 Prozent der Viertklässler, 55,6 Prozent würden gern eine Oberschule besuchen (Stand 04.03.2016; sachsenweiter Durchschnitt: 39,6 zu 60,4 Prozent). Im Landkreis Nordsachsen lag das Verhältnis bei 42,9 zu 57,1 Prozent. Mitunter gibt es große Abweichungen zwischen der Vergabe der Bildungsempfehlung und den tatsächlichen Anmeldungen. Nur in den kreisfreien Städten Leipzig und Chemnitz sowie in Nordsachsen werden annähernd so viele Kinder tatsächlich an einem Gymnasium angemeldet, wie eine entsprechende Bildungsempfehlung bekommen haben.

„Das Schulsystem mag in ganz Sachsen dasselbe sein. Aber während insbesondere in den kreisfreien Städten alle Bildungswege offen stehen, sind sie andernorts verbaut oder einfach zu lang. Wenn der Wechsel auf ein Gymnasium mit sehr langen Schulwegzeiten verbunden ist, fällt die Wahl wahrscheinlich eher auf die Oberschule im Nachbarort – sofern diese noch nicht geschlossen worden ist. Schließlich geht es hier um zehn- oder elfjährige Kinder, die täglich auf die Schülerbeförderung angewiesen sind. Neben dem Schulangebot vor Ort und damit verbundenen Wegezeiten spielt auch eine unterschiedliche Bewertung der Schularten eine Rolle.“

Besorgniserregend ist erneut das unausgeglichene Verhältnis zwischen den Geschlechtern, das durch regionale Unterschiede noch verstärkt wird. Während ein Mädchen in Klasse 4 einer Dresdner Grundschule zu 59,1 Prozent eine Bildungsempfehlung für das Gymnasium bekommen hat, trifft dies nur auf 48,2 Prozent der Schülerinnen im Landkreis Nordsachsen zu. Bei den Jungen sind es mit 36,7 Prozent nochmals deutlich weniger. In Klasse 6 erhielten durchschnittlich doppelt so viele Mädchen wie Jungen die Empfehlung für den Besuch des Gymnasiums. So erhielten 8,8 Prozent der Kinder in Klasse 6 der Oberschulen im Kreis eine Bildungsempfehlung für das Gymnasium. Bei den Mädchen waren es 11,8, bei den Jungen 6 Prozent.

„Für mich steht fest: Wir brauchen in Sachsen eine Schullaufbahnberatung, die die Interessen und Fähigkeiten des Kindes in den Mittelpunkt rückt. Dabei gibt es im Freistaat offenkundig unterschiedlichen Unterstützungsbedarf, um Benachteiligungen ausgleichen zu können, sowohl regional als auch geschlechterspezifisch. Mehr individuelle Förderung ist notwendig, dafür müssen die Schulen aber auch entsprechend ausgestattet werden, vor allem mit ausreichend Personal.“

„Die Zahlen liefern weitere Argumente für längeres gemeinsames Lernen und Schulen, die mehrere Abschlüsse unter einem Dach anbieten. Ich fordere die Staatsregierung und die CDU-Fraktion auf, ihre Ablehnung gegen diese Schulform aufzugeben. Die Schulgesetz-Novelle bietet dafür Gelegenheit – im Interesse der Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer und für mehr Bildungsgerechtigkeit in Sachsen.“

Hintergrund:

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Die Antwort von Kultusministerin Brunhild Kurth auf die Kleine Anfrage “Bildungsempfehlungen und Schulwechsel im Freistaat Sachsen, Schuljahr 2016/17” von Petra Zais (GRÜNE), Drs. 6/4412:

http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=4412&dok_art=Drs&leg_per=6&pos_dok=1

Korrektur der Übersichtstabellen in den Anlagen 1 und 2 (Bildungsempfehlungen nach Landkreisen und kreisfreien Städten sowie nach SBA-Regionalstellen; Bildungsempfehlungen in Klasse 5 und 6):

http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=4412&dok_art=Drs&leg_per=6&pos_dok=2

Darin aufgelistet sind alle sächsischen Grundschulen (Verhältnis Bildungsempfehlung Gymnasium-Oberschule), alle Oberschulen (die Bildungsempfehlungen fürs Gymnasium in Klasse 5 und 6 erteilt haben), die Anmeldezahlen für die Klasse 5 an öffentlichen Schulen (Stand 04.03.2016) sowie die Anzahl der Schul(art)wechsel in Klasse 6 und 7 zwischen Gymnasien und Oberschulen.

