…. Fishbowl – Diskussion… 

Im Podium werden Plätze für das Publikum frei gehalten, die jederzeit von Gästen besetzt werden können, um an der Diskussion teilzunehmen

Dauer ca. 2h, anschließend lockere Gespräche bei leckeren Getränken an der Bar

Podiumsgäste:

Thomas Göcke , Klimawandelzweifler, Gewerkschafter bei der Bahn, Naturfreund

Anton Plietzsch, Potsdamer Insdtitut für Klimaforschung

Ort: E-Werk Oschatz, Lichtstr.1 04758 Oschatz Schaltwarte über den Hof

Zeit:

Einlass ab 18.30 Uhr

Beginn: 19.00 Uhr

Trotz glühender Hitze versammelten sich am 26. August 2019, 6 Tage vor der Landtagswahl in Sachsen, interessierte Menschen, vor allem junge, auf dem Marktplatz in Schkeuditz, um sich über das Thema Energiewende in Sachsen zu informieren.

Anna Kaleri, grüne Direktkandidatin in Nordsachsen 1, organisierte eine „Straßen-Uni“ und sorgte mit der Einladung verschiedener Experten in den Bereichen der Energiebranche und Energiepolitik für die notwendige fachliche Expertise.

Zu ihren Gästen zählten Dr. Gerd Lippold, Diplomphysiker und energiepolitischer Sprecher für Bündnis 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag, Prof. Dr.-Ing. Uwe Jung, der in der Kraftwerkstechnik und Energiewirtschaft tätig ist sowie Dr. Christoph Gerhards, der als Diplomphysiker in der Entwicklung von Energiekonzepten arbeitet.

Trotz der Komplexität der Frage einer funktionierenden, sozial verträglichen Energiewende, wurden detaillierte Fragen zur technischen Realisierbarkeit sowie der ökonomischen Gestaltungsmöglichkeiten gestellt und diskutiert.

Den Einstieg in die Veranstaltung bildete die Frage über die Zukunft des sächsischen Kohlekraftwerks Lippendorf und die damit verbundene, übergreifende Frage nach der Effizienz von Kohleverstromung.

Da klimaschädliche Emissionen in Deutschland aktuell nicht nach realen Kosten bepreist sind, war auch die Befürwortung einer Bepreisung beziehungsweise Besteuerung des klimaschädlichen Gases CO2 Gegenstand der Diskussion. Hierbei wurde ein Einstiegs-Preis von 40 Euro für jede ausgestoßene Tonne CO2 diskutiert, wie er etwa in einem Sofortprogramm von Bündnis 90/Die Grünen auf Bundesebene vorgeschlagen wird.

Trotz aller Ideen, die auf nationaler Ebene zu realisieren wären, wurde die europäische Dimension nicht ausgespart und die Möglichkeit eines funktionierenden, branchenübergreifenden europäischen Emissionshandels diskutiert.

Die Gäste erklärten, welche vergangenen industrie- und energiepolitischen Entscheidungen der Bundes-, aber auch Landespolitik eine schnelle und vor allem funktionierende Energiewende hemmten. Hierbei wurden klare Versäumnisse der Politik der Bundesrepublik hervorgehoben, wie etwa die fatale Benachteiligung von Pumpspeicherkraftwerken und anderen Speicherlösungen durch die heutigen Regelungen zu Umlagen und Entgelten.

Gleichzeitig wurde aber auch die Notwendigkeit von Investitionen in den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs betont, die in der Vergangenheit zugunsten des Straßenverkehrs vernachlässigt wurden.

Eine interessierte Frage aus dem Publikum hinsichtlich der Zukunft von Gaskraftwerken wurde dahingehend beantwortet, dass Gaskraftwerke sicher keine Zukunftstechnologie sind, jedoch eine emissionsarme Brücke in das System mit 100% Erneuerbaren Energien bilden können. Das heute fossile Gas kann Schritt für Schritt dekarbonisiert werden, indem es durch Wasserstoff und andere Gase auf Basis erneuerbarer Energien ersetzt wird. Die heutige Gasinfrastruktur lässt sich auch dann noch in großen Teilen nutzen.

