Veranstaltung: „Digitalisierung des Alltags – wie Bits und Bytes unser Leben verändern“ 15.05.2018 19.00 Uhr Bürgerhaus Delitzsch Securiusstr. 34

Wie wir einkaufen, wie wir Musik hören, wie regiert wird – die Digitalisierung verändert unser Leben. Sie ist kein Projekt, welches wir aussitzen können und das irgendwann abgeschlossen sein wird. Digitalisierung ist ein Prozess, der uns alle von nun an kontinuierlich begleitet und zu einem selbstverständlichen Teil unserer Arbeit und der gesamten Lebens wird. Sie betrifft alle Lebensbereiche, von der industriellen Produktion über die Energieversorgung und das Transportwesen bis hin zu Bildung und Gesundheit.

Aber was heißt das konkret? Wie verändert Digitalisierung bspw. die Energieversorgung? Was heißt Digitalisierung für uns als Autofahrer oder Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs? Wie erledigen wir in Zukunft unsere Bankgeschäfte und wie lernen unsere Kinder zukünftig?

Über diese und andere Fragen sowie die Chancen der Digitalisierung für die Entwicklung ländlicher Räume diskutieren mit Ihnen Dr. Gerd Lippold, technologiepolitischer Sprecher der GRÜNEN-Landtagsfraktion und Dr. Robert Greb, Geschäftsführer der Stadtwerke Delitzsch GmbH.

Der Eintritt ist frei. Im Falle von Nachfragen steht Ihnen Frau Uta Schmidt vom GRÜNEN Regionalbüro Nordsachsen gern zu Verfügung (Tel. 03435/6669713; E-Mail: abgeordnetenbuero@gruenesnordsachsen.de )

Vorstandswahlen

Am vergangenen Samstag hat sich der Kreisverband von B90/Die Grünen zur Mitgliederversammlung in Eilenburg getroffen. Zu Beginn berichtete die grüne Bundestagsabgeordnete Monika Lazar über Hintergründe der zurückliegenden Sondierungsverhandlungen in Berlin und über die kommende Ausschussarbeit der Abgeordneten im Bundestag.

Bevor ein neuer Vorstand gewählt wurde, haben sich die anwesenden Mitglieder bei ihrer langjährigen Vorstandssprecherin Barbara Scheller herzlich für die gute Arbeit bedankt. Nach mehr als 15 Jahren als Parteivorsitzende in Nordsachsen möchte sie aus beruflichen und privaten Gründen gern etwas kürzer treten und die Arbeit an andere Aktive übergeben.

Zum neuen Vorstand wurden die bisherigen Mitglieder Barbara Scheller (Liptitz), Jörg Bornack (Delitzsch), Oliver Gossel (Schkeuditz) und Jens Rühling (Taucha) als Schatzmeister wieder gewählt.

Neuer Vorstandsprecher ist für die nächsten 2 Jahre Malte Reupert aus Dahlen. In den anschließenden Diskussionsrunden wurden insbesondere grünen Themen diskutiert, wie die hohe Baumfällrate in einigen Städten des Landkreises, schlechte Busverbindungen und die mangelnde Unterstützung für Radfahrer und Fußgänger.

Herzlich empfangen wurden auch einige Bürger, die sich für grüne Themen interessieren und nun eine Mitgliedschaft bei B90/Die Grünen anstreben.

Ausstellung „Aktiver Naturschutz im Oschatzer Land“

….. Ein Herz für Oschatzer Eulen

….. Ausstellung dokumentiert Naturschutz in der Region

…… Von Christian Kunze  OAZ

Region Oschatz. Vom facettenreichen Naturschutz der südlichen Collm-Region zeugt jetzt eine Ausstellung im Büro der Grünen-Partei im Vorderhaus des E-Werks. Besucher erhalten dort einen umfangreichen Einblick in die Aktivitäten der Natur- und Umweltgruppe Mügeln, der Kinder- und Jugendumweltgruppe der Ökostation Naundorf und der Oschatzer Ornithologen-Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu).

Alle drei ziehen an einem Strang, ein Fakt, der die Arbeit laut Annett Erdmann besonders auszeichnet. Die Leiterin der Ökostation gehört ebenso zu den Fotografen wie Ornithologe Olaf Schmidt,Harriet Herbst, Rolf Burmeister, Harry Beck, Mario Teumer oder Gunter Steinbach.

