Mit einer ergreifenden Rede von Robert Habeck wurde am Freitag in Bielefeld die 44. Bundesdelegiertenkonferenz eröffnet. Unser Kreisverband hatte mich als Delegierter gewählt und stolz darauf, fuhr ich nach Bielefeld, so wie 800 Andere aus allen Landesverbänden.

Neben den Bundesvorstandswahlen, standen die Themen Wohnen, Klima und Wirtschaft auf der langen Tagesordnung über insgesamt 22 Stunden Debatte in der Kongresshalle Bielefeld.

Mit dem Antrag Wohnen haben wir nun eine progressive Antwort auf die steigenden Probleme aller Mieter, insbesondere in den Ballungszentren. Hier einige Beispiele aus dem Beschlusstext:

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Den Vormittag des legendären 9. November habe ich in #Schmannewitz verbracht. Morgenandacht in der Kirche … Mir fallen die unterschiedlichen Kanzeln auf. Ich Frage nach. …“Die zweite Empore auf der Nordseite war ursprünglich nicht vorhanden. Sie stammt aus einer Kirche von Cröbern bei Leipzig, die der Braunkohle zum Opfer fiel.“ Irgendwie ist das passend zum Gedenktag …. Die Empore in schwarz-weiß zum Gedenken an Willkür. Doch wir gedenken an diesem Tag noch an viel Schlimmeres…. 1939 ….eine Zeit, die ich glücklicher Weise nur aus Erzählungen meines Vaters kenne. Jedes Opfer von Willkür und Gewalt ist ein Opfer zu viel. Zu diesem Satz stehe ich. Besonders rassistischem und rechtem Gedankengut werde ich auch weiterhin entgegen treten. Auch der Versuch des Sozialismus ist aus meiner Sicht gescheitert. …. Auf der Rückfahrt von Schmannewitz ditzen wir zu viert im Auto. Umleitungsbedingt fahren wir durch den Ort Schwarzer Kater. Ich erwähne, dass in den achtziger Jahren hier ein Atomkraftwerk gebaut werden sollte. Er gsb damals Widerstand auf Kirchenkreisen und von Umweltschützern. Ich war damals nicht dabei. Mit drei kleinen Kinder zu Hause hatte ich einfach Angst eingesperrt zu werden. Pfarrer Uli Korbel und einige meiner Freunde, die heute #Grün (e) sind waren damals ganz aktiv….Am Nachmittag schaue ich im Oschatzer Stadion vorbei. Fussball der Herren Oschatz gegen Merkwitz. Demba Mbye schießt ein Tor. Nach dem Spiel wird rundum abgeklatscht und Demba, wie alle anderen Torschützen, gefeiert. Ich freue mich. Ich habe das Gefühl, die Integration ist gelungen. Der FSV Oschatz hat hier gute Arbeit geleistet.


Am 11.11.2019 um 17.00 Uhr bieten die Stadträte der Grünen im Büro, Lichtstr. 1,  eine Sprechstunde zu den Themen des Stadtrates am 14.11.2019 an.
Oschatzer, die sich dafür oder auch für die Arbeit der Grünen interessieren bzw. andere Anliegen haben, sind dazu herzlich eingeladen.

……info@gruene-oschatz.de oder oschatz@gruene-tdo.info…..
Arbeitsgruppe gegründet/Bürgerbeteiligung gefordert/Kritik zu Stop-Schildern an neuem Radweg/Leser gefragt

Oschatz. Der Alltag für Radfahrer in Oschatz soll verbessert werden. Um das neben touristischen Touren auch den herkömmlichen Radlern im Stadtgebiet zu garantieren, hat die Stadt eine Arbeitsgruppe „Fahrradfreundliches Oschatz“ gegründet. Zur jüngsten Sitzung votierte der Stadtrat einstimmig dafür.