Eine Bildungsempfehlung für das Gymnasium wird erteilt, wenn der Schüler oder die Schülerin in der Halbjahresinformation oder am Ende des Schuljahres in den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht einen Notendurchschnitt von 2,0 oder besser erreicht hat und keines dieser Fächer mit der Note “ausreichend” oder schlechter benotet wurde.

Grüne Nordsachsen wählten neuen Kreisvorstand und fordern mehr Deutschkurse für Asylbewerber

Der Kreisverband von Bündnis90/Die Grünen Nordsachsen hat zur Kreiskonferenz am 30.1.2016 einen neuen Kreisvorstand gewählt. Traditionell gibt es eine grüne Doppelspitze im Landkreis. Barbara Scheller und Oliver Gossel werden als Kreissprecher die Grünen des Landkreises repräsentieren und gemeinsam mit den weiteren Vorstandsmitgliedern Isa Hannß, Bernd Brandtner und Jens Rühling die politische Arbeit des Kreisverbandes in den nächsten zwei Jahren organisieren.
Oliver Gossel hat bereits Erfahrung in vergangenen Wahlperioden im Vorstand gearbeitet und bringt die politische Erfahrung aus der Arbeit als Stadtrat in Schkeuditz sowie als Kreisrat mit.
Barbara Scheller ist bereits seit 1998 Kreissprecherin der in Torgau-Oschatz und Nordsachsen. Sie bringt neben kommunalpolitischer auch landes- und bundespolitische Erfahrung ein.
Jens Rühling wurde als Schatzmeister gewählt.
Thematisch hat sich der Kreisverband in seiner Konferenz mit dem Thema Asyl auseinander gesetzt. Der Kreisverband schätzt ein, dass die Kreisverwaltung des Landkreises 2015 die Unterbringung der Asylbewerber gut organisiert hat. Allerdings haben sich einige Städte und Gemeinden der gemeinsamen Aufgabe der Unterbringung entzogen. Für 2016 sieht der Kreisverband die wichtigste Aufgabe des Landkreises darin, flächendeckend Deutschkurse als Grundlage für den beruflichen Einstieg unserer Neubürger zu organisieren. „Überfüllte DAZ-Klassen und hohe Fahrtkosten für die Teilnahme am Deutschkurs müssen der Vergangenheit angehören. Freiwillige Lerninitiativen sowie die Volkshochschule sind noch besser zu unterstützen“, fordert Barbara Scheller.
„Viele freiwillige Initiativen im Landkreis haben bereits positive Erfahrungen mit Sprachunterricht vor Ort machen können, die Kurse sind der Grundstein für die Integration der Flüchtlinge. „ empfiehlt Oliver Gossel

Barbara Scheller und Oliver Gossel

Der Abend in der rustikalen, gemütlichen Gaststätte ´Zur Tenne´ von Cavertitz war  für alle, die über die islamische Welt einen Überblick haben wollten, sehr interessant. Dr. Steinmann als Referent stellte als aktuell am schwesten betroffenes Land Syrien vor.  Um Syrien herum liegen u.a.die Türkei, Jordanien, Libanon. Im Libanon kommt auf jeden 4. Einwohner ein Flüchtling. in der Türkei leben zur Zeit 1,7 Mill. von Ihnen, in Jordanien noch einmal 400.000. Insagesamt haben 4 Mill. Syrer in den letzten 4 Jahren ihr Land verlassen. Viele von Ihnen bleiben im Umfeld, hoffen, dass dieser elende Krieg bald zu Ende ist.

Doch Dr. Steinmann konnte darauf kaum Hoffnung machen. Er verglich die Situation in den Ländern des arabischen Frühlings mit der im 30-jährigen Krieg in Europa. Es werden fordergründig Glaubenskämpfe ausgetragen – im Hintergrund geht es aber vor allem um Macht.

Und doch unterscheidet sich die Situation. Es gibt hier Kräfte von außen, die sich einmischen, eigene Machtinteressen mitbringen, allen voran die USA, Europa, Russland. Dabei geht es nicht nur um Waffenlieferungen. Und auch Saudi-Arabien als ein in seinen moralischen Werten sehr konservatives Land hat Interessen.

