Am 10. April verstarb unser Mitglied Rudolf Hauck fünfundachtzigjährig. Bis ins hohe Alter von achtzig Jahren war er  für unseren Kreisverband in vorderer Front aktiv. Rudolf hat Lampersdorf zu seiner Wahlheimat gemacht und dort mit seiner Familie gelebt. Über die Grenzen von Lampersdorf hinaus hat er sich für unsere Umwelt und das Bürgerrecht stark gemacht.  Er war ein Christ, der Gottes Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung ernst nahm.  Er war ein Bürgerrechtler, stürmte 1989 mit Freunden die Stasi in Oschatz  und saß  für uns am Runden Tisch. Er war ein engagierter Umweltschützer und ein Förderer der Windkraft in Sachsen. Er fühlte sich verantwortlich, wo andere schwiegen. Er setzte auf „Windkraft gegen Sondermüll“ und war der Motor für diese Bürgerinitiative, die der Region die Augen öffnete, was eine Sondermülldeponie bedeutet. Für mich persönlich, als Kreissprecherin der Grünen, war er ein väterlicher Berater mit politischem  Fingerspitzengefühl. Ich bin Gott dankbar für die Zeit, die ich mit Rudolf Hauck teilen durfte.

Barbara Scheller

 

 

 

 

2014, Rudolf Hauck und der Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen Nordsachsen.

Foto: Mattias Schulz, Schildau

Eine Entlastung der Stadt Taucha vom Duchgangsverkehr auf der Straße ist notwendig und erhöht die Lebensqualität für Taucha deutlich. Hier müssen den jahrelangen Debatten endlich auch Entscheidungen und die Umsetzung folgen!

Da auch der Landkreis Nordsachsen ein Teil der Metropolregion Leipzig ist, viele Nordsachsen in Leipzig arbeiten und viele nordsächsische Betriebe in Leipzig Aufträge ausführen, ist der Abschnitt der 87n durch Taucha für den gesamten Landkreis eine Lebensader.

Auch für uns Grüne ist klar: der Straßenverkehr ist wichtig und unverzichtbar – es kommt darauf an ihn so zu gestalten, dass die negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt verringert werden.

Deshalb weisen wir darauf hin: Eine höhere Attraktivität von S-Bahn und Straßenbahn durch dichtere Taktung, ein einfacheres Tarifsystem und verbesserte Bedingungen für die Fahrradmitnahme würden sofort zu einer Entlastung beitragen!

Wir plädieren dafür, die Trasse zweispurig als Tunnel  auszuführen.

Auf Teilabschnitten kann sicher auf das schnellere und kostengünstigere Konzept eines „gedeckelten Einschnitts“ zurückgegriffen werden. Dafür wird die Straßenführung nur soweit in die Erde versenkt, dass sie mit einem Betondeckel verschlossen wird. Dieser kann dann bebaut, überfahren oder bepflanzt werden.

Da ein Tunnel mit Tempo 80 und ohne Ampeln den Durchgangsverkehr erheblich beschleunigt, wird er auch deutlich mehr Verkehr bewältigen als der heutige Straßenverlauf der B87. Auch deshalb ist die kostengünstigere Zweispurigkeit völlig ausreichend.

Wir fordern die Staatsregierung auf, umgehend eine möglicheTrassenführung zu planen und in Berlin dafür intensiv zu werben, dass die Baumaßnahme in greifbare Nähe rückt. Dies ist für den strukturschwachen Teil des Landkreises von großer Bedeutung!

Malte Reupert, Sprecher KV Nordsachsen

….Gemeinsame Medienmitteilung von iDiv, Senckenberg und UFZ

….Wissenschaftler sind sich einig: Die Zeit zum Handeln ist jetzt

Auch Schwebfliegen bestäuben viele Pflanzen. Hier sieht man Hainschwebfliegen auf einer Königskerze. (Foto: Reinart Feldmann / UFZ)

Auch Schwebfliegen bestäuben viele Pflanzen. Hier sieht man Hainschwebfliegen auf einer Königskerze. (Foto: Reinart Feldmann / UFZ)