Auch das Thema der Elektromobilität war, trotz voranschreitender Zeit und hoher Außentemperaturen, Gegenstand des Interesses der Menschen.

Aufgrund des Verbrauchs an konflikträchtigen Ressourcen ist hier noch viel Innovation und transparente, faire Beschaffung notwendig sowie eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie für Rohstoffkreisläufe.

Während die industriepolitische Dimension der E-Mobilität in Sachsen von großer Bedeutung ist, macht die entschlossene Unterstützung der Markteinführung in Sachsen aus klimapolitischen Erwägungen erst Sinn, wenn auch der Strommix in Sachsen auf einem verbindlichen Kohleausstiegspfad dekarbonisiert wird.

Quelle Foto:  Christian Kunze
Garten-Party mit dem Grünen-Chef: Robert Habeck liest und pflanzt Baum
Schriftsteller spricht in Oschatz über emotionalisierte Debatten, soziale Medien, Sprachverrohung und Populismus

Oschatz. Grüne Tradition im E-Werk: Im Herbst 2001 pflanzte die damalige Umweltministerin Renate Künast eine Linde, am Donnerstagabend pflanzte Robert Habeck einen Zierapfel. Der Bundesvorsitzende der Grünen las auf Einladung des soziokulturellen Zentrums und des Grünen-Kreisverbandes aus seinem jüngsten Buch „Wer wir sein könnten – Warum unsere Demokratie eine offene und vielfältige Sprache braucht“ – und gut 70 Menschen kamen, um zuzuhören.

Offene und vielfältige Sprache brauche es, so der Autor, um „aggressiven, rohen und brutalen“ Tönen im Diskurs etwas entgegen zu setzen. Mit dem Erstarken rassistischer und extremistischer Positionen sei die von der Kanzlerin beschworene Alternativlosigkeit vorbei – und zwar für jene, die dem Rechtsruck etwas entgegensetzen wollen, so Habeck.

Eine der Hauptursachen für die Verrohung der Diskussionskultur sieht Habeck in den sozialen Medien. „Wir nutzen diese inzwischen alltäglich, so wie wir Straßen nutzen, um von A nach B zu kommen. Dabei vergessen wir allerdings, dass es sich bei Facebook, Instagram, Twitter und Co. nicht um Infrastruktur handelt, sondern um profitorientierte Unternehmen. Und diese handeln mit unseren Daten.“

Wichtigste Währung im Netz, so der 49-Jährige, seien Emotionen. „Jedes Gefühl, das im digitalen Raum transportiert wird, erfährt Reaktionen. Und negative Emotionen lösen die stärksten Reaktionen aus.“ Wie Emotionen aus der Realität in das Virtuelle und von dort wieder auf Straßen und Plätze der Republik schwappen, könne man seit den Ereignissen in Folge der Tötung des Deutsch-Kubaners Daniel H. in Chemnitz vergangenen Sommer sehen. Die verbalen Entgleisungen einiger Politiker infolge dessen hätten ihn motiviert, das Buch zu schreiben, so der Grünen-Chef.

„Sprache ist die eigentliche Handlung der Politik“, schreibt Habeck in seinem Buch. Im Gespräch mit den Oschatzern knüpfte er dort an und sprach einerseits von „Fehlern“, unbeabsichtigten Äußerungen also, die über das Ziel hinaus schießen und damit unerwünscht Aufmerksamkeit erregen und andererseits von Worten, die bewusst formuliert sind, um Aufmerksamkeit zu erzeugen – und Tabus zu streifen oder gar brechen. Als bewusste Provokation seiner eigenen Partei nannte er die Formulierung „Frankenstein-Pflanzen“ für die Anwendung gentechnisch veränderten Saatgutes, seitens der AfD gehöre „Messer-Migration“ zu den bekanntesten Wendungen.

Polarisieren, Spalten, die Grenzen des Sagbaren immer weiter verschieben – damit gelänge es rechtsgerichteten Kräften in Deutschland, Europa und weltweit, nicht nur Stimmung zu erzeugen, sondern auch Wähler zu mobilisieren. Das Internet mit seinen Plattformen habe hier die Möglichkeit eines kommerzialisierten Wettbewerbs geschaffen. Statt sich auf Diskurs einzulassen, könne man sich auch daraus zurück ziehen und ihn ignorieren.

