Am 23.8.2019 können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger von 9.00 – 14.00 Uhr am Infostand von Bündnis90/Die Grünen beim Marktplatz (Bäckerstr.) bei Barbara Scheller Direktkandidatin im Wk 36 und Anna Cavazzini MdPE über die grüne Programmatik und Ziele zur Landtagswahl informieren.

Am selben Tag um 19.00 Uhr findet dann der erste grüne Stammtisch in Torgau im Restaurant Santorini, Wolffersdorffstr. 10, statt. Zu Gast wird die neue grüne sächsische Europaabgeordnete Anna Cavazzini sein, die über ihre ersten Eindrücke ihrer Arbeit im Europaparlament berichten wird. Ferner soll aber auch dort über die bevorstehende Landtagswahl und was politisch in Sachsen dringend angegangen werden muss, gesprochen werden.

Erste Straßen-Uni findet in Schkeuditz statt
Die Grünen aus Nordsachsen laden am 26.8. zum Open-Air-Expertengespräch zum Thema Energiewende

Am Montag, den 26.8.2019, 14 Uhr, gibt es auf dem Markplatz in Schkeuditz die wahrscheinlich erste Straßen-Universität der Welt. Anna Kaleri von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat Gesprächspartner eingeladen, die zum Thema Energiewende Rede und Antwort stehen: Dr. Gerd Lippold (Diplomphysiker, energiepolitischer Sprecher der Landtagsfraktion von B90/GRÜNE im Sächsischen Landtag), Prof. Dr.-Ing. Uwe Jung (Kraftwerkstechnik, Energiewirtschaft) und Dr. Christoph Gerhards (Diplomphysiker, Bereich Energiekonzepte).

Dazu sagt Anna Kaleri, GRÜNE Direktkandidatin für Nordsachsen 1:

„Es gibt in der Bevölkerung Ängste, dass der Strom nicht reichen würde, wenn Kohlekraftwerke vom Netz gehen und andere Vorbehalte in Bezug auf erneuerbare Energien. Andererseits sind die Auswirkungen des Klimawandels für jeden spürbar und wird die Notwendigkeit der Energiewende erkannt. Auf dem Weg dahin gibt es also viel Klärungsbedarf und sollten wir alle mitnehmen.“

Gesprächsangebote  von Anna Kaleri (Anna Schneider)  Direktkandidaten  Wk 34 Schkeuditz – Delitzsch 
Termin Zeit Ort
10.07.2019 18.00 Uhr Delitzsch , Altstadtkneipe No. 2 u.a. mit Katja Meier, sächsische Spitzenkandidatin der Grünen
11.07.2019 19.00 Uhr Wahlforum, Delitzsch Shalomhaus  mit der Landeszentrale für Politische Bildung
28.07.2019 ganztägig Wahlradtour 1  durch die Dörfer östlich von Delitzsch
30.07.2019 8.30 -13.00 Uhr Stand Delitzsch,  Rossplatz
15.00 – 18.00 Uhr Stand Delitzsch,  Rossplatz
31.07. – 03.08.2019 ganztägig Wahlradtour 2  Schönwölkau und Löbnitz
06.08.2019 9.30 – 13.00 Uhr Stand Delitzsch, Rossplatz
12.08. – 16.08. 2019 ganztägig Wahlradtour 3 Schkeuditz, Wiedemar, Delitzsch
14.08.2019 13.00 – 16.00 Uhr Stand Schkeuditz, Rathausplatz
14.08.2019 19.00 Uhr Schkeuditz, Kulturhaus Sonne  Diskussion zu Fluglärm (weiteres siehe unten)
20.08.2019 9.30 – 13.00 Uhr Stand Delitzsch, Rossplatz
21.08.2019 9.30 – 12.00 Uhr Stand Schkeuditz Markt
13.00 – 16.00 Uhr Stand Schkeuditz Rathausplatz
22.08.2019 18.00 Uhr Schkeuditz  Kulturhaus Sonne  Wahlforum des Schkeuditzer Boten
26.08.2019 14.00 Uhr Schkeuditz, Markt  Straßenuni ´So gelingt die Energiewende´  (weiteres siehe unten)
27. – 30. 08.2019 ganztägig Wahlradtour 4  Krostitz, Rackwitz
27.08.2019 19.00 Uhr Pfarrscheune Schenkenberg, Disskussion zu lebenswerten Dörfern  (weiteres siehe unten)
28.08.2019 19.00 Uhr Delitzsch, Genossenschaftsmuseum  ´Sanfter Tourismus als Chance´ (weiteres siehe unten)
29.08.2019 18.00 Uhr Schkeuditz, Biergarten des  Gasthauses   ´Zur Börse´   Grüne Tischrunde
31.08.2019 14.00 – 20.00 Uhr Delitzsch, Rossplatz  Wahlkampfabschluss-Fest  ´Wähle mit Herz´  (weiteres siehe unten)
11.09.2019 18.00 Uhr Delitzsch,  Altstadtkneipe No.2  Grüne Tischrunde