Schmetterlinge sind wichtige Bestäuber in unseren Ökosystemen. Das Foto zeigt einen Dickkopffalter auf einer Margerite. (Foto: Reinart Feldmann / UFZ)

Schmetterlinge sind wichtige Bestäuber in unseren Ökosystemen. Das Foto zeigt einen Dickkopffalter auf einer Margerite. (Foto: Reinart Feldmann / UFZ)

Anhörung im Sächsischen Landtag zum Insektensterben

Dresden. Im Rahmen einer Anhörung im Sächsischen Landtag am 2. März 2018 zu den Ursachen des Insektensterbens und möglichen Gegenmaßnahmen wurden unter anderem Wissenschaftler von iDiv, der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und dem UFZ gehört. Einhellig betonten sie die Notwendigkeit, zügig zu handeln. Nach Aussage der Wissenschaftler sind sowohl Ausmaß und Tragweite des Insektenschwunds als auch dessen wesentliche Ursachen unbestritten.

Auf Basis zweier Anträge der Landtagsfraktionen „Bündnis 90/Die Grünen“ und „Die Linke“ im Sächsischen Landtag hat der Landtagsausschuss für Umwelt und Landwirtschaft am 2. März in Dresden eine öffentliche Anhörung von Sachverständigen durchgeführt. Insgesamt acht Sachverständige waren dazu erschienen, unter ihnen Prof. Dr. Christian Wirth von der Universität Leipzig und dem Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung iDiv [1], Dr. Matthias Nuss vom Senckenberg Museum für Tierkunde Dresden [2] und Prof. Dr. Josef Settele vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) [3].

Die gesamte Anhörung zeichnete sich durch eine große Themenvielfalt und große inhaltliche Substanz der Beiträge aus. Die anschließende Fragerunde war aus Sicht der Wissenschaftler ausführlich und konstruktiv. Es herrschte Einigkeit unter den Sachverständigen darüber, dass es einen drastischen Insektenschwund in Deutschland gibt. Wissenschaftliche Analysen kommen zu den eindeutigen Ergebnissen, dass viele Arten lang- und kurzfristig seltener werden, regional oder gar national aussterben und die Biomasse der Insekten großräumig stark zurückgeht – mit erheblichem Einfluss auf die Nahrungsketten in der Natur. Die Sachverständigen stimmten mehrheitlich überein, dass diese Entwicklungen einen Handlungsdruck begründeten. Ein großer Teil der Verantwortung läge in der Art und Weise, wie derzeit Landnutzung betrieben wird – von der Agrarlandschaft bis zum Privatgarten, und den Rahmenbedingungen, welche die Landwirtschaftspolitik vorgibt. Zu nennen sind hier der Verlust von Kleinstrukturen in der Landschaft und damit die zunehmende Isolierung von Lebensräumen; eine Dominanz nur weniger Kultursorten, welche das Überleben traditioneller Pflanzen- und Tierarten in Agrarlandschaften nur schwer ermöglichen; sowie der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im agrarischen, forstlichen und privaten Bereich, die in der Regel nicht spezifisch auf Schaderreger sondern auch auf andere Organismen einwirken. [4] [5]

Prof. Dr. Christian Wirth, Dr. Matthias Nuss und Prof. Dr. Josef Settele betonen: „Wir haben in den vergangenen Jahrzehnten massiv Insekten verloren – das zeigen die Daten eindeutig. Die intensive Landnutzung ist eine der wichtigsten Ursachen für diesen Rückgang. Insekten leiden unter Pestiziden und finden immer weniger Nahrung und Nistmöglichkeiten. Um das Problem zu begrenzen, empfehlen wir, jetzt zu handeln. Wir haben konkrete Vorschläge gemacht, wie die Politik reagieren kann.“

Die Handlungsempfehlungen der drei Wissenschaftler im Rahmen der Anhörung sind im Wesentlichen:

 

1)   Handeln jetzt:

a)   Entwicklung und Optimierung vorhandener Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität in Sachsens Agrarlandschaft [5][6];

b)   Verbesserung der Beratung der Landwirte zum Schutz der Biodiversität.

