GRÜNE: Bildungschancen in Sachsen höchst ungleich verteilt

Im Landkreis Nordsachsen gibt es deutlich weniger Bildungsempfehlungen fürs Gymnasium als im sächsischen Durchschnitt – Kaum Ausgleich durch tatsächliches Anmeldeverhalten und zweite Bildungsempfehlung in Klasse 6 – Große Unterschiede zwischen den Geschlechtern

Dresden. „Die Bildungschancen sind in Sachsen höchst ungleich verteilt. Es macht einen enormen Unterschied, in welchem Landkreis oder Stadtteil man zur Schule geht und welches Geschlecht man hat. Es gelingt bisher nur unzureichend, unterschiedliche Startchancen bis zum Erwerb eines schulischen Abschlusses weitgehend auszugleichen“, resümiert Petra Zais, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag, die Antwort von Kultusminsiterin Brunhild Kurth (CDU) auf ihre Kleine Anfrage zur Verteilung der Bildungsempfehlungen sowie zum Anmelde- und Wechselverhalten an weiterführenden Schulen in Sachsen.

Für das Schuljahr 2016/17 erhielten 47,2 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Klasse 4 der Grundschulen eine Bildungsempfehlung (BE) für das Gymnasium und 52,8 Prozent eine Empfehlung für die Oberschule. In der Regionalstelle der Sächsischen Bildungsagentur (SBA) Leipzig lag das Verhältnis bei 49,3 zu 50,7 Prozent. Im Landkreis Nordsachsen wurde 42,7 Prozent der Viertklässler der Besuch eines Gymnasiums empfohlen, 57,3 Prozent der Besuch einer Oberschule. Zum Vergleich: In der Landeshauptstadt Dresden lag das Verhältnis bei 56,8 zu 43,2 Prozent, in Chemnitz bei 40,9 zu 59,1 Prozent.

Auch die 2. Bildungsempfehlung für das Gymnasium in Klasse 6 wird seltener als im sächsischen Durchschnitt erteilt. So erhielten für das Schuljahr 2016/17 sachsenweit 9,9 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Klasse 6 an Oberschulen eine Bildungsempfehlung für das Gymnasium. In der SBA-Regionalstelle Leipzig waren es 7,4 Prozent, im Landkreis Nordsachsen 8,8 Prozent.

Tatsächlich an einem Gymnasium angemeldet wurden für das Schuljahr 2016/17 in der SBA-Regionalstelle Leipzig 44,4 Prozent der Viertklässler, 55,6 Prozent würden gern eine Oberschule besuchen (Stand 04.03.2016; sachsenweiter Durchschnitt: 39,6 zu 60,4 Prozent). Im Landkreis Nordsachsen lag das Verhältnis bei 42,9 zu 57,1 Prozent. Mitunter gibt es große Abweichungen zwischen der Vergabe der Bildungsempfehlung und den tatsächlichen Anmeldungen. Nur in den kreisfreien Städten Leipzig und Chemnitz sowie in Nordsachsen werden annähernd so viele Kinder tatsächlich an einem Gymnasium angemeldet, wie eine entsprechende Bildungsempfehlung bekommen haben.

„Das Schulsystem mag in ganz Sachsen dasselbe sein. Aber während insbesondere in den kreisfreien Städten alle Bildungswege offen stehen, sind sie andernorts verbaut oder einfach zu lang. Wenn der Wechsel auf ein Gymnasium mit sehr langen Schulwegzeiten verbunden ist, fällt die Wahl wahrscheinlich eher auf die Oberschule im Nachbarort – sofern diese noch nicht geschlossen worden ist. Schließlich geht es hier um zehn- oder elfjährige Kinder, die täglich auf die Schülerbeförderung angewiesen sind. Neben dem Schulangebot vor Ort und damit verbundenen Wegezeiten spielt auch eine unterschiedliche Bewertung der Schularten eine Rolle.“

Besorgniserregend ist erneut das unausgeglichene Verhältnis zwischen den Geschlechtern, das durch regionale Unterschiede noch verstärkt wird. Während ein Mädchen in Klasse 4 einer Dresdner Grundschule zu 59,1 Prozent eine Bildungsempfehlung für das Gymnasium bekommen hat, trifft dies nur auf 48,2 Prozent der Schülerinnen im Landkreis Nordsachsen zu. Bei den Jungen sind es mit 36,7 Prozent nochmals deutlich weniger. In Klasse 6 erhielten durchschnittlich doppelt so viele Mädchen wie Jungen die Empfehlung für den Besuch des Gymnasiums. So erhielten 8,8 Prozent der Kinder in Klasse 6 der Oberschulen im Kreis eine Bildungsempfehlung für das Gymnasium. Bei den Mädchen waren es 11,8, bei den Jungen 6 Prozent.