In der Gruppe sollen neben Verwaltungs- und Behördenmitarbeitern und später einem Vertreter der Oschatzer Freizeitstätten GmbH (zur Vermarktung) auch Stadträte – aus jeder Fraktion einer – mitwirken. Oberbürgermeister Andreas Kretschmar bat die Vorsitzenden, jeweils einen aus ihren Reihen zu benennen. Stadtrat David Pfennig (Grüne) ging das nicht weit genug. Er regte an, auch weitere Vertreter aus den Reihen der radfahrenden Einwohner zu involvieren – in welcher Form das geschehe, darüber müsse man sich noch abstimmen. „Wir haben Bürgerbeteiligung bei diesem Thema eingefordert, jetzt sollte diese auch mit umgesetzt werden“, sagte er.

Die Grünen und die Freien Wähler hatten bereits im Frühjahr angeregt, das Radwegekonzept zu überarbeiten. Hilfe erhofften sie sich dabei, wie auch die Verwaltung, von der Technischen Universität Dresden. Im Rahmen einer Studienarbeit hatte einer der Studenten Verbesserungen für Oschatz vorgeschlagen. Diese wurden für gut befunden, aber nicht umgesetzt. Weil sich an den Rahmenbedingungen seit der letzten Untersuchung im Jahr 2017 in Oschatz nichts verändert habe, lehnte die Universität eine weitere Unterstützung in dieser Form ab. Deshalb wurde auf die Gründung einer Arbeitsgruppe als Alternative zurückgegriffen.

Für David Pfennig ist es wichtig, den Blick bei diesem Thema zu weiten. „Wir hatten bisher vor allem touristische Nutzung auf dem Schirm. Der Alltagsradler ist aber genau so wichtig. Selbst jene, die oft und gern mit dem Rad in der Stadt unterwegs sind, kennen nur die Strecken, die sie selbst regelmäßig fahren. Es ist also gut möglich, dass wir manchen problematischen Bereich gar nicht selbst auf dem Schirm haben“, meinte er. Für ihn gelte es, als Grundlage für die Arbeit der neuen Gruppe, die Stellen zu sammeln, an denen Nachholbedarf herrscht.

Beim Sammeln von verbesserungswürdigen Bereichen in Oschatz und Umgebung gehe es ihm vor allem darum, zu schauen, wo man schon mit geringem Aufwand und ohne große Planungen, die sich zeitlich hinziehen, etwas bewirken kann, etwa im Bereich Beschilderung. Er selbst legte bereits Beispiele vor, etwa die Öffnung von Einbahnstraßen für Radfahrer entgegen der Autofahrtrichtung in der Innenstadt an der ein oder anderen Stelle. Ferner liege ihm eine Verbesserung für Radler entlang der Bahnhofstraße nach wie vor sehr stark am Herzen. Weiterhin führte er den Dresdener Berg und die Friedensstraße an, für die es jeweils nur in eine Richtung Radwege gebe. Verbesserungswürdig sei auch die Situation rund um den Kirchplatz, sowie an Promenade, hier besonders den Abzweig an der Klosterkirche in Richtung Altmarkt und Brüderstraße, wo es keine Anbindung gibt.

Ein negatives Beispiel, das erst jüngst zu Tage getreten ist, trugen Einwohner bereits an die Verwaltung heran. „In meiner Bürgersprechstunde gab es jetzt jede Menge Nutzer des fertiggestellten und frei gegebenen Mulde-Elbe-Radweges, die angesichts der neu aufgestellten Stopp-Schilder mit dem Kopf schütteln. Hier ist uns ein Fehler unterlaufen, die Schilder werden in den kommenden Tagen entfernt“, räumte das Stadtoberhaupt ein.