Streuobstwiesen, Weidenzelte und Baumpflanzungen gehören genau so zum Spektrum der Umweltfreunde zwischen Oschatz und Sornzig wie Vogelzählungen, Nistkästenbau, Beringung der Tiere oder das Sammeln von Müll. All diese Aktivitäten auch an kommenden Generationen weiter zu geben, ist unterschiedlich gelungen. So haben die Ornithologen mit Überalterung und Mitgliederschwund zu kämpfen, während sich die Kinder- und Jugendumweltgruppe Naundorf seit zwölf Jahren großer Beliebtheit erfreut. „Hier kommen regelmäßig bis zu 15 Jungen und Mädchen zusammen, begeistern auch ihre Eltern, die uns nach Kräften unterstützen. Die Mitglieder engagieren sich im Ort und für den Ort, selbst wenn sie nicht dort wohnen“, freut sie sich.

Ganz nebenbei setzt die Ausstellung mit nur wenigen Motiven auch zwei Urgesteinen einen Denkmal – Klaus Fischer, seit über 40 Jahren in Sachen Natur engagiert und dem im September vergangenen Jahres verstorbenen Fachmann für Fische, Frösche, Schlangen und andere Reptilien, Dr. Heinz Berger.

„Hier zeigt sich, wie kontinuierliches Engagement weniger Menschen Früchte trägt. Es braucht nicht immer Massen an Menschen, um etwas zu erreichen. Die Ausstellung ist ein Lichtblick zwischen vielen unschönen Meldungen, die belegen wie Natur mit Füßen getreten wird“, sagt Grünen-Landtagsabgeordneter Wolfram Günther zur Schau.

Zu sehen sind die Bilder bis Anfang 2018 während der Büro-Öffnungszeiten dienstags 7.30 bis 11.30 Uhr, donnerstags 14 bis 17 Uhr

Bundestagswahlprogramm

Nitrat im Grundwasser − die unterschätzte Entwicklung 19.09.2017, 19.30 Uhr Bürgerhaus Delitzsch, Securiusstr. 34, Delitzsch

…. Die GRÜNE Landtagsfraktion lädt zur Podiumsdiskussion ein…..
Dienstag, 19.09.2017, 19.30 Uhr Bürgerhaus Delitzsch, Securiusstr. 34, Delitzsch…
Laut Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) befindet sich in Sachsen die Hälfte des Grundwassers in einem schlechten chemischen Zustand. Knapp ein Viertel ist zu stark mit Nitrat belastet. Der Grenzwert wird an vielen Stellen deutlich überschritten.
Das gilt auch für die Region um Delitzsch, wie am 14.08.2017 in der LVZ Delitzsch dargestellt wurde, was Untersuchungsergebnisse des VSR Gewässerschutz e. V. anhand von Brunnenwasserproben ergaben.

Zwar ist Nitrat selber sind nicht giftig, es kann jedoch im Körper zu Nitrit und schließlich in Nitrosamine umgewandelt werden, die krebserregend wirken können. Auffällig ist, dass der hohe Nitratgehalt vor allem dort auftritt, wo viel Gülle aus der industriellen Tierhaltung auf die Felder gebracht und mineralischer Dünger in großen Mengen verwendet wird. Wegen steigender Nitratwerte im Grundwasser muss sich Deutschland dem Europäischen Gerichtshof stellen. Die EU-Kommission hat ihre Ankündigung wahr gemacht: Auf 40 Seiten Anklageschrift hat sie die mutmaßlichen Versäumnisse Deutschlands beim Grundwasserschutz aufgelistet. In den letzten Jahren mussten bereits Trinkwasserbrunnen in Sachsen aufgrund von Nitratverschmutzung geschlossen werden. Im Falle der Kontamination müssen die Wasserversorger das Trinkwasser kostenintensiv aufbereiten oder aufwändige Ersatz-Trinkwasserleitung verlegen sowie weitere Investitionen tätigen, wobei die Kosten von den Kunden bezahlt werden müssten.

Gemeinsam mit Ihnen wollen wir die Problematik der Nitratbelastung und weiterer Fremdstoffe sowie Lösungswege diskutieren.