„Für mich steht fest: Wir brauchen in Sachsen eine Schullaufbahnberatung, die die Interessen und Fähigkeiten des Kindes in den Mittelpunkt rückt. Dabei gibt es im Freistaat offenkundig unterschiedlichen Unterstützungsbedarf, um Benachteiligungen ausgleichen zu können, sowohl regional als auch geschlechterspezifisch. Mehr individuelle Förderung ist notwendig, dafür müssen die Schulen aber auch entsprechend ausgestattet werden, vor allem mit ausreichend Personal.“

„Die Zahlen liefern weitere Argumente für längeres gemeinsames Lernen und Schulen, die mehrere Abschlüsse unter einem Dach anbieten. Ich fordere die Staatsregierung und die CDU-Fraktion auf, ihre Ablehnung gegen diese Schulform aufzugeben. Die Schulgesetz-Novelle bietet dafür Gelegenheit – im Interesse der Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer und für mehr Bildungsgerechtigkeit in Sachsen.“

Hintergrund:

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Die Antwort von Kultusministerin Brunhild Kurth auf die Kleine Anfrage „Bildungsempfehlungen und Schulwechsel im Freistaat Sachsen, Schuljahr 2016/17“ von Petra Zais (GRÜNE), Drs. 6/4412:

http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=4412&dok_art=Drs&leg_per=6&pos_dok=1

Korrektur der Übersichtstabellen in den Anlagen 1 und 2 (Bildungsempfehlungen nach Landkreisen und kreisfreien Städten sowie nach SBA-Regionalstellen; Bildungsempfehlungen in Klasse 5 und 6):

http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=4412&dok_art=Drs&leg_per=6&pos_dok=2

Darin aufgelistet sind alle sächsischen Grundschulen (Verhältnis Bildungsempfehlung Gymnasium-Oberschule), alle Oberschulen (die Bildungsempfehlungen fürs Gymnasium in Klasse 5 und 6 erteilt haben), die Anmeldezahlen für die Klasse 5 an öffentlichen Schulen (Stand 04.03.2016) sowie die Anzahl der Schul(art)wechsel in Klasse 6 und 7 zwischen Gymnasien und Oberschulen.

Eine Bildungsempfehlung für das Gymnasium wird erteilt, wenn der Schüler oder die Schülerin in der Halbjahresinformation oder am Ende des Schuljahres in den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht einen Notendurchschnitt von 2,0 oder besser erreicht hat und keines dieser Fächer mit der Note „ausreichend“ oder schlechter benotet wurde.

Grüne Nordsachsen wählten neuen Kreisvorstand und fordern mehr Deutschkurse für Asylbewerber

Der Kreisverband von Bündnis90/Die Grünen Nordsachsen hat zur Kreiskonferenz am 30.1.2016 einen neuen Kreisvorstand gewählt. Traditionell gibt es eine grüne Doppelspitze im Landkreis. Barbara Scheller und Oliver Gossel werden als Kreissprecher die Grünen des Landkreises repräsentieren und gemeinsam mit den weiteren Vorstandsmitgliedern Isa Hannß, Bernd Brandtner und Jens Rühling die politische Arbeit des Kreisverbandes in den nächsten zwei Jahren organisieren.
Oliver Gossel hat bereits Erfahrung in vergangenen Wahlperioden im Vorstand gearbeitet und bringt die politische Erfahrung aus der Arbeit als Stadtrat in Schkeuditz sowie als Kreisrat mit.
Barbara Scheller ist bereits seit 1998 Kreissprecherin der in Torgau-Oschatz und Nordsachsen. Sie bringt neben kommunalpolitischer auch landes- und bundespolitische Erfahrung ein.
Jens Rühling wurde als Schatzmeister gewählt.
Thematisch hat sich der Kreisverband in seiner Konferenz mit dem Thema Asyl auseinander gesetzt. Der Kreisverband schätzt ein, dass die Kreisverwaltung des Landkreises 2015 die Unterbringung der Asylbewerber gut organisiert hat. Allerdings haben sich einige Städte und Gemeinden der gemeinsamen Aufgabe der Unterbringung entzogen. Für 2016 sieht der Kreisverband die wichtigste Aufgabe des Landkreises darin, flächendeckend Deutschkurse als Grundlage für den beruflichen Einstieg unserer Neubürger zu organisieren. „Überfüllte DAZ-Klassen und hohe Fahrtkosten für die Teilnahme am Deutschkurs müssen der Vergangenheit angehören. Freiwillige Lerninitiativen sowie die Volkshochschule sind noch besser zu unterstützen“, fordert Barbara Scheller.
„Viele freiwillige Initiativen im Landkreis haben bereits positive Erfahrungen mit Sprachunterricht vor Ort machen können, die Kurse sind der Grundstein für die Integration der Flüchtlinge. „ empfiehlt Oliver Gossel