 

2)   Sachsen-spezifische Untersuchungen/Aktivitäten:

a)   Sachsen-spezifische Zusammenstellung des handlungsrelevanten Wissens, ähnlich dem Sachstandsbericht des Weltbiodiversitätsrates – IPBES [5];

b)   Förderung und zeitnahe Durchführung von systematischen Wiederholungsinventuren an sächsischen Standorten mit hochwertigen ökologischen Daten;

c)   Praxis-orientierte Begleitforschung bei der Umsetzung von konkreten Maßnahmen gegen den Insektenschwund.

 

3)   Nationales Monitoring: Ein nationales Monitoring – wie von der CDU favorisiert – ist perspektivisch wichtig. Es wird aber voraussichtlich nicht die erhoffte Ursachenanalyse leisten. Der Zeitdruck erlaubt auch nicht, auf die Ergebnisse zu warten, die kaum vor 2027 vorliegen werden. Das bundesweite Monitoring ist keine Alternative zu (1) und (2).

 

Quellen:

[1] Präsentation von Prof. Dr. Christian Wirth: www.idiv.de/fileadmin/content/iDiv_Files/Documents/180305/Wirth_Insektensterben_Saechs-Landtag_2018_03_02.pdf

[2] Präsentation von Dr. Matthias Nuss: www.idiv.de/fileadmin/content/iDiv_Files/Documents/180305/Nuss_Insektensterben_Saechs-Landtag_2018_03_02.pdf

[3] Präsentation von Prof. Dr. Josef Settele: www.idiv.de/fileadmin/content/iDiv_Files/Documents/180305/Settele_Insektensterben_Saechs-Landtag_2018_03_02.pdf

[4] Expertenmeinungen zum Insektensterben im Science Media Center: www.sciencemediacenter.de/alle-angebote/research-in-context/details/news/rueckgang-der-insektenbiomasse-um-ueber-75-prozent/

[5] Assessment-Bericht des Weltbiodiversitätsrates IPBES zum Zustand der Bestäuber: www.de-ipbes.de/media/content/Bestaeuber-Broschuere_ipbes_KS.pdf

[6] Zusammenfassung des Fitness-Checks der EU-Agrarpolitik: www.idiv.de/fileadmin/content/Files_CAP_Fitness_Check/Zusammenfassung_Fitness-Check_15_01_2018_FINAL.pdf

 

Ansprechpartner:

Dr. Matthias Nuß
Sektionsleiter Schmetterlinge
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel.: +49 351 79 58 414 337
E-Mail: matthias.nuss@senckenberg.de
Web: www.senckenberg.de/dresden/zoology/lepidoptera

 

Prof. Dr. Christian Wirth
Abteilungsleiter Spezielle Botanik und Funktionelle Biodiversität an der Universität Leipzig
Geschäftsführender Direktor des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig
Max Planck Fellow am Max-Planck-Institut für Biogeochemie, Jena
Tel.: +49 341 97 38591
E-Mail: cwirth@uni-leipzig.de
Web: biologie.biphaps.uni-leipzig.de/de/institut/ag/spezbot/mitarbeiterinnen/christian-wirth/

 

Dr. Volker Hahn
Abteilung Medien und Kommunikation
Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig
Tel.: +49 341 9733154
E-Mail: volker.hahn@idiv.de
Web: www.idiv.de/de/gruppen_und_personen/mitarbeiterinnen/mitarbeiterdetails/eshow/hahn_volker.html

 

Prof. Dr. Josef Settele
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)
Department Biozönoseforschung
E-Mail: josef.settele@ufz.de
Web: www.ufz.de/index.php

 

…Chancengleichheit an Hochschulen Koordinierungsstelle nur bedingt arbeitsfähig
 
…Maicher: Die Ministerin hat lieber für sich behalten, dass nur noch eine Mitarbeiterin mit einer halben Stelle für die landesweite Arbeit zuständig ist
 
…Dresden. Die Koordinierungsstelle für Chancengleichheit an sächsischen Universitäten und Hochschulen ist derzeit nur bedingt arbeitsfähig. Eine einzige Mitarbeiterin hält mit einer halben Stelle die Dinge irgendwie am Laufen. Alle anderen Positionen müssen neu besetzt werden, zum Teil sind sie noch nicht einmal ausgeschrieben. Das ergab eine Kleine Anfrage von Claudia Maicher, hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag.
 