 

Veranstaltungen

Schkeuditz: 26. August 2019, 14.00 Uhr, Markt
Straßenuni „So gelingt die Energiewende“
u.a. mit Dr. Gerd Lippold ( Diplomphysiker, energiepolitischer Sprecher der Landtagsfraktion von B90/GRÜNE im Sächsischen Landtag), Prof. Dr.-Ing. Uwe Jung (Kraftwerkstechnik, Energiewirtschaft), Dr. Christoph Gerhards (Diplomphysiker, Bereich Energiekonzepte)
Moderation: Anna Kaleri

Schkeuditz: 14. August 2019, 19.00 Uhr, Kulturhaus Sonne
Diskussion  „Nächte ohne Fluglärm – Wie lassen sich Wirtschaft, Umwelt und Gesundheit in Einklang bringen?
mit Wolfram Günther, Spitzenkandidat der sächsischen Grünen, Katrin Göring-Eckardt (Fraktionsvorsitzende von B90/GRÜNE im Bundestag), Stadt- und Kreisrat Oliver Gossel und Mitgliedern der Bürgerinitiative, Moderation: Anna Kaleri

Schenkenberg: 27. August 2019, 19.00 Uhr, Pfarrscheune Schenkenberg
Diskussion „Unser Dorf ganz lebenswert – Ansätze zur Dorfentwicklung von unten“
u.a. mit einem Grußwort von Annegret Zander (Entwicklerin des DorfMOOC, ev. Landeskirche Kurhessen), Pfarrer Matthias Taatz (Delitzscher Land e.V.), Moderation: Anna Kaleri

Delitzsch: 28. August 2019, 19.00 Uhr, Genossenschaftsmuseum
Diskussion „Sanfter Tourismus als Chance
u.a. mit Heike König (Grüner Ring Leipzig), Michael Berninger (ADFC Sachsen Landesvorstand und Tourismussprecher), Moderation: Anna Kaleri

Delitzsch: 31. August 2019, 14.00 – 20.00 Uhr, Rossplatz
Wahlkampfabschluss-Fest „Wähle mit Herz“
DJ, Clown, kreative Mitmachaktionen, Life Musik

 

Verhungert und vergast: Krankenmorde an Hubertusburger Patienten
Fast tausend Betroffene während des Naziregimes / Öffentliches Gedenken fehlt

Wermsdorf. Ein dunkles Kapitel der Wermsdorfer Krankenhausgeschichte wurde am Montagabend aufgeschlagen: Auf Einladung des nordsächsischen Grünen-Kreisverbandes sprachen Dr. Boris Böhm von der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein und Psychiatrie-Chefarzt Dr. Peter Grampp über die Morde an psychisch kranken oder geistig behinderten Menschen im Rahmen der NS-Aktion T4. Die Abkürzung bezeichnete die Dienststelle, die die Krankenmorde organisierte.

Über 70 Besucher verfolgten die Vorträge in der Ergotherapie des Fachkrankenhauses. Dabei konnten beide Referenten mit genauer Recherche punkten, denn Meldebögen, Patientenkarteikarten oder medizinische Akten sind zum Teil noch vollständig erhalten. Anhand derer lässt sich nachvollziehen, dass 1940/41 fast eintausend Patienten von Hubertusburg in Tötungsanstalten verlegt und dort umgebracht worden. „Es geht oft die Legende um, dass den Patienten nichts passiert ist, die seien alle nur ’woandershin’ gebracht worden“, gab Boris Böhm eine lange benutzte Auffassung wieder. „Die Menschen kamen aber nicht irgendwohin, sondern in die Gaskammern nach Pirna-Sonnenstein oder Brandenburg an der Havel.“