Barbara Scheller und Oliver Gossel

Der Abend in der rustikalen, gemütlichen Gaststätte ´Zur Tenne´ von Cavertitz war  für alle, die über die islamische Welt einen Überblick haben wollten, sehr interessant. Dr. Steinmann als Referent stellte als aktuell am schwesten betroffenes Land Syrien vor.  Um Syrien herum liegen u.a.die Türkei, Jordanien, Libanon. Im Libanon kommt auf jeden 4. Einwohner ein Flüchtling. in der Türkei leben zur Zeit 1,7 Mill. von Ihnen, in Jordanien noch einmal 400.000. Insagesamt haben 4 Mill. Syrer in den letzten 4 Jahren ihr Land verlassen. Viele von Ihnen bleiben im Umfeld, hoffen, dass dieser elende Krieg bald zu Ende ist.

Doch Dr. Steinmann konnte darauf kaum Hoffnung machen. Er verglich die Situation in den Ländern des arabischen Frühlings mit der im 30-jährigen Krieg in Europa. Es werden fordergründig Glaubenskämpfe ausgetragen – im Hintergrund geht es aber vor allem um Macht.

Und doch unterscheidet sich die Situation. Es gibt hier Kräfte von außen, die sich einmischen, eigene Machtinteressen mitbringen, allen voran die USA, Europa, Russland. Dabei geht es nicht nur um Waffenlieferungen. Und auch Saudi-Arabien als ein in seinen moralischen Werten sehr konservatives Land hat Interessen.

Neben der Rolle der Türkei in der Gschichte des Islam und  in der Geschichte der Kurden berichtete Dr. Steinmann auch von den verschiedenen Ethnien und religiösen Strömungen sowohl in Syrien alsauch in der islamischen Welt.

In der Diskussion ging es auch darum, wie man den Flüchtlingen gegenübertritt. Sie sollen die hiesigen Werte und Lebensgewohnheiten respektieren lernen. Dazu müssen sie diese kennen und auch deutsch verstehen. Das Deutsch ist ein wichtiges Element für eine Arbeitsaufnahme.  Und um Deutsch zu lernen, muss man Gelegenheit zum Sprechen haben.  Da gibt es viele Hemmungen zu überwinden, auf beiden Seiten.

Es gilt also, viele Möglichkeiten  für Angebote des Zusammentreffens zu schaffen.  Man muss aber auch respektieren, dass sie ihre Privatsphäre brauchen.

Und wie groß ist nun die Gefahr der Islamisierung? Aber wechselt man eine Religion, seine Überzeugungen so schnell?  Sollten wir nicht eher mit Offenheit, Toleranz und einem ´Gottvertrauen´ daran gehen, diesen Menschen unsere freiheitlichen Werte und Lebensgewohnheiten zu zeigen, um sie  weniger empfänglich für radikale Strömungen zu machen, sondern für eine Demokratie zu gewinnen?

Die Christen haben es geschafft, nebeneinander zu leben und sich zu respektieren. Die Anhänger Mohammeds müssen wohl erst noch viel unschuldiges Blut vergießen, um das zu schaffen. Hoffen wir, dass es dann nicht zu spät ist.

Der Gesprächstermin mit dem  Theater de Luna – Leiter Jurgen Hartmann musste aufgrund seiner Erkrankung verschoben werden. Wir werden Sie über einen neuen Termin informieren.