Wo herrscht Nachholbedarf in punkto fahrradfreundliches Oschatz? Schreiben Sie uns an oschatz.redaktion@lvz.de

Verhungert und vergast: Krankenmorde an Hubertusburger Patienten
Fast tausend Betroffene während des Naziregimes / Öffentliches Gedenken fehlt

Wermsdorf. Ein dunkles Kapitel der Wermsdorfer Krankenhausgeschichte wurde am Montagabend aufgeschlagen: Auf Einladung des nordsächsischen Grünen-Kreisverbandes sprachen Dr. Boris Böhm von der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein und Psychiatrie-Chefarzt Dr. Peter Grampp über die Morde an psychisch kranken oder geistig behinderten Menschen im Rahmen der NS-Aktion T4. Die Abkürzung bezeichnete die Dienststelle, die die Krankenmorde organisierte.

Über 70 Besucher verfolgten die Vorträge in der Ergotherapie des Fachkrankenhauses. Dabei konnten beide Referenten mit genauer Recherche punkten, denn Meldebögen, Patientenkarteikarten oder medizinische Akten sind zum Teil noch vollständig erhalten. Anhand derer lässt sich nachvollziehen, dass 1940/41 fast eintausend Patienten von Hubertusburg in Tötungsanstalten verlegt und dort umgebracht worden. „Es geht oft die Legende um, dass den Patienten nichts passiert ist, die seien alle nur ’woandershin’ gebracht worden“, gab Boris Böhm eine lange benutzte Auffassung wieder. „Die Menschen kamen aber nicht irgendwohin, sondern in die Gaskammern nach Pirna-Sonnenstein oder Brandenburg an der Havel.“

Mit Beginn der Naziherrschaft habe die Aggression gegenüber Kranken und geistig Behinderten deutlich zugenommen, so Böhm. Für diese Entwicklung sei schon zuvor der Weg bereitet worden, erinnerte Peter Grampp. Schon im 19. Jahrhundert sei die Diskussion über Verhinderung minderwertigen Lebens geführt worden. Und auch wenn bis 1940 keine systematische pharmakologische Tötung und keine Vergasung stattgefunden habe, sei die Hubertusburg „überhaupt nicht ausgenommen von den Krankenmorden“, so Grampp. Vielmehr habe zuvor ein „stilles Sterben“ eingesetzt – schlichtweg durch den Entzug von Nahrung. So habe man allein während des Ersten Weltkrieges 70 bis 80 Prozent der Hubertusburger Patienten schonungslos verhungern lassen. In anderen Heil- und Pflegeanstalten sei das ähnlich gewesen. „Immer wenn die Zeiten schlechter wurden, finden wir eine Übersterblichkeit in der Psychiatrie“, machte er deutlich.

Boris Böhm und seine Mitstreiter stießen bei ihren Recherchen auf einen weiteren schrecklichen Fakt der Krankenhausgeschichte: „Wir wissen von mindestens 120 Männern, die in Hubertusburg und Oschatz zwangssterilisiert worden.“ Bei keinem dieser Fälle auf der Grundlage des Gesetzes zur „Verhütung erbkranken Nachwuchses“ habe es ein Einverständnis der Betroffenen gegeben, verweist Peter Grampp auf Akten jener Jahre.

Zwar habe es unter den Ärzten im Wermsdorfer Krankenhaus keine begeisterten Anhänger des Nazi-Systems gegeben, öffentlichen Widerstand aber auch nicht, fasste Grampp zusammen. So habe der damalige Psychiatrie-Chefarzt Weicksel versucht, Anordnungen wie die Rationierung der Lebensmittel für Patienten lange auszusitzen. „1935 führte dann der sächsische Innenminister ein Gespräch mit dem Chefarzt und danach nimmt die Sterblichkeit in der Hubertusburg zu“, weiß Grampp aus alten Akten. Weicksel habe außerdem Krankheit vorgeschützt und versucht, sich in den Ruhestand versetzen zu lassen. Doch Grampp ist überzeugt: „Die Ärzte wussten sehr genau, was passiert.“ Als 1940 die Psychiatrie geräumt wurde, habe auch die Bevölkerung das Verschwinden der Patienten wahrgenommen.