Mit Beginn der Naziherrschaft habe die Aggression gegenüber Kranken und geistig Behinderten deutlich zugenommen, so Böhm. Für diese Entwicklung sei schon zuvor der Weg bereitet worden, erinnerte Peter Grampp. Schon im 19. Jahrhundert sei die Diskussion über Verhinderung minderwertigen Lebens geführt worden. Und auch wenn bis 1940 keine systematische pharmakologische Tötung und keine Vergasung stattgefunden habe, sei die Hubertusburg „überhaupt nicht ausgenommen von den Krankenmorden“, so Grampp. Vielmehr habe zuvor ein „stilles Sterben“ eingesetzt – schlichtweg durch den Entzug von Nahrung. So habe man allein während des Ersten Weltkrieges 70 bis 80 Prozent der Hubertusburger Patienten schonungslos verhungern lassen. In anderen Heil- und Pflegeanstalten sei das ähnlich gewesen. „Immer wenn die Zeiten schlechter wurden, finden wir eine Übersterblichkeit in der Psychiatrie“, machte er deutlich.

Boris Böhm und seine Mitstreiter stießen bei ihren Recherchen auf einen weiteren schrecklichen Fakt der Krankenhausgeschichte: „Wir wissen von mindestens 120 Männern, die in Hubertusburg und Oschatz zwangssterilisiert worden.“ Bei keinem dieser Fälle auf der Grundlage des Gesetzes zur „Verhütung erbkranken Nachwuchses“ habe es ein Einverständnis der Betroffenen gegeben, verweist Peter Grampp auf Akten jener Jahre.

Zwar habe es unter den Ärzten im Wermsdorfer Krankenhaus keine begeisterten Anhänger des Nazi-Systems gegeben, öffentlichen Widerstand aber auch nicht, fasste Grampp zusammen. So habe der damalige Psychiatrie-Chefarzt Weicksel versucht, Anordnungen wie die Rationierung der Lebensmittel für Patienten lange auszusitzen. „1935 führte dann der sächsische Innenminister ein Gespräch mit dem Chefarzt und danach nimmt die Sterblichkeit in der Hubertusburg zu“, weiß Grampp aus alten Akten. Weicksel habe außerdem Krankheit vorgeschützt und versucht, sich in den Ruhestand versetzen zu lassen. Doch Grampp ist überzeugt: „Die Ärzte wussten sehr genau, was passiert.“ Als 1940 die Psychiatrie geräumt wurde, habe auch die Bevölkerung das Verschwinden der Patienten wahrgenommen.

Allein in Pirna-Sonnenstein wurden von Juni 1940 bis August 1941 mindestens 13 720 Männer, Frauen und Kinder ermordet. Die Patienten wurden zum Duschen geschickt und stattdessen durch eingeleitetes Gas getötet, beschrieb Boris Böhm. Anschließend kamen die Leichen in Verbrennungsöfen. Für die T4-Aktion zur „Vernichtung unwerten Lebens“ hatten die Nazis zuvor auch Hubertusburg als Standort im Visier, erklärte Böhm. „Das sollte eine Euthanasieanstalt für Mitteldeutschland werden.“ Aber die Nutzung für das Militär sowie als Lager für Bessarabiendeutsche durchkreuzten diese Pläne. „Trotzdem war die Hubertusburg in starkem Maß von Euthanasie betroffen“, machte er deutlich.

Ein öffentliches Gedenken daran fehle bisher. „Ich finde es absolut bedauerlich, dass Besucher von der Krankenhausgeschichte nichts mitbekommen, sondern nur etwas von der Hubertusburg als Jagdschloss erfahren“, sagte er. Peter Grampp verwies darauf, dass es immerhin in den Klinikfluren von Patienten gestaltete Fliesen gebe, die symbolisch an die ermordeten Kranken erinnern sollen.