Habeck warb jedoch dafür, die Debatte nicht den Populisten zu überlassen und Dialoge dort zu führen, wo sie noch gemäßigter stattfinden: im direkten Gespräch, von Angesicht zu Angesicht. „Demokratie braucht den Dialog. Er bricht Vorurteile auf. Konsens sei nur durch Streit und Widerspruch möglich. Diktaturen und von ihnen geführte Staaten, Extremisten und Rassisten bevorzugen ein geschlossenes Weltbild. Deshalb sind Humor und Satire wirksam gegen sie, denn sie können über sich selbst nicht lachen“, ermutigte Habeck diese Mittel zu wählen.

Veränderungen, die sich immer schneller vollziehen und damit einhergehende Krisen schaffen Verunsicherung. Dies sei Nährboden für Extremismus, Hass und Hetze gegen andere, ebenso fehlende Aufmerksamkeit oder Anerkennung von Lebensleistung. „Diese Lücken füllen Parteien wie die AfD. Sie negieren den Wandel, besinnen sich auf das, was war und wollen keine Veränderung. Außerdem bieten sie scheinbar einfache Lösungen für komplexe Probleme.“ Dieser Anti-Haltung sollte man sich nicht anschließen, sondern zuversichtlich sein, lautete Habecks abschließender Rat.

https://www.lvz.de/Region/Oschatz/2#anchor

Verhungert und vergast: Krankenmorde an Hubertusburger Patienten
Fast tausend Betroffene während des Naziregimes / Öffentliches Gedenken fehlt

Wermsdorf. Ein dunkles Kapitel der Wermsdorfer Krankenhausgeschichte wurde am Montagabend aufgeschlagen: Auf Einladung des nordsächsischen Grünen-Kreisverbandes sprachen Dr. Boris Böhm von der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein und Psychiatrie-Chefarzt Dr. Peter Grampp über die Morde an psychisch kranken oder geistig behinderten Menschen im Rahmen der NS-Aktion T4. Die Abkürzung bezeichnete die Dienststelle, die die Krankenmorde organisierte.

Über 70 Besucher verfolgten die Vorträge in der Ergotherapie des Fachkrankenhauses. Dabei konnten beide Referenten mit genauer Recherche punkten, denn Meldebögen, Patientenkarteikarten oder medizinische Akten sind zum Teil noch vollständig erhalten. Anhand derer lässt sich nachvollziehen, dass 1940/41 fast eintausend Patienten von Hubertusburg in Tötungsanstalten verlegt und dort umgebracht worden. „Es geht oft die Legende um, dass den Patienten nichts passiert ist, die seien alle nur ’woandershin’ gebracht worden“, gab Boris Böhm eine lange benutzte Auffassung wieder. „Die Menschen kamen aber nicht irgendwohin, sondern in die Gaskammern nach Pirna-Sonnenstein oder Brandenburg an der Havel.“

Mit Beginn der Naziherrschaft habe die Aggression gegenüber Kranken und geistig Behinderten deutlich zugenommen, so Böhm. Für diese Entwicklung sei schon zuvor der Weg bereitet worden, erinnerte Peter Grampp. Schon im 19. Jahrhundert sei die Diskussion über Verhinderung minderwertigen Lebens geführt worden. Und auch wenn bis 1940 keine systematische pharmakologische Tötung und keine Vergasung stattgefunden habe, sei die Hubertusburg „überhaupt nicht ausgenommen von den Krankenmorden“, so Grampp. Vielmehr habe zuvor ein „stilles Sterben“ eingesetzt – schlichtweg durch den Entzug von Nahrung. So habe man allein während des Ersten Weltkrieges 70 bis 80 Prozent der Hubertusburger Patienten schonungslos verhungern lassen. In anderen Heil- und Pflegeanstalten sei das ähnlich gewesen. „Immer wenn die Zeiten schlechter wurden, finden wir eine Übersterblichkeit in der Psychiatrie“, machte er deutlich.