Der sitzungsfreie Sommer wird für Dr. Claudia Maicher, welche neben Wolfram Günther (beide Mitglieder des Landtages) und Monika Lazar (Mitglied des Bundestages) das Abgeordnetenbüro in Oschatz unterhält,  eine spannende Zeit. Sie wird als kulturpolitische Sprecherin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende auf Tour durch Sachsen gehen und mit Menschen, die in Kulturrichtungen arbeiten, sich in eigenen Kulturprojekten engagieren und für Kultur stark machen, ins Gespräch kommen.

Der Austausch über ihre Ideen und Visionen, die Mühen des Alltags in der Kulturarbeit, über finanzielle, rechtliche und politische Rahmenbedingungen des Kulturschaffens will sie zum Ausgangspunkt ihrer parlamentarischen Arbeit machen. Sie möchte  Anregungen für unsere Kulturpolitik aufnehmen und die  bisherigen Initiativen der Grünen weiterentwickeln.

Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr das Kulturraumgesetz, eine tragende Säule sämtlicher Kulturförderung in Sachsen, von Musik und Theater über Bibliotheken, Museen und Galerien bis hin zu Soziokultur und kultureller Bildung. Es wird derzeit evaluiert. Damit haben die Grünen die Chance, es weiterzuentwickeln und zukunftsfest zu machen. Denn die ländlichen Regionen, die Mittel- und Kleinstädte stehen bei ihrer Kulturförderung beim erwarteten Bevölkerungsrückgang vor großen Herausforderungen.

Fragen, die sie mit den Gesprächspartner_innen unter anderen diskutieren will, sind:

• Wie können Kulturangebote als Bestandteil von Lebensqualität in den ländlichen Räumen erhalten bleiben?
• Welche finanziellen Perspektiven zeichnen sich für die nächsten Jahre ab?
• Wie kommen neue künstlerische Ideen und noch unerfahrende Akteure zum Zug?
• Welche kreativen Organisations- und Finanzierungmodelle sind beispielgebend?
• Wie können Kulturförderung, kulturpolitische Leitlinen und Entscheidungsprozesse weiterentwickelt werden?
• Welche Rahmenbedingungen sollten diesbezüglich vom Freistaat im Kulturraumgesetz und darüber hinaus gestaltet werden?

Viele interessante Station in den Kulturräumen Oberlausitz-Niederschlesien, Leipziger Raum und Vogtland-Zwickau stehen auf dem Programm – und dennoch können es nur wenige Besuche sein, angesichts der Vielfalt kultureller Angebote in Sachsen.

Das sind unsere Stationen:

Mittwoch, 12.08.2015
11:00 Uhr: Leipziger Symphonieorchester, Böhlen
Gespräch mit Geschäftsführer Hans-Ulrich Zschoch
14:00 Uhr:
Gespräch Jürgen Hartmann, Leiter des Theatre de Luna, Oschatz
17:00 Uhr: Künstlergut Prösitz
Gespräch mit Leiterin Uta Hartwig-Schulz
Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien

außerdem:

Kulturraum Vogtland-Zwickau

Dienstag, 11.08.2015
11:00 Uhr: Alter Gasometer e.V., Soziokulturelles Zentrum, Zwickau
Gespräch mit Geschäftsführer Mario Zenner
Kulturraum Leipziger Raum (Uhrzeit noch nicht endgültig)

Dienstag, 18.08.2015
10:00 Uhr: Kunsthalle Oberlausitz in Pulsnitz
Gespräch mit Sabine Schubert, Kulturbeirat für Bildende Kunst
13:00 Uhr: Landratsamt Görlitz
Gespräch mit Kulturraum-Konventsvorsitzendem Landrat B. Lange und Kulturraumsekretär J. Mühle
15:00 Uhr: Tierpark Görlitz
Gespräch mit Dr. Hammer, Tierparkleiter u. Bernd Großer, Kulturbeirat für Tiergärten und Landschaftsparks
18:00 Uhr: Meeting Point Messian

Mittwoch, 19.08.2015
09:00 Uhr: Hillersche Villa Zittau
Gespräch mit Jens Hommel, GF Hillersche Villa

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Am Samstag, dem 02.05.2015 wurden die Qualitäten der Stadt Oschatz bezüglich ihrer Radfreundlichkeit erkundet – vom Bahnhof in die Innenstadt und zu den Hauptverkehrsachsen nach Dresden, Leipzig und Wermsdorf.  Die Fachmänner Dr. Christoph Waack, Vorsitzender vom ADFC Leipzig und Stefan – Felix Winkler von der Rad AG Torgau konnten viele Hinweise geben, was gelungen und was verbesserungswürdig ist. Dazu hatten sich  der Landratskadidat für Linke/ Grüne Peter Hettlich, die OAZ mit Herrn Kunze, Herr Müller als radfahrender Bürger und Uta Schmidt als grüne Stadträtin gesellt.
Tenor – Höhen und Tiefen liegen oft eng beieinander ….. z. B.vom Bahnhof in die Innenstadt.