„Das ist kein einfaches Thema, aber wir müssen das irgendwann anpacken“, meinte Barbara Scheller, Direktkandidatin der Bündnisgrünen für die bevorstehende Landtagswahl. Sie dankte beiden Rednern für die guten Informationen. Womöglich sei gerade jetzt die richtige Zeit, sich damit zu beschäftigen. „Heute, da viele recht laut rufen, dass manche besser sind als andere.“ Weiter auf Kommentar

Zur Diskussionsveranstaltung zum Thema nächtlicher Fluglärm am 14.8. 2019 in Schkeuditz kamen rund 80 Menschen aus Schkeuditz, Leipzig, Nordsachsen und Sachsen-Anhalt ins Kultur Haus Sonne in Schkeuditz. Sie diskutierten mit Wolfram Günther, Spitzenkandidat der sächsischen Grünen, Katrin Göring-Eckardt (Fraktionsvorsitzende von B90/GRÜNE im Bundestag), Stadt- und Kreisrat Oliver Gossel und Evelyn Hütel und Bert Sander als Mitgliedern der Bürgerinitiativen. Kern des bewegenden Abends war die Frage, wie sich Wirtschaft, Umwelt und Gesundheit in Einklang bringen lassen. Dem überwiegenden Teil der Anwesenden war klar, dass das Thema der zum Teil gravierenden gesundheitlichen Belastung nicht weiter hintenan stehen darf. Lösungsansätze wie beim hessischen Fraport Lärmobergrenze und Lärmpausen wurden besprochen. Klar wurde, daß vermeintlich rechtliche Fragen oftmals Fragen des politischen Willens sind.

Dazu erklärt Anna Kaleri, Direktkandidatin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für Nordsachsen 1:

„Mir ist es wichtig, die Themen und Probleme, die Menschen in meinem Wahlkreis unmittelbar betreffen, aufzugreifen und auf die passende politische Umsetzungsebene zu bringen.“

„Die immense und wachsende Zahl an Frachtflügen stellt im Großraum Leipzig/Halle und Nordsachsen eine riesige Herausforderung in Bezug auf Klimaschutz und Gesundheit dar.“

Wolfram Günther, Spitzenkandidat der sächsischen Grünen, umweltpolitischer Sprecher und Sprecher für Landesentwicklung erklärte:

„Die berechtigten Interessen der vom Fluglärm betroffenen Menschen zum Schutz ihrer Gesundheit müssen endlich ernst genommen werden. Den politischen Willen vorausgesetzt, ist es möglich, den nächtlichen Fluglärm spürbar zu reduzieren. Diesen Willen herzustellen, dafür setze ich mich ein.“

Am Freitag ist Anna Kaleri zur Wahlradtour 7 von 12 mit Wahlhelfer*innen per Rad unterwegs nach Kursdorf (devastiert, im Flughafengebiet) – Freiroda – Radefeld  – Hayna  – Schladitzer Bucht – Wolteritz  – Lemsel  – Zschortau

15.8. 2019 19 Uhr im Kulturhaus Torgau

 

Natürlich werden die Bündnisgrünen beim Wahltalk der Torgauer Zeitung im Kulturhaus teilnehmen. Vorab möchte ich all denen einige Zeilen schreiben, die am 15.8. nicht am Forum teilnehmen können.

Als Direktkandidatin der Grünen bin ich, wie die Torgauer Zeitung bereits feststellte: „Eine Frau aus dem Volk“.

Außerdem lege ich als gebürtige Oschatzerin mit Wurzeln im Handwerk, ein Augenmerk darauf, dass jeder Euro, den die öffentlich Hand ausgibt, erst erarbeitet werden muss.

Hier in der Region sind es vorwiegend die kleineren Betriebe, die diese Aufgabe der Gesellschaft tragen.

Mit dem Wahlslogan: EIN GUTES KLIMA FÜR ALLE möchte ich alle ansprechen, die an Zusammenarbeit interessiert sind.

Es bringt uns wenig voran, wenn der Landrat a.D. über „Gutmenschen und Mutmenschen“ fabuliert, ihnen damit gewisse Fähigkeiten abspricht und sie in Schubladen presst.

Ich bin dafür bekannt, Ziele kontinuierlich und zielführend zu verfolgen und Menschen zu begeistern. Bisher habe ich auf der politischen Bühne vorwiegend ehrenamtlich gearbeitet. Mit Freunden habe ich eine Schule gegründet, als die CDU hier vor Ort Schulen abschaffte. Mit einer BI habe ich illegale Müllablagerungen beseitigen lassen und mit einer weiteren BI eine Hühnerfabrik verhindert. Seit drei Jahren sorge ich dafür, dass Flüchtlinge einen Ausbildungsplatz, eine Arbeit und eine Wohnung in der Region bekommen.