Allein in Pirna-Sonnenstein wurden von Juni 1940 bis August 1941 mindestens 13 720 Männer, Frauen und Kinder ermordet. Die Patienten wurden zum Duschen geschickt und stattdessen durch eingeleitetes Gas getötet, beschrieb Boris Böhm. Anschließend kamen die Leichen in Verbrennungsöfen. Für die T4-Aktion zur „Vernichtung unwerten Lebens“ hatten die Nazis zuvor auch Hubertusburg als Standort im Visier, erklärte Böhm. „Das sollte eine Euthanasieanstalt für Mitteldeutschland werden.“ Aber die Nutzung für das Militär sowie als Lager für Bessarabiendeutsche durchkreuzten diese Pläne. „Trotzdem war die Hubertusburg in starkem Maß von Euthanasie betroffen“, machte er deutlich.

Ein öffentliches Gedenken daran fehle bisher. „Ich finde es absolut bedauerlich, dass Besucher von der Krankenhausgeschichte nichts mitbekommen, sondern nur etwas von der Hubertusburg als Jagdschloss erfahren“, sagte er. Peter Grampp verwies darauf, dass es immerhin in den Klinikfluren von Patienten gestaltete Fliesen gebe, die symbolisch an die ermordeten Kranken erinnern sollen.

„Das ist kein einfaches Thema, aber wir müssen das irgendwann anpacken“, meinte Barbara Scheller, Direktkandidatin der Bündnisgrünen für die bevorstehende Landtagswahl. Sie dankte beiden Rednern für die guten Informationen. Womöglich sei gerade jetzt die richtige Zeit, sich damit zu beschäftigen. „Heute, da viele recht laut rufen, dass manche besser sind als andere.“ Weiter auf Kommentar

Ist die Dahlener Heide „unentdecktes Tafelsilber“? Darüber diskutierten am Montagabend auf Einladung des Kreisverbandes von Bündnis 90/Die Grünen Touristiker und Politiker im Schmannewitzer Ferienhotel „Wiesenhof“. Zwar gebe es eine lange Tradition als Feriengebiet, aber dennoch kämen nicht so viele Gästen wie in die Dübener Heide oder zum Elbradweg, so die Ausgangslage. „Wir haben auf gewissen Strecken noch Nachholbedarf“, stellte Moderatorin Barbara Scheller, Landtagskandidatin der Grünen im Wahlkreis 36, fest.

Wertschöpfung für Bevölkerung

Eine Situation, die Rocco Buchta nur zu gut kennt. Er hat den Nationalpark Westhavelland mit aufgebaut, in einer Region, in der vor 25 Jahren nicht besonders viel los war. „Heute ist das Havelland eine der bekanntesten Reiseregionen mit seit Jahren wachsenden Besucherzahlen“, bilanzierte er. Dass man dabei auch immer den Nutzen für die Bevölkerung im Blick haben müsse, unterstrich Thomas Kleppel, Leiter des Naturparks Dübener Heide. „Tourismus ist ein Mittel zum Zweck für die Lebensqualität der Bevölkerung.“ Wenn man Radwege bauen und Gastronomie entwickeln wolle, müsse immer die Frage „Was hilft es den Leuten vor Ort?“ beantwortet werden.

Personal fehlt für Angebote

Claudia Großert hat als Inhaberin des „Wiesenhofs“ langjährige Erfahrung beim Entwickeln von Angeboten für Touristen. Mittlerweile habe man sich am Markt durchgesetzt und viele zufriedene Gäste, doch nun gibt es ein neues, drängendes Problem: „Wir sind an dem Punkt, wo sich alles zurückentwickelt, weil wir die Angebote mit dem vorhandenen Personal nicht mehr aufrecht erhalten können.“ Erste Häuser hätten bereits schließen müssen, weil Personal fehle und man dem Ansturm der Gäste nicht mehr gerecht werden könne. „Wozu soll ich noch Tourismus entwickeln, wenn mir das Personal fehlt?“ brachte sie es auf den Punkt. „Dass Arbeitskräfte fehlen, höre ich auch von Handwerkern oder Dienstleistern“, bestätigte Barbara Scheller.