Neben der Rolle der Türkei in der Gschichte des Islam und  in der Geschichte der Kurden berichtete Dr. Steinmann auch von den verschiedenen Ethnien und religiösen Strömungen sowohl in Syrien alsauch in der islamischen Welt.

In der Diskussion ging es auch darum, wie man den Flüchtlingen gegenübertritt. Sie sollen die hiesigen Werte und Lebensgewohnheiten respektieren lernen. Dazu müssen sie diese kennen und auch deutsch verstehen. Das Deutsch ist ein wichtiges Element für eine Arbeitsaufnahme.  Und um Deutsch zu lernen, muss man Gelegenheit zum Sprechen haben.  Da gibt es viele Hemmungen zu überwinden, auf beiden Seiten.

Es gilt also, viele Möglichkeiten  für Angebote des Zusammentreffens zu schaffen.  Man muss aber auch respektieren, dass sie ihre Privatsphäre brauchen.

Und wie groß ist nun die Gefahr der Islamisierung? Aber wechselt man eine Religion, seine Überzeugungen so schnell?  Sollten wir nicht eher mit Offenheit, Toleranz und einem ´Gottvertrauen´ daran gehen, diesen Menschen unsere freiheitlichen Werte und Lebensgewohnheiten zu zeigen, um sie  weniger empfänglich für radikale Strömungen zu machen, sondern für eine Demokratie zu gewinnen?

Die Christen haben es geschafft, nebeneinander zu leben und sich zu respektieren. Die Anhänger Mohammeds müssen wohl erst noch viel unschuldiges Blut vergießen, um das zu schaffen. Hoffen wir, dass es dann nicht zu spät ist.

Der Gesprächstermin mit dem  Theater de Luna – Leiter Jurgen Hartmann musste aufgrund seiner Erkrankung verschoben werden. Wir werden Sie über einen neuen Termin informieren.

Der sitzungsfreie Sommer wird für Dr. Claudia Maicher, welche neben Wolfram Günther (beide Mitglieder des Landtages) und Monika Lazar (Mitglied des Bundestages) das Abgeordnetenbüro in Oschatz unterhält,  eine spannende Zeit. Sie wird als kulturpolitische Sprecherin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende auf Tour durch Sachsen gehen und mit Menschen, die in Kulturrichtungen arbeiten, sich in eigenen Kulturprojekten engagieren und für Kultur stark machen, ins Gespräch kommen.

Der Austausch über ihre Ideen und Visionen, die Mühen des Alltags in der Kulturarbeit, über finanzielle, rechtliche und politische Rahmenbedingungen des Kulturschaffens will sie zum Ausgangspunkt ihrer parlamentarischen Arbeit machen. Sie möchte  Anregungen für unsere Kulturpolitik aufnehmen und die  bisherigen Initiativen der Grünen weiterentwickeln.

Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr das Kulturraumgesetz, eine tragende Säule sämtlicher Kulturförderung in Sachsen, von Musik und Theater über Bibliotheken, Museen und Galerien bis hin zu Soziokultur und kultureller Bildung. Es wird derzeit evaluiert. Damit haben die Grünen die Chance, es weiterzuentwickeln und zukunftsfest zu machen. Denn die ländlichen Regionen, die Mittel- und Kleinstädte stehen bei ihrer Kulturförderung beim erwarteten Bevölkerungsrückgang vor großen Herausforderungen.

Fragen, die sie mit den Gesprächspartner_innen unter anderen diskutieren will, sind:

• Wie können Kulturangebote als Bestandteil von Lebensqualität in den ländlichen Räumen erhalten bleiben?
• Welche finanziellen Perspektiven zeichnen sich für die nächsten Jahre ab?
• Wie kommen neue künstlerische Ideen und noch unerfahrende Akteure zum Zug?
• Welche kreativen Organisations- und Finanzierungmodelle sind beispielgebend?
• Wie können Kulturförderung, kulturpolitische Leitlinen und Entscheidungsprozesse weiterentwickelt werden?
• Welche Rahmenbedingungen sollten diesbezüglich vom Freistaat im Kulturraumgesetz und darüber hinaus gestaltet werden?

Viele interessante Station in den Kulturräumen Oberlausitz-Niederschlesien, Leipziger Raum und Vogtland-Zwickau stehen auf dem Programm – und dennoch können es nur wenige Besuche sein, angesichts der Vielfalt kultureller Angebote in Sachsen.