Der absolute Höhepunkt ist die verschließbare und trockene Unterstellmöglichkeit für Fahrräder am Bahnhof. So etwas sucht man sogar in Fahrrad´großstädten´.  Und sie könnte erweitert werden – es gibt ein Warteliste bei der Stadtverwaltung. Mit anderen Worten – auch in der Kleinstadt Oschatz ist der umweltfreundliche Trend zum Fahrrad angekommen.

Dann die Bahnhofstraße an sich: ein grundhafter Ausbau würde nicht nur Fahrradfahrer erfreuen. Es gibt zwar Alternativwege, aber Ortsfremde werden sie nicht finden. Auch jetzt schon wäre Platz für Fahrbahnmarkierungen, die Raum für Radfahrer schaffen. Und die Belegung der Straße als Kriterium für eine Genehmigung gibt es auf jeden Fall auch her.

Einbahnstraßen um das Zentrum könnten ab einer Fahrbahnbreite von 3,50 m für Fahrradfahrer in entgegengesetzer Richtung geöffnet werden. Laut Dr. Waack ist es ein Trugschluss, dass es zu mehr Unfällen kommt – der entgegenkommende Radfahrer wird gesehen und Paragraph 1 der StVO wirkt ….

Manchmal müssten nur kleine Schilder unter vorhandenen Verkehrsschildern angebracht werden, um eine Lücke für den Radverkehr zu schließen.

Doch genau dafür war man vor Ort unterwegs, um solche Kleinigkeiten in einer ersten Befahrung aufzudecken.  Und da sich der Oberbürgermeister, Herr Kretschmar  dankenswerterweise zwischen 2 Terminen die Zeit nahm, um Fragen zu diskutieren und Möglichkeiten einer weiteren Zusammenarbeit auszuloten, wird es sicher nächste Schritte geben. Aber dafür sind ja auch die Grünen im Stadtrat  – und ein Landratskadidat –  da.

Die freien Schulen sind eine Bereicherung der Schullandschaft. Viele Ansätze dieser Schulpioniere sind auch schon in einigen staatlichen Schulen erfolgreich übernommen. Wann wird die Eigeninitiative der Eltern und Vereine endlich anerkannt und wann werden freie Schulen nicht mehr durch geringere Finanzausstattung vom Freistaat Sachsen diskriminiert. Die betreffenden Regelungen im Schulgesetz waren laut Sächsischem Verfassungsgerichtshof verfassungswidrig. Dieses Unrecht soll geheilt werden. Doch der vom Kultus vorgelegte  Gesetzentwurf wird diesem Anspruch nicht gerecht.
Bitte unterstützt diese Petition von Hartmut Kluge, damit das Schulgesetz künftig keine Schule und keinen Schüler benachteiligt.

Stopp dem Verfassungsbruch

Barbara Scheller berichtet: „Als Gründungsmitglied der Apfelbaumschule in Schweta bei Mügeln habe ich seit dem Jahr 2000 ganz genau beobachtet, wie schwer es die CDU den Initiativen der Freien Schulen gemacht hat. Nach 15 Jahren zähem Ringen sind Freie Schulen immer noch klar im Nachteil. Deshalb habe ich sofort unterzeichnet. Bitte tut das auch.“


Verlust an gebauter Kultur und Heimat ist erschreckend

Wolfram Günther, MdL: Allein in den letzten zwölf Monaten gingen 16 Kulturdenkmale endgültig verloren, 35 weitere Abrisse genehmigt

Dresden. Im Landkreis Nordsachsen sind seit dem Jahr 2000 178 Baudenkmale abgerissen worden. In ganz Sachsen waren es mehr als 4.500 Baudenkmale. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Wolfram Günther (GRÜNE) hervor.

„Die Größenordnung dieses unwiederbringlichen Verlusts an gebauter Kultur und Heimat ist erschreckend. Die Städte und Gemeinden im Landkreis Nordsachsen haben ein gewaltiges Entwicklungspotenzial verloren“, erklärt Wolfram Günther, Sprecher für Denkmalschutz der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag.

