Grüne vor Ort in Eilenburg

Stadtrat Peter Burck (Fraktion freies Bündnis)

über 70 Jahre Lebenserfahrung
gelernter Diplomchemiker und verdienter Rentner
seit 1992 Mitglied bei Bündnis 90/ Die Grünen
verwitwet, in Partnerschaft lebend, einen Sohn 36 Jahre alt
politisch aktiv seit dem Studium im Widerstand zu Mißständen in der DDR, z.B.große
Flugblattaktion 1968 gegen Niederschlagung des Prager Frühlings
1989 Gründer und erster Sprecher des Neuen Forums in Eilenburg, Leiter des Bürgerkomitees zur Auflösung der Kreisdienststelle des MfS
Mitinitiator und stellvertretender Leiter des Runden Tisches
1990 Kandidat für Landrat und Bürgermeister in Eilenburg
1990 Stadtrat in Eilenburg für Bündnis 90, 15 Jahre Fraktionsvorsitzender, Vorsitzender des Finanzausschusses
Mitglied im BUND, Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte,
Vorsitzender des Tierparkvereins Eilenburg e.V., Mitglied in zwei Chören und einem Sportverein
Hobbys : Sport (Fahrrad, Schwimmen, alpine Klettersteige, Skilanglauf, Tischtennis)
Musik (Bach bis Arvo Paert, Klavier), Antiquitäten (Möbel), Garten

Wenn Demokratie funktionieren soll, muss man in der Familie und der Kommune damit beginnen. Der Landkreis hat z.B. per Kreisumlage, Krankenhaus, Gymnasium, Schulnetzplanung, Katastrophenmanagement beim Hochwasser, Planungen bei Kreisstraßen, Genehmigungsverfahren für diverse Ansiedlungen wie z.B. Massentier-haltung usw. einen großen Einfluß auf die Lebensqualität in den Kommunen

Unsere Ziele für ein grüneres Eilenburg:

Verhinderung der Dominanz der CDU bei allen Stadtratsentscheidungen, in allen Aufsichtsgremien der städtischen Unternehmen und Zweckverbände sowie
Unterordnung der städtischen Belange unter die parteipolitischen Interessen der CDU, des Landrates und der Landesregierung.

Beibehaltung der stadtteilbezogenen Jugendarbeit, keine Kürzungen im Haushalt bei der Jugendarbeit. Wir unterstützen den erneuten Versuch eines Jugendparlamentes in Eilenburg.

Wir werden vor Hochwasser nie ganz sicher sein, sollten aber in Zusammenarbeit mit den Landesbehörden nach qualifizierter Schwachstellenanalyse im Gefolge des letzten Hochwassers alles unternehmen, um schrittweise die erkannten Mängel zu beheben.
Die dazu erforderliche technische Ausstattung sollte durch intensive Zusammenarbeit zwischen städtischer Feuerwehr und staatlichem Technischem Hilfswerk optimiert werden, z.B. im Bereich der vorzuhaltenden Pumpen.

Wir unterstützen die Lärmaktionsplanung der Stadt mit dem Ziel, die Wohngebäude besser zu schützen, die schon nach derzeitigen Erkenntnissen stärker als gesetzlich zulässig durch Lärm belastet sind, sowie Bereiche der Stadt, vorzugsweise in Wedelwitz und im Stadtteil Berg, die durch künftig zunehmenden Lärm deutlich an Lebensqualität verlieren. Dazu muß die Abschirmung der Lärmtrasse Umgehungsstraße B 87 und Bahn durch Erweiterung der Lärmschutzwände verbessert werden sowie in Zusammenarbeit mit der Fluglärmkommission eine Verlagerung der Einflugschneise des Flughafens um wenige Kilometer nach Westen erreicht werden.

Unterstützung der Vorhaben zum Natur- und Landschaftsschutz der Verbände NABU und BUND, auch in Bezug auf Verhinderung der Ansiedlung weiterer Massentierhaltungen in der Umgebung.

Die Förderung der Vereine als Grundgerüst der Lebensqualität in der Stadt soll beibehalten und nach Möglichkeit am Anteil der Vereine bemessen werden, den sie für das Angebot für Jugendliche haben. Eilenburg sollte auch dadurch eine Hochburg des Sportes bleiben mit den bisherigen Schwerpunkten Fußball, Leichtathletik, Skisport, Rudern, Kraftsport usw.