Das sind unsere Stationen:

Mittwoch, 12.08.2015
11:00 Uhr: Leipziger Symphonieorchester, Böhlen
Gespräch mit Geschäftsführer Hans-Ulrich Zschoch
14:00 Uhr:
Gespräch Jürgen Hartmann, Leiter des Theatre de Luna, Oschatz
17:00 Uhr: Künstlergut Prösitz
Gespräch mit Leiterin Uta Hartwig-Schulz
Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien

außerdem:

Kulturraum Vogtland-Zwickau

Dienstag, 11.08.2015
11:00 Uhr: Alter Gasometer e.V., Soziokulturelles Zentrum, Zwickau
Gespräch mit Geschäftsführer Mario Zenner
Kulturraum Leipziger Raum (Uhrzeit noch nicht endgültig)

Dienstag, 18.08.2015
10:00 Uhr: Kunsthalle Oberlausitz in Pulsnitz
Gespräch mit Sabine Schubert, Kulturbeirat für Bildende Kunst
13:00 Uhr: Landratsamt Görlitz
Gespräch mit Kulturraum-Konventsvorsitzendem Landrat B. Lange und Kulturraumsekretär J. Mühle
15:00 Uhr: Tierpark Görlitz
Gespräch mit Dr. Hammer, Tierparkleiter u. Bernd Großer, Kulturbeirat für Tiergärten und Landschaftsparks
18:00 Uhr: Meeting Point Messian

Mittwoch, 19.08.2015
09:00 Uhr: Hillersche Villa Zittau
Gespräch mit Jens Hommel, GF Hillersche Villa

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Am Samstag, dem 02.05.2015 wurden die Qualitäten der Stadt Oschatz bezüglich ihrer Radfreundlichkeit erkundet – vom Bahnhof in die Innenstadt und zu den Hauptverkehrsachsen nach Dresden, Leipzig und Wermsdorf.  Die Fachmänner Dr. Christoph Waack, Vorsitzender vom ADFC Leipzig und Stefan – Felix Winkler von der Rad AG Torgau konnten viele Hinweise geben, was gelungen und was verbesserungswürdig ist. Dazu hatten sich  der Landratskadidat für Linke/ Grüne Peter Hettlich, die OAZ mit Herrn Kunze, Herr Müller als radfahrender Bürger und Uta Schmidt als grüne Stadträtin gesellt.
Tenor – Höhen und Tiefen liegen oft eng beieinander ….. z. B.vom Bahnhof in die Innenstadt.

Der absolute Höhepunkt ist die verschließbare und trockene Unterstellmöglichkeit für Fahrräder am Bahnhof. So etwas sucht man sogar in Fahrrad´großstädten´.  Und sie könnte erweitert werden – es gibt ein Warteliste bei der Stadtverwaltung. Mit anderen Worten – auch in der Kleinstadt Oschatz ist der umweltfreundliche Trend zum Fahrrad angekommen.

Dann die Bahnhofstraße an sich: ein grundhafter Ausbau würde nicht nur Fahrradfahrer erfreuen. Es gibt zwar Alternativwege, aber Ortsfremde werden sie nicht finden. Auch jetzt schon wäre Platz für Fahrbahnmarkierungen, die Raum für Radfahrer schaffen. Und die Belegung der Straße als Kriterium für eine Genehmigung gibt es auf jeden Fall auch her.

Einbahnstraßen um das Zentrum könnten ab einer Fahrbahnbreite von 3,50 m für Fahrradfahrer in entgegengesetzer Richtung geöffnet werden. Laut Dr. Waack ist es ein Trugschluss, dass es zu mehr Unfällen kommt – der entgegenkommende Radfahrer wird gesehen und Paragraph 1 der StVO wirkt ….

Manchmal müssten nur kleine Schilder unter vorhandenen Verkehrsschildern angebracht werden, um eine Lücke für den Radverkehr zu schließen.

Doch genau dafür war man vor Ort unterwegs, um solche Kleinigkeiten in einer ersten Befahrung aufzudecken.  Und da sich der Oberbürgermeister, Herr Kretschmar  dankenswerterweise zwischen 2 Terminen die Zeit nahm, um Fragen zu diskutieren und Möglichkeiten einer weiteren Zusammenarbeit auszuloten, wird es sicher nächste Schritte geben. Aber dafür sind ja auch die Grünen im Stadtrat  – und ein Landratskadidat –  da.