Die vor meiner Haustür in Liptitz mit Blaualgen versauerte Seenlandschaft, die vielen entwurzelten und vertrockneten Bäume in der Landschaft sind eine Mahnung an uns, aber auch eine Herausforderung für die Zukunft zugleich.

Sorgen Sie mit mir gemeinsam für die Zukunft unserer Enkel und ein friedliches Miteinander.

Wählen Sie GRÜN!

Barbara Scheller

Katrin Göring-Eckardt zu Besuch in Schkeuditz

Die Fraktionsvorsitzende von B90/GRÜNE im Bundestag nimmt am Mittwoch an einer Diskussion zum Thema Fluglärm teil

Am Mittwoch, den 14. August 2019 lädt BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Nordsachsen interessierte Bürger*innen zur Diskussion „Nächte ohne Fluglärm – Wie lassen sich Wirtschaft, Umwelt und Gesundheit in Einklang bringen?“ Dazu wird Anna Kaleri, Direktkandidatin für Nordsachsen 1 das Gespräch führen mit Evelyn Hütel als Mitglied einer der Bürgerinitiativen, mit dem Leipziger Stadtrat Bert Sander, dem Schkeuditzer Stadt- und Kreisrat Oliver Gossel, mit Wolfram Günther, Spitzenkandidat der sächsischen Grünen und der Fraktionsvorsitzenden von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt.

Dazu erklärt Anna Kaleri, Direktkandidatin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für Nordsachsen 1:

„Mir ist es wichtig, die Themen und Probleme, die Menschen in meinem Wahlkreis unmittelbar betreffen, aufzugreifen und auf die passende politische Umsetzungsebene zu bringen.“

„Die immense und wachsende Zahl an Frachtflügen stellt im Großraum Leipzig/Halle und Nordsachsen eine riesige Herausforderung in Bezug auf Klimaschutz und Gesundheit dar.“

„Nachtflüge, deren Anzahl noch weiter steigen soll, rauben Menschen seit vielen Jahren den Schlaf. In der Kernnacht von 0 bis 5 Uhr sollte jeder Mensch ungestört Kräfte sammeln können. Natürlich müssen wir das Thema immer auch in Einklang mit Wirtschaft und Arbeitsplätzen bringen.“

Bereits am Nachmittag wird Katrin Göring-Eckardt am Grünen Wahlkampfstand auf dem Rathausplatz anwesend sein, im Anschluss mit Anna Kaleri einen Jugendclub besuchen und Tür-zu-Tür-Wahlkampf machen.

14.8.2019, 19.00 Uhr, Diskussion  „Nächte ohne Fluglärm – Wie lassen sich Wirtschaft, Umwelt und Gesundheit in Einklang bringen?“, Kulturhaus Sonne, Schkeuditz, Schulstraße 10

 

Ist die Dahlener Heide „unentdecktes Tafelsilber“? Darüber diskutierten am Montagabend auf Einladung des Kreisverbandes von Bündnis 90/Die Grünen Touristiker und Politiker im Schmannewitzer Ferienhotel „Wiesenhof“. Zwar gebe es eine lange Tradition als Feriengebiet, aber dennoch kämen nicht so viele Gästen wie in die Dübener Heide oder zum Elbradweg, so die Ausgangslage. „Wir haben auf gewissen Strecken noch Nachholbedarf“, stellte Moderatorin Barbara Scheller, Landtagskandidatin der Grünen im Wahlkreis 36, fest.

Wertschöpfung für Bevölkerung

Eine Situation, die Rocco Buchta nur zu gut kennt. Er hat den Nationalpark Westhavelland mit aufgebaut, in einer Region, in der vor 25 Jahren nicht besonders viel los war. „Heute ist das Havelland eine der bekanntesten Reiseregionen mit seit Jahren wachsenden Besucherzahlen“, bilanzierte er. Dass man dabei auch immer den Nutzen für die Bevölkerung im Blick haben müsse, unterstrich Thomas Kleppel, Leiter des Naturparks Dübener Heide. „Tourismus ist ein Mittel zum Zweck für die Lebensqualität der Bevölkerung.“ Wenn man Radwege bauen und Gastronomie entwickeln wolle, müsse immer die Frage „Was hilft es den Leuten vor Ort?“ beantwortet werden.