„Der Landkreis Nordsachsen weist einen großen Reichtum an Bauzeugnissen vergangener Epochen auf, deren Bewahrung von hoher gesellschaftlicher Bedeutung ist. Die Anzahl der geschützten Kulturdenkmale im Landkreis belief sich zum 24. November 2014 auf nur noch 3.788. Der Abrisstrend ist dabei ungebrochen: Allein in den vergangenen zwölf Monaten gingen 16 Kulturdenkmale endgültig verloren. Aktuell liegen im Landkreis Nordsachsen bereits weitere 35 Genehmigungen für Abrisse bzw. Teilabrisse von Kulturdenkmalen und ein weiterer in der Abwägung befindliche Anträge auf Abriss vor.“

Seit dem Jahr 2000 wurden im Landkreis Nordsachsen 4,5 Prozent der dortigen Kulturdenkmale abgerissen.

Im Landkreis Leipzig gab es mit 8,8 Prozent die höchste Abrissquote im Freistaat. Die geringsten Verluste waren in der Stadt Dresden zu verzeichnen. Dort ging die Anzahl der Kulturdenkmale nur um ein Prozent zurück.

Der höchste Bestand an Kulturdenkmalen findet sich im Landkreis Görlitz mit 14.525. Die Stadt Leipzig verfügt mit 14.114 Denkmalen über den zweithöchsten Denkmalbestand.

„Trotz der Rettung zehntausender Kulturdenkmale in den vergangenen Jahren befinden sich ganze Denkmalgruppen in einem dramatischen Zustand. Dies betrifft sowohl verstärkt die technischen Denkmale als auch die Gruppe der Schlösser, Gutshäuser und ländlichen Anwesen. Einem guten Denkmalschutzgesetz steht jedoch in Sachsen mangelnde finanzielle Förderung entgegen“, kritisiert der Abgeordnete Günther.

„Die finanziellen Mittel des Bund-Länder-Programms ‚Städtebaulicher Denkmalschutz‘ wurden in den vergangenen fünf Jahren in Sachsen von jährlich 73,5 Millionen Euro auf 41,5 Millionen Euro gekürzt. Für das sächsische Landesprogramm für den Erhalt von Kulturdenkmalen standen 2009 noch zwölf Millionen Euro zur Verfügung. 2014 war dem Freistaat dieses Programm nur noch fünf Millionen Euro wert.“

„Diese Kürzungen können auch nicht durch weitere 1,4 Millionen Euro für Sachsen aus dem neuen Sonderprogramm Denkmalschutz des Bundes oder durch das unterstützenswerte Sofortprogramm zur Förderung der Umgebindehäuser mit einem jährlichen Finanzvolumen von 0,5 Millionen Euro kompensiert werden. Vor allem engagierte private Denkmaleigentümer werden mangels ausreichender Förderung allein gelassen. Schon jetzt reichen die Zuschüsse nicht aus, um für wichtige Denkmale zumindest ein Minimum an Förderung bereitzustellen. Wenn aber weder saniert noch gesichert werden kann, drohen zunehmend Verfall und Abriss. Diese Entwicklung muss dringend korrigiert werden“, fordert Günther.

„Hier erwarte ich von CDU und SPD ein klares finanzielles Bekenntnis in den anstehenden Haushaltsverhandlungen. Wir GRÜNEN wollen die sächsischen Förderzuschüsse für Denkmale verdoppeln. Wir schlagen eine Finanzausstattung von jährlich zehn Millionen Euro für das sächsische Landesprogramm für den Erhalt von Kulturdenkmalen vor. Unseren Schutz benötigen nicht nur die bekannten Sehenswürdigkeiten, sondern gerade die vielen kleinen Denkmale, die in ihrer Summe die geschichtliche Entwicklung Sachsens nachvollziehbar und erlebbar machen.“

„Mangelnde finanzielle Unterstützung beim Denkmalschutz schadet auch der heimischen Wirtschaft. Es sind Tausende Handwerker, Architekten, Beschäftigte in Bauunternehmen, Restauratoren, die einen wichtigen Teil des Bauwirtschaftsgewerbes ausmachen. Jeder Euro an staatlicher Denkmalförderung zieht ein Mehrfaches an privaten Investitionen nach sich“, argumentiert der Abgeordnete.