Der Hydrologe Prof. Dr. Jan Fleckstein wird die Wirkung von Nitrat, dessen Wirkpfade und Transportwege in Boden und Grundwasser erläutern und darlegen unter welchen Umständen es der menschlichen Gesundheit schadet. Dr. Bernhard Wagner wird über die die Zusammenhänge mit der Landwirtschaft, unserer Lebensweise und die Verantwortung von uns allen sprechen.

Podiumsgäste:
Dr. Andreas Musolff, Hydrologe am UFZ Leipzig
Dr. Bernhard Wagner, Geschäftsführer des Wasserguts Canitz GmbH

Wolfram Günther, umweltpolitischer Sprecher, GRÜNE-Landtagsfraktion Sachsen

Termine der Grünen in NoSa

…13.09.2017  Wahlstand Taucha, Markt  09.00 -12.00 Uhr  Unterschriftensammlung für Baumschutz

14.09.2017      Wahlstand Eilenburg,  Markt 10.00 – 12.00 Uhr  Unterschriftensammlung Baumschutz

… 15.09.2017  Wahlstand Bad Düben, Markt,  11.00 – 13.00 Uhr Unterschriftensammlung Baumschutz,  nachmittags Besuch von LEADER-Projekten in der Region mit der Landtagsabgeordneten Dr. Claudia Maicher

… 18.09.2017  VA der Landtagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen mit Katja Meier: ´Hat Torgau ein Herz für den Radverkehr?´  mit ADFC – Ulrich Patzer  u.a.

… 19.09.2017   VA der Landtagsfraktion mit Wolfram Günther,  ´Nitrat im Grundwasser – eine unterschätze Gefahr?´  19.30 Uhr Bürgerhaus Delitzsch  Securiusstr. 34

 

Bundestagswahlprogramm

Bundestagswahlprogramm

Grüne im Landkreis Nordsachsen …

….  17.08.2017 Monika Lazar, MdB,  und Spitzenkadidaten der Grünen in Sachsen für den Bundstag mit dem grünen Bundestagsdirektkandidaten Jörg Bornack Nordsachsen in Torgau …

…. 19.08.2017  Sommerfest des Kreisverbandes Nordsachsen in Torgau …

…. 24.08.2017  MdL  Franziska Schubert, Sprecherin für stellv. Fraktionsvorsitzende, Haushalts- und finanzpolitische Sprecherin, Religionspolitische Sprecherin im Lk Nordsachsen – Naturparkhaus Bad Düben und Liebschützberg….

 

Naturschutz und Waldbewirtschaftung – der Bericht

Wolfram Günther, Mitglied des Sächsischen Landtages für die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen, hatte zu dieser informativen Diskussionsveranstaltung eingeladen und moderierte den Abend. Foto: GRÜNE Landtagsfraktion Sachsen
Die Mitarbeiter des Forstes erläuterten, was es für sie bedeutet, einen solchen Wald zu bewirtschaften. Foto: GRÜNE Landtagsfraktion Sachsen

Der Kämmereiforst in der Gemeinde Zschepplin ist ein außergewöhnlich artenreicher Laubwald von ca. 219 ha Größe. Er liegt am Rande der Gebiete, in denen zu DDR-Zeiten in großem Umfang Braunkohle abgebaut wurde. Um ihn herum wird auf den anstehenden Leipziger Lößhügellandböden intensive Landwirtschaft betrieben. Der Wald ist im nordwestlichen Gebiet von Sachsen eines der wenigen zusammenhängenden Waldgebiete.

Viele Anwohner und Naturfreunde sind sich dieser Tatsachen bewusst und kamen, um sich bei der Diskussion zwischen den Vertretern des Forstes Herrn Glock, Herrn Metzler, Herrn Hentzschel und Herrn Fleischmann, Dr. Matthias Nuss, der als Entomologe und Nabuvorstandsmitglied sowie Steffen Etzold von der Gesellschaft für Naturschutz, Forst- u. Umweltplanung eingeladen war, informieren zu lassen. Herr Rackwitz, ein geschichtlich bewanderter Anwohner, konnte einen Einblick in die historische Entwicklung geben. Wolfram Günther, Mitglied des Sächsischen Landtages für die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen, hatte zu dieser informativen Diskussionsveranstaltung eingeladen und moderierte den Abend.