Boris Böhm und seine Mitstreiter stießen bei ihren Recherchen auf einen weiteren schrecklichen Fakt der Krankenhausgeschichte: „Wir wissen von mindestens 120 Männern, die in Hubertusburg und Oschatz zwangssterilisiert worden.“ Bei keinem dieser Fälle auf der Grundlage des Gesetzes zur „Verhütung erbkranken Nachwuchses“ habe es ein Einverständnis der Betroffenen gegeben, verweist Peter Grampp auf Akten jener Jahre.

Zwar habe es unter den Ärzten im Wermsdorfer Krankenhaus keine begeisterten Anhänger des Nazi-Systems gegeben, öffentlichen Widerstand aber auch nicht, fasste Grampp zusammen. So habe der damalige Psychiatrie-Chefarzt Weicksel versucht, Anordnungen wie die Rationierung der Lebensmittel für Patienten lange auszusitzen. „1935 führte dann der sächsische Innenminister ein Gespräch mit dem Chefarzt und danach nimmt die Sterblichkeit in der Hubertusburg zu“, weiß Grampp aus alten Akten. Weicksel habe außerdem Krankheit vorgeschützt und versucht, sich in den Ruhestand versetzen zu lassen. Doch Grampp ist überzeugt: „Die Ärzte wussten sehr genau, was passiert.“ Als 1940 die Psychiatrie geräumt wurde, habe auch die Bevölkerung das Verschwinden der Patienten wahrgenommen.

Allein in Pirna-Sonnenstein wurden von Juni 1940 bis August 1941 mindestens 13 720 Männer, Frauen und Kinder ermordet. Die Patienten wurden zum Duschen geschickt und stattdessen durch eingeleitetes Gas getötet, beschrieb Boris Böhm. Anschließend kamen die Leichen in Verbrennungsöfen. Für die T4-Aktion zur „Vernichtung unwerten Lebens“ hatten die Nazis zuvor auch Hubertusburg als Standort im Visier, erklärte Böhm. „Das sollte eine Euthanasieanstalt für Mitteldeutschland werden.“ Aber die Nutzung für das Militär sowie als Lager für Bessarabiendeutsche durchkreuzten diese Pläne. „Trotzdem war die Hubertusburg in starkem Maß von Euthanasie betroffen“, machte er deutlich.

Ein öffentliches Gedenken daran fehle bisher. „Ich finde es absolut bedauerlich, dass Besucher von der Krankenhausgeschichte nichts mitbekommen, sondern nur etwas von der Hubertusburg als Jagdschloss erfahren“, sagte er. Peter Grampp verwies darauf, dass es immerhin in den Klinikfluren von Patienten gestaltete Fliesen gebe, die symbolisch an die ermordeten Kranken erinnern sollen.

„Das ist kein einfaches Thema, aber wir müssen das irgendwann anpacken“, meinte Barbara Scheller, Direktkandidatin der Bündnisgrünen für die bevorstehende Landtagswahl. Sie dankte beiden Rednern für die guten Informationen. Womöglich sei gerade jetzt die richtige Zeit, sich damit zu beschäftigen. „Heute, da viele recht laut rufen, dass manche besser sind als andere.“ Weiter auf Kommentar

15.8. 2019 19 Uhr im Kulturhaus Torgau

 

Natürlich werden die Bündnisgrünen beim Wahltalk der Torgauer Zeitung im Kulturhaus teilnehmen. Vorab möchte ich all denen einige Zeilen schreiben, die am 15.8. nicht am Forum teilnehmen können.

Als Direktkandidatin der Grünen bin ich, wie die Torgauer Zeitung bereits feststellte: „Eine Frau aus dem Volk“.

Außerdem lege ich als gebürtige Oschatzerin mit Wurzeln im Handwerk, ein Augenmerk darauf, dass jeder Euro, den die öffentlich Hand ausgibt, erst erarbeitet werden muss.

Hier in der Region sind es vorwiegend die kleineren Betriebe, die diese Aufgabe der Gesellschaft tragen.

Mit dem Wahlslogan: EIN GUTES KLIMA FÜR ALLE möchte ich alle ansprechen, die an Zusammenarbeit interessiert sind.