Jugendliche ohne Abschluss

Gerade in diesem Zusammenhang sei es nicht nachzuvollziehen, dass man das Potenzial der Zuwanderung nicht nutze: „Es ist schade, wenn die Leute in Heimen sitzen, die Wand anstarren und nicht arbeiten dürfen.“ Wolfram Günther, grüner Spitzenkandidat zur Landtagswahl, verwies darauf, dass immerhin acht Prozent der Jugendlichen in Sachsen keinen Abschluss haben. „Das können wir uns schlichtweg nicht leisten“, kritisierte er. Damit auch junge Menschen in ländliche Regionen kommen, hier arbeiten und Verantwortung übernehmen, müssten diese attraktiv sein. Dazu gehöre etwa schnelles Internet und gute Infrastruktur.

Ortsdurchfahrt bleibt Dauerbrenner

Bei letzterem Punkt stöhnten die Schmannewitzer unter den Zuhörern auf. Grund: Seit über 25 Jahren warte man auf die Erneuerung der Ortsdurchfahrt. Von einer Umgehung, die das Heidedorf entlasten könnte, ganz zu schweigen. „Wir brauchen gute Straßen und Radwege, da muss man auch mal in die Natur eingreifen“, so eine Forderung aus dem Publikum. Dagegen wehre man sich gegen den geplanten Bau der Rettungswache in der Wiesenaue und dagegen, dass im Regionalentwicklungsplan die Umgebung als Gebiet für Windräder ausgewiesen ist – beides verschandele die Dahlener Heide und laufe dem Tourismus zuwider.

Diskussion um Windräder

„Wir alle brauchen Strom, das gehört zur Ehrlichkeit dazu“, entgegnete Wolfram Günther. Die Zukunft der Dahlener Heide werde sich nicht daran festmachen, ob hier ein Windrad steht. Aber: „Sie haben ein Recht, bei der Planung genau hinzuschauen“, meinte er mit Blick auf die Beteiligung. „Wir waren uns alle einig, dass im Naturpark Dübener Heide kein Windrad gebaut wird“, blickte Thomas Klepel zurück, „und da die Kommunen ein Mitspracherecht bei der Planung haben, hat das geklappt.“

Mit Naturpark-Idee gescheitert

Mit der Idee, die Dahlener Heide zum Naturpark zu machen, sei man in den 1990er-Jahren „kläglich gescheitert“, musste Karl-Heinz Trudel, Stadtrat aus Schmannewitz, eingestehen. „Damals fehlte das Interesse des Kreises und jemand, der das mit aller Macht vorangetrieben hat.“ Insgesamt sei man touristisch vor 15 Jahren schon einmal besser aufgestellt gewesen. Deutlich besser als heute: „Wir sind bestimmt der einzige Erholungsort, der keinen Spielplatz hat. Da fehlt der Wille der Stadt“, sagte er. Dahlen sei leider eine sehr träge Kommune, beschrieb Claudia Großert ihre Erfahrungen. So würden selbst einfachste Dinge wie zusätzliche Bänke im Ort fehlen, auf denen sich vor allem ältere Gäste, die nicht mehr gut zu Fuß sind, ausruhen könnten.

Dennoch entwickle sich immer wieder Neues in der Dahlener Heide, lobte Uta Schmidt und nannte als Beispiel den Holzweg, der jüngst ausgewiesen wurde. „So etwas finde ich fantastisch.“

Von Jana Brechlin

Wolfram Günther, Spitzenkandidat Bündnis 90 / Die Grünen  in  Sachsen

Barbara Scheller  Direktkandidatin Wahlkreis 36  Bündnis 90 / Die Grünen

 

Am vergangenen Mittwoch fand das erste Wahlforum für unsere Landtagskandidatin Barbara Scheller im Kreiskulturhaus Torgau statt. Als Direktkandidatin des Wahlkreises 36 eine willkommene Veranstaltung, um sich den Bürgern aus Torgau und Umgebung zu präsentieren.