„Die Koordinierungsstelle für Chancengleichheit unterstützt seit 2009 die Hochschulen bei der Durchsetzung des Gleichstellungsauftrags. Erst vor einem Jahr ließ sich Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange (SPD) noch dafür feiern, dass die Koordinierungsstelle fortan auch als Fachstelle für Inklusion fungieren sollte. Dass die Stelle nur noch minimal besetzt ist, hat sie aber lieber für sich behalten. Eine Information an den Landtag, dass eine der wichtigsten Landesstellen für Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit quasi nicht mehr arbeitsfähig ist, ist Frau Stange bisher schuldig geblieben.“
 
„Offensichtlich hat das Ministerium es bei dieser wichtigen hochschulübergreifenden Einrichtung unterlassen, auf eine funktionierende Personalplanung hinzuwirken. Wieso sonst sollten die Stellen erst nach dem Weggang der bisherigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgeschrieben werden? Es war doch bekannt, dass die Verträge bis zum 31. Dezember 2017 befristet waren. Ich erwarte, dass die Wissenschaftsministerin sich dafür einsetzt, dass die Stellen zügig neu besetzt werden.“
 
„Die Antwort der Ministerin zeigt erneut, welch‘ geringen Stellenwert die Förderung von Chancengleichheit und Inklusion in Sachsen haben. Magere 2,5 Stellen stehen der Koordinierungsstelle aus Haushaltsmitteln zur Verfügung. Damit sollen 14 staatliche Hochschulen und die Berufsakademie beraten und unterstützt werden. Meine Fraktion hatte schon während der letzten Haushaltsverhandlungen gezeigt, dass eine Aufstockung der Mittel für die Koordinierungsstelle um 300.000 Euro möglich gewesen wäre. Damit wäre dem Anspruch eines chancengerechten und inklusiven Hochschulsystems in Sachsen erheblich mehr geholfen, als mit jeder Sonntagsrede.“
 
 
>> Antwort von Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange (SPD) auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Claudia Maicher (GRÜNE) ‚Personalsituation der Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an sächsischen Universitäten und Hochschulen‘ (Drs 6/12444): http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=12444&dok_art=Drs&leg_per=6&pos_dok=1&dok_id=undefined

 

Zum heutigen Urteil gegen acht Mitglieder der „Gruppe Freital“ erklären Monika Lazar, Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus, und Irene Mihalic, Sprecherin für Innenpolitik:

Rassistische Gewalt und rechter Terror wurden heute deutlich beim Namen genannt und bestraft. Sämtliche Beschuldigten wurden der Bildung einer terroristischen Vereinigung sowie des versuchten Mordes bzw. der Beihilfe für schuldig befunden und erhielten Gefängnisstrafen zwischen vier und zehn Jahren. Der Prozess zeigte auf, wie stark die gewaltbereite rechte Szene vernetzt ist und welche dramatischen Folgen dies für das friedliche Zusammenleben in Deutschland hat.

Da in der Arbeit von Polizei, Verfassungsschutz und Justiz häufig rechtsextreme Hintergründe von Straftaten nicht erkannt werden, hat das heutige Urteil sicher eine positive Signalwirkung, auch für die Aufklärung rechtsextremistischer Netzwerke.

Auch wenn das Gericht heute Einzeltäter mit der nötigen Klarheit verurteilt hat, lässt sich der Kampf gegen Rassismus und seine Folgen nicht allein mithilfe der Justiz gewinnen. Wir brauchen eine gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzung mit allen Bestrebungen, die versuchen, die Werte unserer offenen Gesellschaft zu untergraben. Zivilgesellschaftliche Initiativen gegen Rechtsextremismus und spezifische Opferberatungen in allen Bundesländern müssen dauerhaft und ausreichend gefördert werden.

Für Geflüchtete, die Opfer rechter Angriffe geworden sind, fordern wir ein dauerhaftes Bleiberecht in unserem Land. Die Gesellschaft stellt sich damit unmissverständlich auf die Seite der Opfer rassistischer Gewalt.