Es bringt uns wenig voran, wenn der Landrat a.D. über „Gutmenschen und Mutmenschen“ fabuliert, ihnen damit gewisse Fähigkeiten abspricht und sie in Schubladen presst.

Ich bin dafür bekannt, Ziele kontinuierlich und zielführend zu verfolgen und Menschen zu begeistern. Bisher habe ich auf der politischen Bühne vorwiegend ehrenamtlich gearbeitet. Mit Freunden habe ich eine Schule gegründet, als die CDU hier vor Ort Schulen abschaffte. Mit einer BI habe ich illegale Müllablagerungen beseitigen lassen und mit einer weiteren BI eine Hühnerfabrik verhindert. Seit drei Jahren sorge ich dafür, dass Flüchtlinge einen Ausbildungsplatz, eine Arbeit und eine Wohnung in der Region bekommen.

Die vor meiner Haustür in Liptitz mit Blaualgen versauerte Seenlandschaft, die vielen entwurzelten und vertrockneten Bäume in der Landschaft sind eine Mahnung an uns, aber auch eine Herausforderung für die Zukunft zugleich.

Sorgen Sie mit mir gemeinsam für die Zukunft unserer Enkel und ein friedliches Miteinander.

Wählen Sie GRÜN!

Barbara Scheller

Rückschau der Grünen auf ca. 50 Gesprächsangebote in Nordsachsen

Die 6. Legislaturperiode liegt fast hinter den Landtagskandidaten Claudia Maicher und Wolfram Günther, die gemeinsam mit der Grünen Bundestagsabgeordneten Monika Lazar in Nordsachsen ein Büro in Oschatz unterhalten.

Fasst man alle offenen Gesprächsangebote zu verschiedenen Themen zusammen, kommt man auf ca. 50 Veranstaltungen.

Im ländlichen geprägten Nordsachsen wurde dabei natürlich oft rund um Naturschutz und die Landwirtschaft debattiert. Weitere Diskussionen drehten sich um Drogen, Denkmalschutz, Kultur, Pflege, Nahverkehr, Migration. Es gab aber auch Ausstellungen zu verschiedenen Themen im Büro, Fachgespräche mit verschiedenen Partnern im Landkreis zur Digitalisierung, LEADER-Umsetzungen, Kinderbetreuung oder zu erneuerbaren Energien.

Weitere Veranstaltungen hat der Kreisverband organisiert, so dass über diese Angebote fast jeden Monat im Landkreis Bürger mit den Grünen  ins Gespräch kommen konnten.

Monika Lazar gibt weiterhin regelmäßig über den Lazar-Fonds aus ihren persönlichen Einkünften Mittel an demokratiefördernde Projekte weiter.

Im Landtag sind acht und im Bundestag zwei Abgeordnete der Grünen für alle Themen und Gebiete in ganz Sachsen zuständig. Wir freuen uns, das wir diese Vielfalt der Angebote ermöglicht haben.

Im neuen Landtag werden wir, hoffentlich gestärkt, noch mehr Bürgeranliegen von vor Ort aufnehmen und in die Landespolitik hinein tragen können.

Die Grünen bewegen sich inhaltlich nicht auf die Mitte zu. Es ist umgekehrt.

Die Mitte bewegt sich auf die Grünen zu.

Zitat aus der TAZ

Liebe Mitglieder der Grünen, sehr geehrte Sympathisanten und Unterstützer ,

Die Kommunalwahlen sind im ländlichen Raum ganz anders einzuordnen als in großen Städten.

Vielfach werden Personen gewählt. Bei den Kommunalwahlen 2019 wurden aber auch Parolen gewählt.

Wir Grüne stellen uns dem entgegen, wir bieten Sachthemen, stellen Klima und Umweltschutz in den Mittelpunkt – seit der Gründung.
Auch nach der
Wiedervereinigung waren wir im jetzigen Landkreis Nordsachsen besonders bei diesen Themen aktiv. Selten wurde dieses oft zeitintensive Engagement wirklich honoriert.

Vielen Dank an die Alt-Grünen im Landkreis Nordsachsen, die diese Wege geebnet haben!!!

Insofern freuen wir uns, dass dieser Kampf gegen Windmühlen endlich Früchte trägt – auch Dank einer jüngeren Generation, die mit der Demokratie und Meinungsfreiheit aufgewachsen ist und klare Bekenntnisse für wichtig erachtet.