Personal fehlt für Angebote

Claudia Großert hat als Inhaberin des „Wiesenhofs“ langjährige Erfahrung beim Entwickeln von Angeboten für Touristen. Mittlerweile habe man sich am Markt durchgesetzt und viele zufriedene Gäste, doch nun gibt es ein neues, drängendes Problem: „Wir sind an dem Punkt, wo sich alles zurückentwickelt, weil wir die Angebote mit dem vorhandenen Personal nicht mehr aufrecht erhalten können.“ Erste Häuser hätten bereits schließen müssen, weil Personal fehle und man dem Ansturm der Gäste nicht mehr gerecht werden könne. „Wozu soll ich noch Tourismus entwickeln, wenn mir das Personal fehlt?“ brachte sie es auf den Punkt. „Dass Arbeitskräfte fehlen, höre ich auch von Handwerkern oder Dienstleistern“, bestätigte Barbara Scheller.

Jugendliche ohne Abschluss

Gerade in diesem Zusammenhang sei es nicht nachzuvollziehen, dass man das Potenzial der Zuwanderung nicht nutze: „Es ist schade, wenn die Leute in Heimen sitzen, die Wand anstarren und nicht arbeiten dürfen.“ Wolfram Günther, grüner Spitzenkandidat zur Landtagswahl, verwies darauf, dass immerhin acht Prozent der Jugendlichen in Sachsen keinen Abschluss haben. „Das können wir uns schlichtweg nicht leisten“, kritisierte er. Damit auch junge Menschen in ländliche Regionen kommen, hier arbeiten und Verantwortung übernehmen, müssten diese attraktiv sein. Dazu gehöre etwa schnelles Internet und gute Infrastruktur.

Ortsdurchfahrt bleibt Dauerbrenner

Bei letzterem Punkt stöhnten die Schmannewitzer unter den Zuhörern auf. Grund: Seit über 25 Jahren warte man auf die Erneuerung der Ortsdurchfahrt. Von einer Umgehung, die das Heidedorf entlasten könnte, ganz zu schweigen. „Wir brauchen gute Straßen und Radwege, da muss man auch mal in die Natur eingreifen“, so eine Forderung aus dem Publikum. Dagegen wehre man sich gegen den geplanten Bau der Rettungswache in der Wiesenaue und dagegen, dass im Regionalentwicklungsplan die Umgebung als Gebiet für Windräder ausgewiesen ist – beides verschandele die Dahlener Heide und laufe dem Tourismus zuwider.

Diskussion um Windräder

„Wir alle brauchen Strom, das gehört zur Ehrlichkeit dazu“, entgegnete Wolfram Günther. Die Zukunft der Dahlener Heide werde sich nicht daran festmachen, ob hier ein Windrad steht. Aber: „Sie haben ein Recht, bei der Planung genau hinzuschauen“, meinte er mit Blick auf die Beteiligung. „Wir waren uns alle einig, dass im Naturpark Dübener Heide kein Windrad gebaut wird“, blickte Thomas Klepel zurück, „und da die Kommunen ein Mitspracherecht bei der Planung haben, hat das geklappt.“

Mit Naturpark-Idee gescheitert

Mit der Idee, die Dahlener Heide zum Naturpark zu machen, sei man in den 1990er-Jahren „kläglich gescheitert“, musste Karl-Heinz Trudel, Stadtrat aus Schmannewitz, eingestehen. „Damals fehlte das Interesse des Kreises und jemand, der das mit aller Macht vorangetrieben hat.“ Insgesamt sei man touristisch vor 15 Jahren schon einmal besser aufgestellt gewesen. Deutlich besser als heute: „Wir sind bestimmt der einzige Erholungsort, der keinen Spielplatz hat. Da fehlt der Wille der Stadt“, sagte er. Dahlen sei leider eine sehr träge Kommune, beschrieb Claudia Großert ihre Erfahrungen. So würden selbst einfachste Dinge wie zusätzliche Bänke im Ort fehlen, auf denen sich vor allem ältere Gäste, die nicht mehr gut zu Fuß sind, ausruhen könnten.

Dennoch entwickle sich immer wieder Neues in der Dahlener Heide, lobte Uta Schmidt und nannte als Beispiel den Holzweg, der jüngst ausgewiesen wurde. „So etwas finde ich fantastisch.“

Von Jana Brechlin

Wolfram Günther, Spitzenkandidat Bündnis 90 / Die Grünen  in  Sachsen

Barbara Scheller  Direktkandidatin Wahlkreis 36  Bündnis 90 / Die Grünen

 

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