Während die Kandidatin der AFD die Teilnahme verweigerte und vor dem Kreiskulturhaus kaum wahrnehmbar demonstrierte, stellten sich die restlichen geladenen Gäste den Fragen des Moderators und der zahlreichen Bürgerinnen und Bürger.

Nach einer kurzen Anmoderation ging es schon los mit einer persönlichen Vorstellung der anwesenden Kandidaten.

Da jeder Gast im Vorfeld die Möglichkeit besaß, durch 2 Klebepunkte die Themenschwerpunkte für das Podium festzulegen, waren auch schnell die Kernthemen ausgewählt. Kaum überraschend kam das Thema „innere Sicherheit“ auf Platz eins.

Vom Polizeigesetzt, über die Einwanderung im Jahr 2015 bis hin zu den Zukunftsaussichten unserer Zivilgesellschaft wurde das Thema ausgiebig von allen Parteien subjektiv dargestellt. Viele Gäste nutzten das 1 Thema, um Fragen an die Teilnehmer des Podiums zu stellen, aber auch um ihren Frust loszuwerden. Leider führte das dazu, dass die Redezeit der Kandidaten darunter litt. So kam es, dass „innere Sicherheit“ deutlich über die Hälfte der angesetzten 2 Stunden vereinnahmte und die weiteren Themen zur Verkehrsanbindung auf dem Land, sowie zur Bildung und Ausbildung in Schulen und Kitas, etwas zu kurz kamen.

Zwischendurch gab es vom Moderator geführte Abstimmungen, die größtenteils in überraschender Einigkeit aller Kandidaten ausfielen. Auch im Diskussionsverlauf innerhalb der Teilnehmer gab es durchweg sachliche Aussagen, ohne sich untereinander anzufeinden.

Vielleicht lag es daran, dass es das erste Aufeinandertreffen in dieser Konstellation war oder die Anwesenden sind sich tatsächlich im Grundsatz einig, was für Sachsen und explizit Nordsachsen wichtig ist.

Wir als Grüne aus Nordsachsen können zusammenfassend überaus glücklich sein mit Barbaras Leistung. Wieder einmal hat sie unter Beweis gestellt, dass sie sehr viel Erfahrung und Abgeklärtheit mitbringt, was gerade in der heutigen Zeit äußerst wichtig ist, um einen erfolgreichen Wahlkampf zu führen.

Für Barbara war das der krönende Abschluss eines langen Wahlkampftages mit durchweg positiven Ergebnissen, so dass sie unbeschwert den kommenden Veranstaltungen entgegenblicken kann.

Enrico Müller

Enrico Müller und Rico Weiße sind die neue Doppelspitze der Nordsächsischen Grünen.

Der Kreisverband Bündnis90/Die Grünen Nordsachsen hat wieder eine Doppelspitze.

Die Sprecherposten des Kreisverbandes wurden am 29.6. 2019 im E-Werk Oschatz neu vergeben. Nach dem Rücktritt des Sprechers Malte Reupert aus beruflichen Gründen war satzungsgemäß eine Nachwahl von Sprechern notwendig.

Alle Mitglieder haben bis auf eine Stimmenthaltung der gemeinsamen Bewerbung von Rico Weiße und Enrico Müller zugestimmt. „ Ich bin sehr froh, dass wir jetzt, wo der Landtagswahlkampf in die heiße Phase geht, tatkräftige Unterstützung der Sprecher für die drei Direktkandidaten genießen können. Unsere neuen Sprecher sind als Team angetreten und das ist gut so.“, kommentiert Barbara Scheller, selbst Direktkandidatin im Wahlkreis Torgau-Oschatz. „Mit der Wahl der beiden jungen Sprecher ist der Staffelstab an die nächste Generation übergeben“, freut sich Barbara Scheller.

Enrico Müller lebt in Dommitzsch bei Torgau und war bereits Mitglied des Kreisvorstandes.