Wir sind sehr froh, dass wir unsere Ergebnisse bei den Europawahlen auf 6,8 % steigern konnten – mit dem allgemeinen Trend. Das dies nicht genug für eine echte Wende im Sinne von Umwelt und Natur ist, wissen wir alle. Und die Zeit drängt.

Wir möchten uns auf diesem Wege noch einmal bei allen bedanken, die uns mental, mit Geld, mit Anwesenheit und Muskelkraft und vor allem ZEIT unterstützt haben!

Vor allem denen, die sich für Bündnis 90/Die Grünen  aufstellen lassen haben, gebührt ein großer DANK!

Und wir hoffen, dass ihr /Sie  uns auch bei den anstehenden Landtagswahlen ähnlich unterstützt – auch wenn uns eine Welle der Sympathie noch mal Kräfte und vielleicht Flügel verleiht …

Hier die vorläufige Liste der kommunalen Ergebnisse, wo wir Mandate erzielt haben:

Kreistag 4 Sitze

Jens Rühling und Axel Weinert aus Taucha

Oliver Gossel, Schkeuditz

David Pfennig Oschatz

Stadt – u. Gemeinderäte

Delitzsch – 1 Sitz
Jörg Bornack

Eilenburg – 1 Sitz
Enrico Kunze

Taucha 3 Sitze
Axel Weinert, Fridtjof Erbs und Steffi Jentho

Schkeuditz 2 Sitze
Oliver Gossel und Evelyn Hütel

Belgern – Schildau 2 Sitze
Thomas Eifler und Matthias Schulze

Wermsdorf Gemeinde 1 Sitz

Barbara Scheller  + Ortschaftsrat

Oschatz 2 Sitze
David Pfennig und Uta Schmidt

Anna Cavazzini (rechts) und Barbara Scheller, Landtagsdirektkandidatin im Wk 36  Torgau - Oschatz in Nordsachsen

Die sächsische Spitzenkandidatin von Bündnis´90/Die Grünen für die Europawahl, Anna Cavazzini, besuchte mit ihrem Wahlkampfteam am 17.5. die Elbestadt.

Ziel war es, dort vor Ort Europawahlkampf zu machen – gerade auch deshalb, da es in der Stadt dieses Jahr leider keine grüne Kandidat*innenliste zur Stadtratswahl gibt.

Daher wollten Anna Cavazzini und ihr Team mit einem großen Wahlkampfstand am Markt mit den Torgauerinnen und Torgauern ins Gespräch kommen, um diese davon zu überzeugen, am 26.5. bei der Europa- wie auch bei der Kreistagswahl alle Stimmen Bündnis´90/Die Grünen zu geben.

Mit der Aktion „Europa vor Ort“ wurde am Stand auf einer Sachsenkarte dargestellt, wie viel EU-Geld wohin und auch nach Torgau fließt.

Insbesondere die Jugendhaftanstalt in Torgau finanziert einen Großteil ihrer sinnvollen Projekte mit Mitteln aus Brüssel. Auf dem Markrplatz kam Frau Cavazzini mit vielen Menschen über die EU ins Gespräch und auch bei Oberbürgermeisterin Barth am Nachbarstand informierte sie sich über die Torgauer Stadtpolitik.

Dabei kamen auch Probleme mit Migration, Verwahrlosung und Gewalt im Stadtteil Nordwest zur Sprache. Frau Cavazzini und ihr Team hatten sowieso auch an diesem Tag geplant, sich selber ein Bild von dem Stadtteil zu machen.

Ihr Team organisierte daher nach dem Infostand am Markt auch einen Infostand am Platz der Freundschaft. Dort kam man mit Menschen ins Gespräch, die die Situation im Stadtteil sehr eindringlich erläuterten.

Fazit am Ende der Gespräche war, dass man das Fehlverhalten einzelner niemals allein rassistisch einer bestimmten Gruppe von Menschen zuschreiben kann und darf. Es geht darum, dass polizeiliche Maßnahmen jeden treffen müssen, der Sachbeschädigungen oder Straftaten im Stadtteil Nordwest verübt. Bezüglich Straftat verurteilte Anna Cavazzini entschieden das Anzünden eines Menschen von Deutschen aufgrund derer wohl homophoben Einstellung gegenüber dem Opfer.