Vor mehreren Wochen informierten Bürger am Rande unseres Landkreises die Behörden in Sachsen-Anhalt über einen Umweltskandal.
Ein Landwirt lässt ungeniert Gülle aus seinem Stall in einen Bach laufen, der die Elbe speist. Aufmerksame Bürger bemerken die Straftat und informieren die Umweltbehörde des zuständigen Landratsamtes.  Die Bürger registrierten keine Reaktion des Amtes, über Wochen. Andere Bürger bemerkten den Umweltskandal ebenfalls und nahmen Wasserproben an der Einleitstelle. „Es war sehr unangenehm, sagen die Probenehmer. Man fühlt sich ohnmächtig und im Stich gelassen. Eigentlich sind  wir als Bürger nicht dazu da, die Umweltpolizei zu spielen, aber die Ämter sind für die Bürger nicht wahrnehmbar aktiv geworden.“

Letztendlich ging am 26.2.2018 auch bei den Grünen vom Landkreis Nordsachsen ein Hilferuf ein. Barbara Scheller vom Kreisvorstand der Grünen appelliert an die Behörden in Sachsen-Anhalt. für die Bürger sichtbar aktiv zu werden. Leider können wir über die Landesgrenze nicht rechtlich wirksam aktiv werden. Aber die Machenschaften des Landwirtes und das Wegsehen der Behörden verurteile ich auf das Schärfste. Es ist sehr schade, dass solche vorsätzlichen Umweltsünder eine ganze Branche in Verruf bringen. Trotz der misslichen Umstände möchte ich die Bürger ermutigen, auch weiterhin ein Augenmerk auf unsere Umwelt zu legen. Wir haben nur eine Erde und couragierte Bürger sind keine Nestbeschmutzer, sondern Helden.

 

Mit dieser Frage beschäftigten sich 16 jugendliche Asylbewerber aus Nordsachsen und besuchten den Dresdener Landtag.
“Wir wussten schon lange , dass “Mama Barbara” Grüne ist und richtig Politik macht. Und ich war im Sommer mit beim Plakatieren dabei” sagt Filimon(18). “Wir waren sehr neugierig, wie im Landtag gearbeitet und wie Gesetze gemacht werden. Natürlich haben wir auch in der Berufsschule davon gehört, aber vor Ort ist das alles viel besser verständlich”, betont Mahmoud (18). “Nach dem Rundgang durch den Landtag und dem  Probesitzen im Plenarsaal, konnten wir mit der GRÜNEN Landtagsabgeordneten Petra Zais sprechen und unsere Fragen zu unseren Themen wie: Schule, Berufsausbildung und Wohnungssuche stellen”, berichtet Even(18).
“Die Grünen arbeiten an Gesetzesvorlagen, die die Integration von ausländischen Bürgern in Sachsen erleichtern sollen. Doch bevor hier der Stein ins rollen kommt, wird noch einige Zeit vergehen. Erst müssen die anderen Parteien von der Sinnhaftigkeit der Vorschläge überzeugt werden. Wir jedenfalls wären sehr froh, wenn wir auch nach dem 18. Geburtstag noch das eine oder andere Schuljahr freiwillig absolvieren könnten, um einen Schulabschluss zu schaffen.
Schließlich hängt davon für uns ab, welche Berufsausbildung wir absolvieren können, fasst Aron(18) zusammen”.
Barbara Scheller schätzt ein, “dass die Jungen, die bis über 9000 km und monatelange Flucht hinter sich haben, sehr zielorientiert und fleißig lernen. Sie wollen die Integration schaffen und ihren Lebensunterhalt selbst verdienen. Das es ohne Fleiß keinen Preis in Deutschland gibt , haben sie längst begriffen. Aber sie brauchen auch Rahmenbedingungen zum Lernen, wie das Recht auf Schule ab dem 18. Lebensjahr.”

Am vergangenen Samstag hat sich der Kreisverband von B90/Die Grünen zur Mitgliederversammlung in Eilenburg getroffen. Zu Beginn berichtete die grüne Bundestagsabgeordnete Monika Lazar über Hintergründe der zurückliegenden Sondierungsverhandlungen in Berlin und über die kommende Ausschussarbeit der Abgeordneten im Bundestag.