Bei städtischen Standortplanungen wirkliche Realisierung des Mottos von der „Muldestadt mit grünem Herzen“ durch Schutz von bestehendem Stadtgrün, Sanierung der Gewässer im Stadtpark nach landschaftsgestalterischen Gesichtspunkten. Neuanlage von qualitativ hochwertigem Stadtgrün auf Ausgleichsflächen in Eilenburg-Ost

Bei städtischen Verkehrsplanungen sollte den Bedürfnissen der Radfahrerinnen und Radfahrer mehr Rechnung getragen werden, weil es sich dabei um ein zukünftig steigendes Verkehrsaufkommen handelt, das umweltfreundlich und sozialverträglich ist.
Die Sanierung des Radweges beidseits der Sprottaer Landstraße ist unumgänglich und soll mit dem grundhaften Ausbau der Straße durch den Landkreis erfolgen.
Die Stadt sollte Einfluß darauf nehmen, dass der Mulderadwanderweg in schadhaften Abschnitten einen besseren Belag bekommt. Er sollte überregional besser vermarktet werden, wie generell die touristischen Aktivitäten verstärkt werden müssen, um die Zahl der Beherbergungen in Eilenburg zu vergrößern.

Die Anbindung an das S-Bahnnetz ist eine bedeutende Chance, auch für die gute Erreichbarkeit wachsender Arbeitsplatzangebote in Leipzig. Wir sollten sie, auch für unser Umland, nutzen durch eine großzügige und in die Zukunft weisende Umgestaltung des Bahnhofsvorlandes.

Die Unterstützung der Stadt für den Eigenbetrieb Kulturunternehmung mit den freiwilligen Aufgaben Bürgerhaus, Schwimmhalle, Museum und Bibliothek ist entscheidend für die Lebensqualität und ein bedeutender weicher Standortfaktor. Die sicher zunehmenden Probleme der Finanzierung müssen ausgewogen bewältigt werden, wenn wir unserem Anspruch als Mittelzentrum weiter gerecht werden wollen.

Fortführung der Konsolidierungspolitik bei den städtischen Finanzen als Grundlage jeder kommunalen Handlungsfreiheit.
Flexible Reaktion auf wechselnde Rahmenbedingungen in Bezug auf Gewerbesteuer-einnahmen, staatliche Zuwendungen, Kreisumlage, Zinskonditionen usw.
Bei anhaltender Niedrigzinsphase keine Priorität des Schuldenabbaues, sondern sinn- und maßvolle Ausschöpfung aller Fördermöglichkeiten mit Blick auf das Jahr 2019, wenn der Solidarpakt ausläuft und die Finanzen dramatisch knapp werden.

Auch wenn die Mittel für Stadtsanierung und –umbau schon anderweitig verplant sind, sollte, auch in Zusammenhang mit dem Reformationsjubiläum 2017, eine sparsame Verbesserung der städtebaulichen Mißstände auf dem Nikolaiplatz an Stelle der derzeitigen Parkplatzwüste realisiert werden. Vorschläge dafür liegen vor. Wir sollten uns vor den zu erwartenden ausländischen Besuchern nicht mit dem derzeitigen Zustand blamieren.

Langfristig braucht Eilenburg unbedingt eine Vision für die qualitativ hochwertige Umgestaltung unseres Burgbergareals als Wiege der Wettiner. Der Ausbau des ehemaligen Gefängnisses zur Stätte für Beherbergung und Begegnung kann nur ein erster Schritt sein. Für den Wiederaufbau des Amtshauses im Eigentum der Stadt muß durch den Apell an sächsisches historisches Selbstbewußtsein langfristig mit den Abgeordneten aller Ebenen daran gearbeitet werden, eine Behörde oder zumindest eine Teileinrichtung des Freistaates in das zu restaurierende Gebäude zu installieren, da nur mit einer solchen dauerhaft bedeutenden Nutzung Aussichten auf die Wiederherstellung der Silhouette von Eilenburg bestehen.

Werbung für Eilenburg als Standort mit hervorragend ausgestatteten Schulen. Soweit irgend möglich : Einflußnahme auf Verbesserung und Spezialisierung der Arbeit an den Schulen, z.B. in Richtung „Europäisches Gymnasium“.

Für die Vermarktung unserer überproportional großen Gewerbeflächen müssen zukünftig überregionale Strukturen aktiviert und neue Wege gefunden werden. Wir haben sehr viele Flächenangebote, auch für den Eigenheimbau, und sollten der weiteren Flächenver-siegelung Einhalt gebieten, auch weil unsere Einwohnerzahlen weiter schrumpfen werden.

Der zunehmenden Alterung unserer Einwohner sollte bei allen städtischen Planungen Rechnung getragen werden. Dazu leistet die Zusammenarbeit mit dem Stadtseniorenrat einen guten Beitrag.

Die Erhaltung unserer städtischen Kulturlandschaft mit Chören, Tanzgruppen, Bader-scheune, Stunde der Musik usw. muss weiter unterstützt werden, um dem Anspruch als Mittelzentrum gerecht zu werden.

Für die Lebensqualität in unseren dörflichen Ortsteilen leisten die Ortschaftsräte eine wichtige Arbeit. Der künftige Stadtrat sollte auf deren Anregungen eingehen, z.B. in Bezug auf Erschließungsmaßnahmen oder die Ausgestaltung von Kinderspielplätzen in Abhängigkeit von der Anzahl der Kinder.