Die Gefahren, die von Kernkraftwerken ausgehen, die ungeklärte Endlagerung der Atomabfälle und nicht zuletzt das Unglück von Fukushima lassen  Bürger sich als Atomgegner fühlen. Die landläufige Meinung, Atomausstieg ist Sache der Bundesregierung oder der Länder und Sachsen hat keine Kernkraftwerke, ist nur bedingt richtig. Der Verbraucher bestimmt mit seinem Kaufverhalten, ob es für die Energieriesen weiterhin Atommeiler als „Goldesel“ gibt. Auch der kleinste private Haushalt kann einen Beitrag zur Schließung der Kernkraftwerke leisten, indem er auf einen Liefervertrag ohne Atomstrom wechselt.

stadtwerke

Als Kommunalpolitiker fühlen sich die Grünen von Nordsachsen dafür verantwortlich, den Ausstieg an den Verbrauchstellen, wie Schulen, Sporthallen, Kitas und Rathäusern voranzutreiben. Wir fragen nach, welcher Strommix von den öffentlichen Abnehmern konsumiert wird und welchen Strommix Stadtwerke anbieten. Unser Ziel ist es, möglichst viele Bürger, Betriebe und Kommunalpolitiker dafür zu begeistern, dass Atomenergie durch erneuerbare Energie ersetzt wird. Wir wollen erreichen, dass Nordsächsische Stadtwerke ohne Atomstromzukäufe auskommen. Dieser Ausstieg wäre ökologisch und ökonomisch sinnvoll und dringend notwendig. So ist zum Beispiel der Neubau der Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Schkeuditzer Rathauses ein Schritt in die richtige Richtung. Der Ersatz des Atomstromes durch erneuerbare Energie wird die regionale Wertschöpfung fördern. Jede neue Photovoltaik-Anlage oder Windkraftanlage sichert bereits vorhandene und schafft neue Arbeitsplätze bei Handwerkern, Zulieferern und Herstellern in unserem Landkreis.

Aktuell geben die Stadtwerke der Region folgende Kernkaftanteile an.(Stand 31.03.2011)

Mit Inkrafttreten des zweiten Gesetzes zu Neuregelung des Energiewirtschaftsrechts (Energiewirtschaftsgesetz – EnWG) am 13.07.2005 sind Energieversorgungsunternehmen nach §42 Absatz 1 verpflichtet, den an Sie gelieferten Strom zu kennzeichnen.