Kleine Anfrage Wolfram Günther „Aktuelle Anzahl der sächsischen Kulturdenkmale und Verlust an Kulturdenkmalen seit dem Jahr 2000“ (Drs. 6/274): http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=274&dok_art=Drs&leg_per=6&pos_dok=202

Zum Vergleich die Abrisse der vergangenen zwölf Monate aus: Kleine Anfrage Karl-Heinz Gerstenberg „Anzahl der sächsischer Kulturdenkmale und Abriss von unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden“ vom 27.08.2013 (Drs. 5/12592)

Am 20. September 2012 war der GRÜNE RIESENSTUHL in Oschatz.

Die Passanten konnten über den Stuhl staunen, sich über die Notlage der Sächsichen Bildung informieren oder einfach mal auf dem Stuhl Probe sitzen.

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Mehr zur Grünen Bildungstour: www.lehrermangel-stoppen.de

Das Thema Lehrermangel ist ein Dauerbrenner. Auch das Schuljahr 2014/15 ist geprägt von Unterichtsausfall. Die meisten Schulen sind personell so schwach besetzt, das Unterrichtsvertretung nicht möglich ist. Den großen Ruck haben wir Grünen direkt nach der Landtagswahl nicht erwartet. Für das kommende Schuljahr bleiben wir am Thema dran.

Das geschmückten des Zuckertütenbaums ist die traditionelle Aktion zum Schulanfang mit der die Oschatzer GRÜNEN seit 2010 ins neue Schuljahr zu starten.
Unter Anleitung von Kreissprecherin Barbara Scheller und Stadträtin Uta Schmidt haben die Grünen gemeinsam mit Kindern, Eltern und Passanten der Oschatzer Lichtstraße Zuckertüten gebastelt und am Vortag des Schulbeginns am E-Werk die Künastlinde damit geschmückt. Unter dem Slogans wie: „Landschulen erhalten“ oder“ weniger Ausfallstunden“ informierten die Grünen über die existentielle Gefahr für Landschulen  in Sachsen oder die Ursachen des Problems des Lehrermangels.

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Rückblick 2010: Die Elterninitiative der Grundschule Hof hat Eltern, Bürger und Politiker aufgefordert die Montagsdemonstrationen gegen den Mitwirkungsentzug der ersten Klasse zu unterstützen. Die Regionalgruppe Oschatz von Bündnis 90/Die Grünen unterstützt diese Initiative. An den ersten vier Terminen waren jeweils Grüne vor Ort.  Der kleine grüne Drachen verteilte Süßigkeiten an die Jüngsten unter den Demonstranten.

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Auch an den folgenden Montagen waren die Grünen mit vor Ort, um für die Kinderrechte kämpfen.  Barbara Scheller weiß aus eigenen Erfahrungen in Mahlis zu berichten, wie nachteilig eine Grundschulschließung sich auf die Entwicklung eines Ortes auswirkt.

Die Grüne Kreissprecherin Barbara Scheller war mit weiteren Vertretern der Elternschaft und des Gemeinderates im Juli 2010 zur Übergabe von 4300 Unterschriften beim Kultusministerium in Dresden.

2010 hat man im Kultusministerium abgeblockt, das Verwaltungsgericht gegen die Kinder entschieden und die CDU des Landkreises gekuscht. Verlierer waren Kinder Es begann für die „Hofer Schulanfänger“ eine Grundschulzeit mit Taxischulweg, langen Schultagen und der täglichen Reise nach Oschatz. Die Wellen in Presse, Rundfunk und Fermsehen schlugen hoch. Viele Bürger brachten ihre Empörung über die Schulbehörde zum Ausdruck. Diese hatte die Kinder einer ganzen Klasse wegen eines nicht im Schulbezirk wohnenden, aber für die Schlossschule angemeldeten Kindes auf die tägliche reise nach Oschatz geschickt.

Letztlich hat der breite Protest hat vielleicht doch dazu beigetragen, dass Schlossschule Hof weiterhin die Grundschule der Gemeinde  Naundorf ist. Es bleibt festzustellen,  dass das Recht einer Gemeinde eine Grundschule zu betreiben im Sächsischen Schulgesetz verankert werden muss. Erst dann haben junge Familien, die sich im ländlichen Raum ansiedeln wollen eine planbare Grundschulzeit für ihre Kinder. Es wäre ein kleiner Baustein für die Zukunft der vom  demografischen Wandel betroffenen Landgemeinden.