Bevor ein neuer Vorstand gewählt wurde, haben sich die anwesenden Mitglieder bei ihrer langjährigen Vorstandssprecherin Barbara Scheller herzlich für die gute Arbeit bedankt. Nach mehr als 15 Jahren als Parteivorsitzende in Nordsachsen möchte sie aus beruflichen und privaten Gründen gern etwas kürzer treten und die Arbeit an andere Aktive übergeben.

Zum neuen Vorstand wurden die bisherigen Mitglieder Barbara Scheller (Liptitz), Jörg Bornack (Delitzsch), Oliver Gossel (Schkeuditz) und Jens Rühling (Taucha) als Schatzmeister wieder gewählt.

Neuer Vorstandsprecher ist für die nächsten 2 Jahre Malte Reupert aus Dahlen. In den anschließenden Diskussionsrunden wurden insbesondere grünen Themen diskutiert, wie die hohe Baumfällrate in einigen Städten des Landkreises, schlechte Busverbindungen und die mangelnde Unterstützung für Radfahrer und Fußgänger.

Herzlich empfangen wurden auch einige Bürger, die sich für grüne Themen interessieren und nun eine Mitgliedschaft bei B90/Die Grünen anstreben.

Die Initiative der Grünen Fraktion im Landtag Sachsen stieß in Torgau auf großes Interesse.  Ca. 35 Besucher  folgten einer bebilderten Einführung von Herrn Puhlmann, dem Leiter des Biosphärenreservats Mittelebe in Sachsen – Anhalt.  Als Fachmann des Wasserbaus mit Hochwassererfahrung konnte er so manches Argument beisteuern, was die Sinnhaftigkeit eines Biosphärenreservats unterstützt. Auch Frau Brunar  vom BUND hatte Beispiele für die Erfolgsgeschichte in allen Bundesländern flussabwärts der Elbe.  Hier der Bericht der Torgauer Zeitung von dem Abend.

 

 

PI der IG Radweg S31:

Sehr geehrte Damern und Herren,

liebe Mitstreiter, liebe Unterstützer,

die Initiativgruppe begrüßt, dass nunmehr auch der zuständige Staatsminister Martin Dulig (SPD)  erkannt hat, dass eine Nachrüstung der Staatstraße S31 mit einem begleitenden durchgängigen Rad- und Fußweg dringend erforderlich ist.

(siehe auch: „Endlich! Radweg an gefährlicher Straße kommt“ – OAZ vom 13/14.01.2018)

Wir möchten dieses zum Anlass nehmen, den aktuell über 1200 Unterstützern, die durch Ihre Unterschrift unserer Forderung Nachdruck verliehen haben, sowie den vielen weiteren Akteuren, welche unser Anliegen in vielfältiger Weise befördert haben, hierfür ganz herzlich zu danken.

Ohne diese breite parteiübergreifende Unterstützung wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen!

Insbesondere möchten wir uns bei den folgenden Unterstützern bedanken:

 

Wolfram Günther (B90/Grüne) MdL

Konrad Krause (Geschäftsführer Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Sachsen e.V.)

Katja Meier (B90/Grüne) MdL

Marian Wendt (CDU) MdB

Volkmar Winkler (SPD) Mdl

Da die Realisierung des aus Verkehrssicherheitsgründen dringend erforderlichen, durchgängigen straßenbegleitenden Rad- und Fußweges an der S31 noch längere Zeit in Anspruch nehmen wird, fordern wir zudem, dass Sofortmaßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit (Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung, Beseitigung der Rad- und Fußgänger besonders gefährdenden beidseitigen Leitplanken, Aufstellung Gefahrenzeichen usw.) umgesetzt werden.

Die Initiativgruppe Radweg S31 wird auch 2018 weiterhin durch regelmäßige Veranstaltungen auf den dringenden Handlungsbedarf hinweisen und die Entwicklung konstruktiv begleiten.

Zudem sind weiterhin Plakate und Aufkleber vorhanden, welche gerne zur Unterstützung unseres Vorhabens bei der Initiativgruppe angefordert werden können.

 

Mit besten Grüßen,

IG Radweg S31

i.A. Holger Schilke