Rico Weiße aus Oschatz ist der Geschäftsführer des E-Werks Oschatz und  neu im Vorstand.

Vorläufige Kontaktdaten:

Rico Weise:      rico@ewerk-oschatz.de               Enrico Müller: enrico_mueller@posteo.de

Die Grünen bewegen sich inhaltlich nicht auf die Mitte zu. Es ist umgekehrt.

Die Mitte bewegt sich auf die Grünen zu.

Zitat aus der TAZ

Liebe Mitglieder der Grünen, sehr geehrte Sympathisanten und Unterstützer ,

Die Kommunalwahlen sind im ländlichen Raum ganz anders einzuordnen als in großen Städten.

Vielfach werden Personen gewählt. Bei den Kommunalwahlen 2019 wurden aber auch Parolen gewählt.

Wir Grüne stellen uns dem entgegen, wir bieten Sachthemen, stellen Klima und Umweltschutz in den Mittelpunkt – seit der Gründung.
Auch nach der
Wiedervereinigung waren wir im jetzigen Landkreis Nordsachsen besonders bei diesen Themen aktiv. Selten wurde dieses oft zeitintensive Engagement wirklich honoriert.

Vielen Dank an die Alt-Grünen im Landkreis Nordsachsen, die diese Wege geebnet haben!!!

Insofern freuen wir uns, dass dieser Kampf gegen Windmühlen endlich Früchte trägt – auch Dank einer jüngeren Generation, die mit der Demokratie und Meinungsfreiheit aufgewachsen ist und klare Bekenntnisse für wichtig erachtet.

Wir sind sehr froh, dass wir unsere Ergebnisse bei den Europawahlen auf 6,8 % steigern konnten – mit dem allgemeinen Trend. Das dies nicht genug für eine echte Wende im Sinne von Umwelt und Natur ist, wissen wir alle. Und die Zeit drängt.

Wir möchten uns auf diesem Wege noch einmal bei allen bedanken, die uns mental, mit Geld, mit Anwesenheit und Muskelkraft und vor allem ZEIT unterstützt haben!

Vor allem denen, die sich für Bündnis 90/Die Grünen  aufstellen lassen haben, gebührt ein großer DANK!

Und wir hoffen, dass ihr /Sie  uns auch bei den anstehenden Landtagswahlen ähnlich unterstützt – auch wenn uns eine Welle der Sympathie noch mal Kräfte und vielleicht Flügel verleiht …

Hier die vorläufige Liste der kommunalen Ergebnisse, wo wir Mandate erzielt haben:

Kreistag 4 Sitze

Jens Rühling und Axel Weinert aus Taucha

Oliver Gossel, Schkeuditz

David Pfennig Oschatz

Stadt – u. Gemeinderäte

Delitzsch – 1 Sitz
Jörg Bornack

Eilenburg – 1 Sitz
Enrico Kunze

Taucha 3 Sitze
Axel Weinert, Fridtjof Erbs und Steffi Jentho

Schkeuditz 2 Sitze
Oliver Gossel und Evelyn Hütel

Belgern – Schildau 2 Sitze
Thomas Eifler und Matthias Schulze

Wermsdorf Gemeinde 1 Sitz

Barbara Scheller  + Ortschaftsrat

Oschatz 2 Sitze
David Pfennig und Uta Schmidt

die Grünen luden ein: Wenn Natur sich selbst wieder erfindet

Das war ein schöner Vormittag. 20 Menschen wanderten heute mit uns um den Grabschützer See.
 Wir erfuhren von seltenen Vogelarten, die sich in dem der Natur überlassenen einstigen Tagebau angesiedelt haben, über Anpassungsschwierigkeiten 
einiger Zugvögel an den früher einsetzenden Frühling, sahen Seeadler, Lachmöwe, Drosselrohrsänger und Rohrammer und Hochlandrinder.

 Vielen Dank an Joachim Schruth und Dieter Wend für die interessante Führung!