Für Bündnis´90/Die Grünen ist klar, dass Rassismus sowie Hetze gegen gesellschaftliche Minderheiten nicht hingenommen werden darf und Straftaten und Sachbeschädigungen von staatlicher und städtischer Seite klar unterbunden und verfolgt werden müssen.

Wir wollen ein friedliches gegenseitiges Miteinander aller Bewohnerinnen und Bewohner im Stadtteil Nordwest. Denn: Ein grünes Europa kennt keine Grenzen – weder mentale, noch irgendwelche realen innerhalb der EU.

Wahlkampf – Politprominenz der Grünen auf dem flachen Land – da fühlte sich Katrin Göring Ekardt, die aus einem Dorf stammt, ganz wie zu Hause. Sie erlebte diesen Tag sichtlich entspannt.

Im Schildauer Pfarrgarten wurde sie von den Schülern der Europa- Grundschule mit Musik und Gedichten stimmungsvoll begrüßt. Das war der Einstieg in die Vorstellung eines Projektes, das seines gleichen sucht. Hier wird auf den ca. 1ha großen Gelände ein ökologischer Garten zusammen mit staatlicher Grundschule und Hort entstehen. Im Moment noch Vision mit Lehrscheune, Backofen und beräumten Flächen, wird so Schritt für Schritt mit den Möglichkeiten aus dem LEADER – Fördermitteltopf und dem Engagement der Kinder und Erwachsenen von Schule, Hort und Kirchgemeinde ein erlebbares Natur – und Gartenrefugium entstehen. Wir sind erwartungsvoll gespannt!

Termin zwei war die Muldeaue bei Glaucha– ein sensibler Bereich im Schnittpunkt von Hochwasserschutz, Landwirtschaft und Naturschutz mit mehreren Schutzgebietsausweisungsarten. Es ist tatsächlich ein wundervolles Refugium. Erfreulicherweise nutzte die einheimische Bevölkerung den Termin und alle Interessengruppen waren vertreten. Nach der Einführung vom fachlich versierten Biologen Herrn Stegner von Stegner_Plan Bad Düben entspann sich eine vor allem angeregte und freundliche Diskussion darüber, wie man alle Interessen vereinen kann. Katrin Göring-Ekardt hörte zu, fragte nach und weiß, das genau diese Strategie hilft, zu einem Konsens zu kommen.

In Delitzsch war gerade die Peter und Paul Kirche geöffnet. Mit diesem kurzen Abstecher konnte die Stadt auch von ihrer geschichtlichen Seite erlebt werden. In einer Gesprächsrunde mit der Diakonie Delitzsch wurden Probleme wie Fachkräftemangel im Erzieher- u. Pflegebereich, Erfahrungen in der Migrationsberatung und dem Aufbau von übergreifenden Strukturen für ehrenamtliche Arbeit thematisiert. Am Wahlstand suchte sofort jemand das Gespräch zu den umfangreichen Baumfällungen, nicht nur im letzten Winter, seitens der Stadtverwaltung. Die Empörung seitens der Einwohner ist groß. Eine echte Baum-Lobby im neue Stadtrat wäre schon wünschenswert!

Haustürwahlkampf in Rackwitz – das war schon etwas besonderes. Demokratie wählen – das war der Wunsch, der ausgesprochen wurde. Die meisten Bürger verstanden die Aussage – manch einer will auch Grün wählen.

Abends in Taucha waren dann ca. 45 Gäste von 1- 85 Jahren da, um sie persönlich zu erleben und in großer Runde oder im direkten Gespräch Fragen zu stellen oder Meinungen zu äußern. Katrin Göring- Ekardt betonte vor allem, dass man im Gespräch bleiben muss, auch mit denen, die ganz andere Meinungen vertreten – sofern diese sachlich und in Ruhe vorgebracht werden. Das gelang ihr trotz des gut ausgefüllten Tages zu jeder Zeit, so dass man ihr diese Haltung gern abnimmt.