Herr Rackwitz berichtete, dass der überwiegende Baumbestand durch die frühere bäuerliche Nutzung geprägt ist, da in den früheren Jahrhunderten die Eichen gefördert wurden, weil sie das beste Holz lieferten und die Eicheln als Schweinemastfutter dienten. Die weiteren Baumarten waren Hainbuchen, die mit den Eichen nicht so stark in Konkurrenz traten. Auch andere Baumarten wuchsen, die vielseitig genutzt wurden.

Die Eichen-Hainbuchen-Vegetation mit ihrer Insektenvielfalt und Vogelwelt ist deshalb bestimmend für den Kämmereiforst. Das führte dazu, dass dieses Gebiet als Natura 2000-Gebiet gemeldet wurde, um europaweit schützenswerte Areale für eine Habitatvernetzung (Lebensraumvernetzung) auszuweisen. Damit ist der Kämmereiforst sowohl als FFH-Gebiet nach der Flora-Fauna-Habitat-Richltinie als auch als SPA-Gebiet nach der Vogelschutzrichtlinie sichergestellt.

Die Mitarbeiter des Forstes erläuterten, was es für sie bedeutet, einen solchen Wald zu bewirtschaften. Hier geht es nicht ausschließlich um Holzernte, sondern um gezielte Pflegeentnahme, um den Charakter des Waldes zu erhalten. Die Eiche ist eine Lichtbaumart und braucht für eine gute Kronenentwicklung und Samenausbildung Eingriffe, mit der Konkurrenzbäume gezielt entnommen werden. Gerade im Winter 2017 war das in einem etwa 19 ha großen Areal geschehen. Da die Mengen an Holz, die am Wegesrand lagen, für großes Aufsehen sorgten, drehten sich die Erläuterungen der Forstmitarbeiter in großen Teilen um die Pflegemaßnahmen in diesem Wald.

Matthias Nuss erläuterte, dass noch vor 100 Jahren der Golddickkopffalter im Kämmereiforst gefunden wurde. Dieser ist in Sachsen inzwischen nicht mehr nachweisbar, könnte aber, bei entsprechender Biotopflege, hier wieder angesiedelt werden. Er sprach auch davon, wie schnell seltene Arten aus dem Gedächtnis der Menschen verschwinden, deren Fehlen bereits nach kürzester Zeit nicht mehr wahrgenommen wird. In einem Zeitalter, in dem die wenigsten noch mit einem Bezug zur Natur aufwachsen, ist das eine fatale Entwicklung. Er betonte noch einmal die besondere Rolle von Totholz in allen Stadien im Wald, sei es am oder im Baum, als stehender abgestorbener oder als liegender und verrottender Baum.

Vor allem aber stehendes Totholz mit Baumhöhlen und loser Rinde sind beispielsweise als Fledermausquartier inzwischen eine Seltenheit in unseren Wäldern, fügte Steffen Etzold zu.

Für den Kämmereiforst gibt es einen Managementplan, mit dem alle Schutzaufgaben berücksichtigt werden, der einen dicken Ordner umfasst und mit verschiedenen Behörden abgestimmt ist. Dennoch fehlt augenscheinlich in dem Wald die Altersklasse von Bäumen, die zwischen 80 – 150 Jahren oder gar älter sind. Diese muss man gezielt aufsuchen.

In einem waren sich alle einig  – es ist nicht einfach, alle Interessen in einem Wald unter einen Hut zu bringen. Doch bei diesem Wald scheint das allgemeine Interesse am Schutz der dortigen Natur herausragend zu sein. Hoffentlich wird auch in Zukunft alles dafür getan, dass hier alle noch vorhandenen seltenen Arten einen Lebensraum finden oder sich wieder einfinden können. Besser noch wäre, die verloren gegangenen Lebensräume wieder so zu ertüchtigen, dass vom Aussterben bedrohte oder ausgestorbene Arten wieder Einzug halten bzw. angesiedelt werden können.

Referenten:
Steffen Etzold
MEP Plan GmbH, Gesellschaft für Naturschutz, Forst- und Umweltplanung Fachbereich Forstplan

Herr Jan Glock
Leiter des Forstbezirks Taura

Herr Martin Fleischmann
Sachbearbeiter Waldökologie/Naturschutz im Forstbezirk Taura

Herr Alexander Hentzschel
Leiter des Forstreviers Schöneiche

Herr Hermann Metzler
Referent im Referat Naturschutz im Wald der Geschäftsleitung des Staatsbetriebes Sachsenforst

Dr. Matthias Nuß
Entomologe, NABU Sachsen